Mittwoch, 15. April 2026
Karotten sind Deine Freunde

Dachte eigentlich, dass sich das mit der Grundsteuer erledigt hat; also erledigt im Sinne von: ist jetzt alles klar, ist ja auch schon bezahlt und gut ist. Nun hat man sich aber die Gemeinde für eine Erhöhung der Grundsteuer entschieden und natürlich zu ihren Gunsten, sprich: Sie wollen Geld. Nun ist die Idee, das vom Steuerberater prüfen zu lassen und eventuell Widerspruch einzulegen. Allerdings wäre gut möglich, dass die Rechnung des Steuerberaters eventuell erspartes Geld vollumfänglich ausgleichen würde. Naja, schauen wir mal. Man hat einen Monat Zeit für einen Widerspruch und die erste Rate ist Mitte Mai fällig. Da ist noch viel Zeit für einen Lottogewinn.

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Schon die ganze Woche sind da diese Kopfschmerzen. Keine Ahnung woher sie rühren. Ich rede mir ein, das hätte mit dem "Wetterwechsel" zu tun, aber so sehr ändert sich das Wetter nun auch wieder nicht. Mein (nur leise ausgesprochener) Verdacht ist. Zuviel Zucker. Das hat sich zu einem massiven Problem entwickelt, das ist dringend angehen muss. Anscheinend bin ich die Sorte Mensch, die unbedingt eine Sucht haben muss. Gut, es könnte Heroin oder Crystal Meth sein und das wäre bedeutend schlimmer als Zucker, aber auch der tut mir nicht gut. Seine Karriere begann bei mir als reine Nervennahrung. Zur Beruhigung, Hallo Serotonin, los, zeige Deine Wunderkräfte. Und weil meine Nerven dauerwund sind, braucht es auch dauernd Beruhigung. Den Rest kann man sich bei Christiane F. nachlesen; man muss nur den Suchtstoff durch Zucker ersetzen. Okay, ganz so brutal ist es denn doch nicht. Bisher gibt es im Bekanntenkreis nur wenige Zuckertote und tendenziell werde ich deshalb auch nicht auf dem Strich landen (wo auch die Chancen damit meine Sucht zu finanzieren für mich eher gering wären... allerdings ist Zucker günstig. Würde also mit großzügigen Rabatten und bei einem Special-Interest-Klientel vielleicht doch funktionieren), aber ist halt auch eine Sucht. Und die muss ich bekämpfen. Oder zumindest stark eindämmen. Ist ja auch relativ einfach: Man muss es nur weglassen. Tja. Das wiederum ist dann doch analog zu Heroin. Auch da gilt: Einfach weglassen; das hilft.

Ein dämlicher Ansatz - und eigentlich auch nur eine Suchtverlagerung ist der Einsatz von "herzhaften" Snacks. Konkret sind das Nüsse und gewürzte Reiswaffeln (Barbecue und Sour Cream/Onion), allerdings hat sich gezeigt, dass sie keinen Ersatz darstellen, sondern quasi zum Neutralisieren eingesetzt werden. Wenn der Grundgeschmack im Mund knallesüß von zuviel Schokolade oder ähnlichem ist, kommen eine Handvoll Nüsse im Teigmantel zum Einsatz und siehe da: Jetzt geht auch wieder was mit viel Zucker. Ein Teufelskreis. UND: Es bleibt nicht bei Reiswaffeln und noch relativ harmlosen Nüssen. Das sind nur die Einstiegsdrogen. Der erste Schritt ist von normalen Nüssen zu denen im Teigmantel. Damit haben sie einen schon, denn als nächstes kommen die harten Sachen ins Spiel: Chips! Der Endgegner.

Jetzt gilt es, die ersten Schritte einzuläuten. Weg vom exzessiven Zuckerkonsum, die herzhaften Nebenbuhler langsam ausschleichen lassen. Das Mindset ändern (Karotten sind Deine Freunde! Zucker ist Dein Feind!). Strategien entwickeln (Lust auf Zucker und kurz vor der Kapitulation? Ab ins Bett! Es ist erst 18 Uhr? Egal! Ab ins Bett!!!). Tapfer sein, stark sein. Und immer dran denken: Du bist nicht allein. Stevia ist an Deiner Seite und unterstützt Dich.

