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Sonntag, 30. Dezember 2012
In diesem Sinne: Chantré
Der Psycho-Heini vom letzten Mal ist mittlerweile zum Geschäftsführer aufgestiegen. Ein Zeichen dafür, dass man dort auch komplett merkbefreit Karriere machen kann, bzw. im Gegenteil: ohne Merkbefreitheit keine Karriere. Sollte ich dem Typen jemals wieder gegenüberstehen müssen, garantiere ich für nichts, wenn er mir nochmal den Bullshit von den zwei Ebenen erzählt. Dann zentriere ich erst ihm, dann Suffinchen eine. Macht sich vielleicht nicht gut im Protokoll, aber wieso darauf Rücksicht nehmen, wenn das eh nur Nebensache zu sein scheint.
Suffinchen ist seit Freitag Abend verschollen. Keine Anrufe ihrerseits und die Versuche seit heute Nachmittag meinerseits stießen auf eine geballte Ladung an Ignoranz. Ich tippe mal auf eine Feier im privaten Kreise (aka allein) mit der Königin der Nacht: Maria Cron. Insofern wären sie ja doch zu zweit und was für ein passendes Ensemble: beide billig und mit fiesem Nachgeschmack. In diesem Sinne: Chantré.
Suffinchen ist seit Freitag Abend verschollen. Keine Anrufe ihrerseits und die Versuche seit heute Nachmittag meinerseits stießen auf eine geballte Ladung an Ignoranz. Ich tippe mal auf eine Feier im privaten Kreise (aka allein) mit der Königin der Nacht: Maria Cron. Insofern wären sie ja doch zu zweit und was für ein passendes Ensemble: beide billig und mit fiesem Nachgeschmack. In diesem Sinne: Chantré.
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Samstag, 29. Dezember 2012
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mein gutes Leben hängt von diesem Brief ab
Ja, manchmal ist das so und zum Glück kommen diese Briefe auch manchmal an. Mit noch etwas mehr Glück wird ein gutes Leben also ein gutes Leben bleiben.
Die Spiele sind eröffnet. Wieder einmal.
Ja, manchmal ist das so und zum Glück kommen diese Briefe auch manchmal an. Mit noch etwas mehr Glück wird ein gutes Leben also ein gutes Leben bleiben.
Die Spiele sind eröffnet. Wieder einmal.
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Donnerstag, 27. Dezember 2012
Der perfekte Ort für richtig richtig depressive Wale zum sterben
Vor New York strandet ein Wal und droht zu vertrocknen und hier schüttet es wie aus Kübeln. Falsche Zeit, falscher Ort, würde ich mal sagen. Naja, ob der Wal hier glücklicher wäre… Meer gibts hier keins und auch ansonsten eher wenig Wale. Er wäre bestimmt einsam. Ist er vor New Yorks Küste gerade auch, so in gestrandetem Zustand, aber immerhin hat er da mehr.
Ein Wal hat es auch nicht leicht, wenn man so drüber nachdenkt. Dazu noch die ganzen Japaner, die einem jagen. Ist bestimmt auch nicht so schön. Man fühlt sich ungeliebt und im nicht nur übertragenen Sinne verfolgt. Da kann es schon passieren, dass man depressiv wird und manchmal sicher auch so richtig richtig depressiv. So depressiv, dass man sein Leben beenden will. Ist als Wal gar nicht so einfach. Ertränken fällt irgendwie flach und erschießen ist ohne Arme, geschweige denn Daumen auch nicht drin. Also sucht man sich als richtig richtig depressiver Wal das Äquivalent zum Gasofen: man wirft sich an den Strand und lässt sich austrocknen. Würde auch super funktionieren, kämen da nicht die ganzen Menschen und würden einen mit Wasser begießen, mit Sonnencreme einreiben und mit feuchten Decken anschleppen. Da wird man als richtig richtig depressiver Wal ja nochmal eine Spur depressiver: noch nicht mal sterben ist einem gegönnt. Wahrscheinlich wünscht man sich dann hierher in die Straße, der Regen mildert die Schmerzen, aber es rennen keine Öko-Gutmenschen um einen rum und versuchen sich an lebensverlängerten Maßnahmen. Man stirbt einfach so vor sich hin. Der perfekte Waltod für einen richtig richtig depressiven Wal. Ich sag ja: Falsche Zeit, falscher Ort.
Ein Wal hat es auch nicht leicht, wenn man so drüber nachdenkt. Dazu noch die ganzen Japaner, die einem jagen. Ist bestimmt auch nicht so schön. Man fühlt sich ungeliebt und im nicht nur übertragenen Sinne verfolgt. Da kann es schon passieren, dass man depressiv wird und manchmal sicher auch so richtig richtig depressiv. So depressiv, dass man sein Leben beenden will. Ist als Wal gar nicht so einfach. Ertränken fällt irgendwie flach und erschießen ist ohne Arme, geschweige denn Daumen auch nicht drin. Also sucht man sich als richtig richtig depressiver Wal das Äquivalent zum Gasofen: man wirft sich an den Strand und lässt sich austrocknen. Würde auch super funktionieren, kämen da nicht die ganzen Menschen und würden einen mit Wasser begießen, mit Sonnencreme einreiben und mit feuchten Decken anschleppen. Da wird man als richtig richtig depressiver Wal ja nochmal eine Spur depressiver: noch nicht mal sterben ist einem gegönnt. Wahrscheinlich wünscht man sich dann hierher in die Straße, der Regen mildert die Schmerzen, aber es rennen keine Öko-Gutmenschen um einen rum und versuchen sich an lebensverlängerten Maßnahmen. Man stirbt einfach so vor sich hin. Der perfekte Waltod für einen richtig richtig depressiven Wal. Ich sag ja: Falsche Zeit, falscher Ort.
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Mittwoch, 26. Dezember 2012
Hohoho - das Finale
So, nun wäre es also geschafft, dieses Weihnachten. Hat ja alles ganz gut geklappt. Heute noch das große Finale mit ganz viel Familie, aber auch das klappte erstaunlich gut. Nur mein Kreislauf ist im Keller, aber das liegt wahrscheinlich nicht an Weihnachten. Oder vielleicht doch. Das ausgefallene Frühstück, dann der rasante Extremanstieg des Blutzuckerspiegels beim Mittagsmahl, gefolgt von nichts, ein bisschen Sport und Eiweisshake. Da kann ein Kreislauf schon mal zicken. Es sei ihm gegönnt, er muss ja heute nichts mehr leisten. Aber morgen früh sollte er dann bitte schön wieder parat sein. Da bräuchte ich ihn. Will ja nicht auf der Autobahn einschlafen. Im Büro ist es dann wieder nicht so schlimm, ist ja eh kaum jemand da.
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Dienstag, 25. Dezember 2012
Harrr, Harrr, Harrr
Ich habe eine Schatztruhe geschenkt bekommen! Das ist so cool. Es ist Wein in der Truhe, aber viel wichtiger: ich habe jetzt eine Schatztruhe! Aus Holz. Mit Lederbändern und Scharnieren. Nicht ganz so gewaltig wie die Piratenschatztruhen aus den Filmen - es passen zwei Flaschen Wein rein, aber egal. Die Putzfrau wird sie hassen, weil sie immer im Weg stehen wird. Sie wird sie wegräumen, aber ich werde sie wieder rausholen, anschauen und streicheln und mir denken: „Cool! Ich habe eine Schatztruhe!“ Außerdem hat das was, wenn die Putzfrau die jedesmal neu versteckt: ich muss sie dann suchen und ich werde sie finden. Vielleicht besorge ich mir noch eine Augenklappe, damit das authentischer wirkt. Und im Büro übe ich die nächsten Tage das „Harrr, Harrr, Harrr“. Ist eh keiner da, stört also niemanden, wenn ich übe. Und dann erschallt immer ein lautes „Harrr, Harrr, Harrr“, wenn ich die von der Putzfrau versteckte, aber von mir wiedergefundene Schatztruhe in Händen halte. Hach.
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