Freitag, 6. April 2012
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Dorfspelunken sind oft etwas außergewöhnlich. So kann es schon mal passieren (konkret heute), dass man reinkommt und von den Wirten weit und breit nichts zu sehen ist. Der Herr des Hauses weilt im Heimatland, die Chefin ist weißgottwo. Ein Stammgast in den späten Sechzigern fragt, was man gerne hätte und begibt sich nach angenommener Bestellung hinter die Theke, um alles sehr fachkundig ein- und danach ebenso fachkundig auszuschenken. Trinkgeld wollte er allerdings keins annehmen.

Außerdem hat die Spelunke eine neue Bedienung, die so gar nicht in den Laden passt. Sie kleidet sich wie eine Bedienung, bringt die Getränke höchstprofessionell auf einem Tablett, hat einen Umhängegürtel für den Profi-Geldbeutel und wäre perfekt in einem etwas edleren Restaurant aufgehoben. In der Spelunke ist sie so passend, wie ein Pommesbudenbesitzer im Buckingham Palace. Es ist nicht unangenehm, aber etwas seltsam. Sie scheint das nicht zu stören und wer meckert schon, wenn der Aschenbecher schon mal geleert wird, bevor er an die Grenzen der physikalischen Aufnahmefähigkeit stößt. Außerdem hat sie genau die richtige Anzahl an Knöpfen bei ihrer Bluse geschlossen, respektive offen gelassen. Das freut das Gegenüber, wenn die Leute bezahlen.

Und morgen früh dann Fischessen. Mit salziger Panade. Macht Durst.

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Donnerstag, 5. April 2012
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Hui, Cheffe kriegt Gegenwind in Form eines Kollegen, der ihm nicht wohlgesonnen ist. Ok, wohlgesonnen sind ihm mittlerweile die wenigsten, aber dieser Kollege hat keine Skrupel auch mal offen ein paar Dinge anzusprechen, die etwas suspekt sind. Und Cheffe reagiert hochnervös, löscht Accounts bei Social Media-Seiten, lässt die Dame zuhause irgendwelche "Uni"-Unterlagen aus dem Keller holen und wahrscheinlich entpimpt er gerade sein XING-Profil. Es bleibt spannend.

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Ein langes Wochenende steht an. Und alle so: Juhuuuu

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Dienstag, 3. April 2012
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Ab morgen wird alles gut. Ich habe nämlich Lotto gespielt. Wenn alles so läuft wie geplant, kann ich am Donnerstag kündigen. Noch vor dem langen Wochenende. Alternativ dann am Dienstag, nachdem ich den Jackpot am Samstag abgeräumt habe. Wenn das nicht klappt, weiß ich auch nicht mehr weiter.

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Montag, 2. April 2012
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Eigentlich wollte ich ja heute morgen zeitig los, früh im Büro sein, entsprechend früh wieder abhauen, damit ich endlich mal wieder zu einem Marsch durchs Naturschutzgebiet aufbrechen kann. Tatsächlich kam ich viel zu spät los, war später als geplant im Büro, hatte Unmengen zu tun und kam viel zu spät raus und saß bis eben noch an irgendwelchem Mistkram für die Arbeit. Immerhin mit Bier, aber trotzdem. Aaaaaargh.

Ein ehemaliger Kollege ist nun auch wieder bei uns. Als Nachzügler hat er einen richtig beschissenen Platz. Ich kann ihm wunderbarst auf den Monitor schauen und hätte ich meine Brille im Büro dabei, könnte ich eventuell sogar mitlesen. Aber auch so erkenne ich ein offenes Skype-Fenster, wenn ich es sehe - auch von weitem - und sogar der Avatar ist trotz der Entfernung eindeutig. Aber wer bin ich schon, dass ich die Moralkeule rausholen würde, nur weil ein vier Monate altes Baby auf der einen und eine frische Ehe auf der anderen Seite zu Buche stehen. Bin ja nicht der Papst. Oder Republikaner. Oder so.

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Wann kommen eigentlich üblicherweise die Rückzahlungen vom Finanzamt? Ich warte schon sehnsüchtig.

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Sonntag, 1. April 2012
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Heute war richtig tolles Wetter. Sonne und so Kram. Ich war deswegen so gut wie gar nicht draußen. Bei dem Wetter kann das ja jeder. Und haben auch ganz viele gemacht. Bei einer kurzen Fahrt Richtung Tankstelle habe ich das gesehen. Die schienen alle ganz tolle Laune zu haben. Gönne ich ihnen.

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Ausleihen konnte man den Film nicht, aber dafür kaufen und weil die Enttäuschung gestern so groß war und ich ein netter Mensch bin, habe ich das Ding eben leicht überteuert gekauft - und siehe da: das Streamen funktioniert wunderbarst. Große Freude. Jubelgeschrei. Himmelhohes Jauchzen. Also selbst, wenn Elektrosmog Krebs erzeugt: kurzfristig glücklich machen die Funkwellen trotzdem. Und wenn ich mal Filme der erotischen Sorte quer durchs Haus funke, mache ich das WLAN sperrangelweit auf, damit auch die Nachbarn was davon haben.

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Am Samstag ist wieder einer gestorben, den ich anscheinend kenne, aber ich kann ihn überhaupt nicht zuordnen, weshalb ich nun also wieder mal nicht die leiseste Ahnung habe, wer das sein soll. Und weil er tot ist, kann mir den auch niemand mehr zeigen, wenn man ihn mal sieht. Die letzte Chance wäre die Beerdigung, aber wenn ich jemanden nicht zuordnen kann, werde ich auch nicht auf die Beerdigung gehen. Zumal der Sarg wahrscheinlich eh zu sein wird. Zum einen, weil man in unseren Breitengraden eher selten offene Särge rumstehen hat, zum anderen, weil der Tod bei einem ziemlich üblen Unfall eintrat und deshalb der Sarg wahrscheinlich erst recht zubleiben wird.
Aber eigentlich ist mir das ganz recht, wenn die ganze Zeit nur Leute sterben, die ich kennen müsste. Schlimmer wäre es, wenn es Leute wären, die ich tatsächlich kenne.

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"Hangover" habe ich noch nie gesehen. Er läuft gerade und er gefällt mir jetzt schon. Vor allem die Suite. 4200 Dollar die Nacht... das gönne ich mir irgendwann auch mal.

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