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Dienstag, 14. April 2026
Weiße Tennissocken reloaded

Sind weiße Tennissocken wieder ein Thema? Zumindest bei Frauen? Am Sonntag fiel mir das schon auf und heute in der Bahn waren es plötzlich so exorbitant viele, dass man gar nicht umhin kam, es zu bemerken. Nun bin ich in Modethemen ohnehin nicht sonderlich bewandert, umso bemerkenswerter ist, dass ich es offensichtlich wahrnehme. Muss mal die Schubladen durchwühlen... irgendwo finden sich bestimmt noch ein paar Exemplare und dann bin ich aber sowas von Up-to-date in Sachen Streetstyle. Yoh!

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Heute wurde ich zwei Mal in der S-Bahn kontrolliert. Hatte ich schon seit ewigen Zeiten nicht mehr und dann heute gleich zweimal. Man muss fürs Deutschlandticket anscheinend auch den Ausweis mit vorzeigen. Oder waren es andere Tickets? Keine Ahnung, jedenfalls wurde der Ausweis bei manchen verlangt. Bei mir nicht; war bei meinem Edel-ICE-Ticket wohl nicht nötig.

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Wunder geschehen! So sehe ich seit heute den Bestellstatus meines (zukünftigen) Fahrzeugs. Hossa! Was war das eine schwere Geburt, aber es ist vollbracht. Noch besser wäre natürlich, wenn schon alles produziert, geliefert und bereit wäre, aber man freut sich ja mittlerweile schon über solche Kleinigkeiten. Aber immerhin kann ich seit heute in der App schauen, wie die Lage ist.

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Sonntag, 12. April 2026
Jeffrey Dahmer des Gartens

Der Baum ist gestutzt. Dieses destruktive Sägen und Zerteilen hat durchaus etwas Zen-artiges. Allerdings ist man danach eventuell innerlich aufgeräumt, dafür liegt der Garten voller Äste und Zweige. Drei große Säcke habe ich vollgekriegt, für mindestens einen liegt noch Zeug rum. Die ganze Aktion dauerte locker vier oder fünf Stunden. Wenn man das nicht gewohnt ist, spürt man am Abend sämtliche Knochen und ist geschafft. Und man sieht, dass sich etwas getan hat, es gibt Ergebnisse, es wurden Things gedone-t. Das geht mit einem tiefen Gefühl der Befriedigung einher. Mit einem schlechteren Moralkodex wäre ich vielleicht ein Serienmörder geworden, der seine Opfer in kleine Teile zerstückelt, um dabei seine aufgewühlte Seele zu beruhigen. Insofern kommt noch eine Prise Dankbarkeit dazu, dass es bei mir nur zu Bäumen reicht.

Das war aber erst der Anfang dieser Garten-Odyssee. Es stehen noch Unkrautentfernung und Wegevommoosbefreiung an. Plus diverse andere Kleinigkeiten. Und ist wahrscheinlich ist es wie bei den Fensterreinigern der Hochhäuser in New York: Sobald man durch ist, geht das Ganze wieder von vorne los. Eine lebenslange Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Außer im Winter, aber da steht gelegentlich Schneeschieben auf dem Programm.

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Samstag, 11. April 2026
DJ auf Dezibeljagd

Immerhin bis 2 Uhr durchgehalten. Schon ab 23 Uhr wurde es laut, ab Mitternacht dann so richtig. Ab dann sind solche Abende nüchtern nur schwer zu ertragen. Wobei... ich hatte zwei Ouzo (und deshalb Hitzewallungen in der Nacht), aber das verteilt über den Abend. Das reichte nicht, um in gleichen Hemisphären zu schweben, wie der "DJ", der die Lautstärke auf "So gehts auch ohne Hörgeräte"-Level drehte und somit sämtliche Gespräche unmöglich machte. Aber egal; so ist das eben und der nächtliche Spaziergang nach Hause pustete dann auch wieder den Kopf einigermaßen frei. Alles in allem war es doch ein schöner Abend.

Der Kumpel meines Bruders war mit der neuen Flamme da. Sie sieht aus wie die magersüchtige Variante seiner Ex-Frau. Seine Schwester war auch da. Ohne neue Flamme, wobei ich nicht weiß, wie sehr die Flamme noch brennt. Ich versuche weniger in den "sozialen" Medien zu sein und bin deshalb diesbezüglich nicht up to date. Fragen wollte ich aber nicht. Ihr Sohn war auch da. Er kann seinen Vater nicht leugnen. Die gleichen Augen, die gleiche Mundpartie. Ob das belastend ist, wenn man im Kind die ganze Zeit den Typen sieht, der sich als fieser Möpp entpuppt hat? Habe ich allerdings auch nicht gefragt.

Die E-Mobilität setzt auch hier im Dorf immer mehr durch. Ein Freund fährt einen ID irgendwas, was ich nicht wusste. