Sonntag, 11. März 2012
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Heute morgen aufgewacht und seitdem ist da dieser Druck auf den Ohren. Wie nach einem Flug mit missglücktem Druckausgleich. Nur bin ich heute nacht nicht geflogen, zumindest nicht wissentlich. Eventuell wurde ich ja von Außerirdischen entführt, aber es fühlt sich nicht so an, als wäre ich auf martialische Weise untersucht worden und ich würde mal auch behaupten, dass in keiner meiner Körperöffnungen eine Sonde zu finden ist. Ich weiß allerdings auch nicht, ob man die spürt, so man denn eine verpasst bekommen hat. Wahrscheinlich nicht, so hochtechnologisiert, wie die wahrscheinlich sind. Andererseits haben sie das mit dem Druckausgleich ja anscheinend auch nicht im Griff...

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Samstag, 10. März 2012
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Samstage sollten nicht um kurz nach Sieben anfangen. Das ist wider die Natur und gar nicht gut. Trotzdem war dann doch alles ok.

Den alten Kartenraum, wo man früher die aufgerollten Karten für den Unterricht ausleihen konnte, gibt es nicht mehr. Ob es das Sprachlabor noch gibt, weiß ich nicht. Dafür wurde der künstlerische Part komplett in ein neues Gebäude ausgelagert. Alles in allem ein nettes Gefühl, mal wieder dort zu sein. Und die oder den einen oder anderen Bekannten von damals hat man auch wieder gesehen. Inklusive Lehrer. Da ich zeitlebens ein netter, lieber Mensch war, ging das auch ohne schlechtes Gewissen.

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Am Nachmittag dann ein Mittagsschläfchen und zwei Saunagänge. Dank neuem Bottich nebst Kelle nun auch mit Aufguss und dank Sanduhr auch um das Wissen der in der Hitze verbrachten Zeit. Die kalte Dusche danach zeigt schon mal auf, wie sich so ein Herzinfarkt wohl anfühlen könnte. Und danach ist es fast postorgasmisch. Dezent angemüdet und zufrieden. Warum habe ich das nur so lange nicht mehr gemacht? Also Sauna. Obwohl... fürs Postorgasmische gilt Ähnliches.

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Und am Abend Bier mit den Damen und Besuch eines jungen Herrn. Eines wuscheligen jungen Herrn. Was für ein Knuddel. Man sollte ihn töten und ausstopfen, damit er ewig so bleibt. Und bevor der große Aufschrei der sieben Leser (soviele sind es manchmal, aber da brummt dann schon der Bär) hier kommt: das war ein Scherz.

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Morgen dann mal ausschlafen. Die Vorfreude ist gewaltig. Wahrscheinlich kann ich gar nicht schlafen vor lauter Vorfreude. Und wache früh auf, weil ich es gar nicht abwarten kann, auszuschlafen.

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Freitag, 9. März 2012
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Cheffe ging um Drei, die Kollegen um Vier und ich Idiot saß bis halb Sechs. Irgendwas läuft da schief.

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Ich werde wohl doch noch zum Hörbuchfan. Das liegt daran, dass mir seit heute Harry Rowohlt was erzählt, während ich über die Straße tuckere. Das ist sehr angenehm und lustig und ich habe mich schon dran gewöhnt. Nur müde darf ich dabei nicht sein: er hat so eine sonore, beruhigende Stimme. Für danach liegt schon Frank Goosen parat. Bin gespannt.

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Hatte ich schon die Beschaffenheit der Woche erwähnt? Nein? Also: sie ist von grundauf scheiße! Aber nun ist sie vorbei. Es lebe das Feierabendbier. Und das Wochenende. Prost!

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Donnerstag, 8. März 2012
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SMSe in rauen Mengen, gerne auch mal mitten in der Nacht. Ständiges Abchecken, welche Wagen vor dem Haus stehen und wenn es der falsche ist, kommt eine SMS. Unzählige Anrufe und dann eine SMS, wenn niemand ran geht. Dann noch eine. Und noch eine. Und noch mehr ...das geht schon schwer in Richtung Stalking. Ich kenne merkwürdige Leute...

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Jeden Tag kommt ein Newsletter der Jobbörse, aber leider war noch immer nichts dabei. Oder es kam nichts bei rum. Dabei wird es täglich wichtiger, aus dem Laden rauszukommen. Das Chaos ist unbeschreiblich. Eigentlich weniger bei uns, aber wenn die Kunden komplett unfähig sind, bleibt das irgendwann auch am Dienstleister hängen. Jeder ist sich selbst der Nächste und die haben nicht den Arsch in der Hose, vor ihren Chefs zuzugeben, dass sie Mist gebaut haben. Ist einerseits auch verständlich und in manchen Fällen geht das auch gar nicht, weil sie sonst nur noch auf Cheffes Schoß sitzen und Fehler beichten würden. Andererseits: somit hätten sie schon keine Chance neuen Mist zu bauen.

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Und weil das so eine beschissene Woche war, gehe ich am Samstag mit d. erst shoppen und anschließend gibt es einen gepflegten Umtrunk. Sofern man in der Spelunke irgendwas gepflegt tun kann.

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Alter Finne. Gerade meine Kontostände abgerufen und obwohl ich wusste, was kommt, sieht das extrem beeindruckend aus. Sehr extrem beeindruckend. Bleibt dummerweise nicht lange so. Könnte kotzen, wenn ich dran denke, wo das hingeht.

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Mittwoch, 7. März 2012
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French Dressing aus dem Beutel. Eine Ausgeburt der Hölle. Genausogut hätte ich mir ranzige Mayonnaise intravenös geben können. Aber das der Salat per se auch nicht der Bringer war, ist das letztendlich egal. Ein mittägliches Fiasko eben. Und passend zum Rest dieses lausigen Tages. Das einzige Highlight war noch die doch als "mature" durchgehende Ex-Geschäftsführerin im Schulmädchenkleidchen mit schwarzen Strümpfen und Lackstiefeln. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich es für sexy oder indiskutabel halten soll. Ersteres könnte dem anstehenden Frühling geschuldet sein.

Tja.

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