Montag, 2. Juli 2012
Schnitzel, Hagel, Leichen und so

Gestern kurz vor knapp noch beim Caterer das Essen für heute geordert und weil das Wochenende ein einziges Magen-Darm-Desaster war, entschied ich mich für den Salat. Grundsätzlich eine super Idee - wäre es kein mediteran angehauchter Salat mit Thunfisch, Zwiebeln und Bohnen gewesen. Naja, war lecker (Cocktaildressing. Das gibt Abzüge in der B-Note) und bisher ist die Verträglichkeit auch einigermaßen gegeben. Gerade nochmal durchgekommen, würde ich mal sagen. Morgen dann Schnitzel mit Kohlrabigemüse (warum nehme ich das? Ich mag Kohlrabi eigentlich gar nicht soooo sehr) und Salzkartoffeln. Aus kalorischer Sicht wäre Menu Nummero Sechs der Gewinner gewesen, aber kalter "Gyrosbraten" mit Krautsalat und einem extrem knoblauchlastigen Tzsaziki... ich weiß ja auch nicht. Das würde wohl neben meinem Magen auch noch die Kollegen gegen mich aufbringen. Und besonders lecker klingt es auch nicht. Ich wäre übrigens durchaus bereit gewesen, mir nochmal einen Salat zu bestellen, aber der wäre dann mit Chicken Nuggets und wie die gemacht werden, weiß man ja mittlerweile. Außerdem war es bei der Kalorienmenge noch vor dem Schnitzel. Wie immer das möglich sein sollte...

Eigentlich wollte ich heute abend auch noch stramm spazierengehen, aber hier schüttet es wie verrückt. Immerhin kein Hagel; den gab es am Samstag schon, sagten mir die Einheimischen. Je nachdem wer es erzählte, waren die Körner zwischen Murmel- und Melonengroß. Das glaubwürdigste waren "Wachteleier". Das Besondere, so die Leute, war aber nicht die Größe der Hagelkörner, sondern die Dauer des Hagelschauers. Auch hier gehen die Meinungen auseinander, aber es waren wahrscheinlich zehn bis fünfzehn Minuten. Das wäre tatsächlich ziemlich lang. Der letzte extreme Hagel, an den ich mich erinnere, dauerte so knapp vier Minuten und das kam mir schon lange vor. Damals hat es das Dach des Hühnerhäuschen im Nachbarsgarten zertrümmert, was aber nicht tragisch war, weil eh keine Hühner mehr dort hausten und der Garten in der Zeit seine Wildwuchsphase startete, die immer noch andauert. Mittlerweile sieht der Garten aus wie Harry Rowohlts Bart früher. Wahrscheinlich leben auch ähnliche Tiere darin. Mittlerweile gehen sogar die Katzen da ungern rein. Wenn man mal eine Leiche zu entsorgen hat... ich wüsste den perfekten Ort. Da schaut so schnell keiner und wegen der Pferde nebenan, riecht es im Sommer sowieso immer ein bisschen streng. Da fällt so eine Leiche nicht weiter auf.

Und um den Kreis zu schließen: morgen dann also Schnitzel, am Abend stramm spazieren gehen zu den Leichen aka Waldfriedhof. Ein geschlossener Kreis ist gut, weil harmonisch. Ooooooooohmmmmmm.

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Sonntag, 1. Juli 2012
...

Gestern über die 34 Grad draußen gejammert und heute freiwillig in die Sauna. Das ist schon ein kleines bisschen bescheuert. Tat aber trotzdem gut, obwohl man eine gefühlte Ewigkeit nachschwitzte. Dafür ist meine Haut jetzt so zart wie ein Babypopo und zwar überall. Ich habe knapp ein halbes Kilo tote Haut abgerubbelt (Peeling klingt da bedeutend besser). Da hätten sich diese Fische im toten Meer, die diese kaputten Hautschuppen abknabbern dran totgefressen. Gibt also ein paar Karmapunkte aufgrund von Totes-Meer-Fischrettung.

Außerdem habe ich dem Drang widerstanden, bei dem Laden mit dem großen M vorbeizufahren und mir sowohl einen Bigger Big Mac, sowie einen Mini Mac zu besorgen. Hätte ich das gemacht, hätte ich wohl auch einen normalen Big Mac dazunehmen müssen, um korrekt vergleichen zu können. Aber schon beim Gedanken daran wird mir schlecht und ich außerdem höre ich jetzt schon die Stimme meines Sklaventreibers, der mich deswegen ganz übel beschimpft hätte. Und das zu recht. Aber er und auch ich können stolz sein: ich war nicht dort. Noch nicht mal, als ich grob in der Nähe war um zu tanken (135.9!) und Luft auf die Reifen zu machen (3.1 vorne, 2.9 hinten)! Hah!

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Samstag, 30. Juni 2012
2880

Er will einen Laktattest machen. Meinetwegen, nur: wozu? Eigentlich ist zum Anfang nur wichtig, dass ich nicht gleich kollabiere, die wichtigsten Lebenserhaltungsfunktionen aufrecht erhalten werden und überhaupt alles einigermaßen ohne größere Schäden über die Bühne geht. Also quasi eine Basis schaffen, bei der es Sinn macht Protokoll zu führen. Aber nun denn. Das wäre ganz wenig Blut, meinte er, es tut auch nicht weh und so weiter und so fort. Ich sehe schon die roten Lampen vor mir, die angehen, wenn dieses Blut ins Messgerät gelangt. Da bin ich dann zum Glück nicht live dabei. Kostenmäßig tendiert es ins vierstellige, wenn man die Uhr dazurechnet, die ganz enorm wichtig scheint, ist man sogar schon drin. Ein Haufen Geld, aber andererseits: wenn man das für mieses Essen und sonstigen Mist verpulvert ist es auch weg und hat keinen mittel- oder langfristigen Auswirkungen aufs Wohlbefinden. Teilweise ist es sogar kontraproduktiv. Also teste ich das mal und lasse mich überraschen. Den ersten richtigen Termin nächste Woche musste ich schon verschieben. Fängt ja großartig an.

Wir saßen beim Gespräch übrigens auf der Terrasse. Das war am frühen Nachmittag noch machbar, später ging das nicht mehr. Laut Thermometer waren es dann 34 Grad, in der Sonne eher mehr. Da ist es eigentlich nur drinnen einigermaßen erträglich und auch nur dann, wenn man nicht aufgrund von wasweißich einen zickenden Magen-Darm-Trakt, gepaart mit Schweißausbrüchen in Niagarafalldimension hat. Ich nehme es von der positiven Seite: ich habe geschwitzt und abgenommen wahrscheinlich auch. Und das war nur zum Teil Wasser. Mal sehen, wie ich die Tomaten und den Salat morgen vertrage. Für den Notfall, also falls gar nichts geht, habe ich auch Ben&Jerry-Eis mitgenommen. Die kleinen Portionen.


Und wenn es mir morgen besser geht, lasse ich mich von Iwan (oder so ähnlich) durchkneten. Fragen Sie nicht.

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Freitag, 29. Juni 2012
...

Das heimische Büro direkt unter dem Dach zu haben ist an Tagen wie diesen keine Freude. Am Nachmittag waren es satte 33 Grad hier drinnen. Angenehm ist anders. Dummerweise kann ich den Ventilator wie geschrieben nicht anmachen, weil telefonieren dann unmöglich ist. Das Hände unter kaltes Wasser halten im Zehnminutenrhythmus bringt auch nicht wirklich viel. Immerhin ist Freitag und somit früher Feierabend. Eigentlich. Stattdessen waren es zwei Überstunden. Gibt so Tage.

Jetzt brummt hier die Klimaanlage und zwar noch ein alte aus den Tagen, an denen keine A+-Aufkleber an elektrischen Geräten prangten. Das hätte das Ding auch niemals gekriegt. Die ist noch aus der Zeit als Kühle Luxus war und man kann förmlich spüren, wie sie den Strom aus der Steckdose saugt. Es ist ein Flirren in der Luft, aber es ist ein kühles Flirren. Scheiß auf die Ökobilanz!

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Freitag, 29. Juni 2012
2878

Scheiße getippt, wieder mal. Das wird nichts mehr mit mir und Tippen. Beim Lotto klappts ja auch nie. Ich muss irgendwie anders an Geld kommen. Reich heiraten kommt da aber ganz am Ende der Möglichkeiten. Muss ich mal klarstellen, nicht das Paris Hilton hier mitliest und sich Hoffnungen macht.

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Morgen 31 Grad laut Wettervorhersage. Draußen. Hier im heimatlichen Büro sinds nochmal ein paar Grad mehr. Ein Ventilator wäre vorhanden, aber der ist laut und deshalb nicht praktikabel bei den vielen Anrufen, die hier auflaufen. Mist. Ich werde morgen also wohl den Hitzetod sterben. Den hatte ich bisher auch noch nicht auf der Liste.

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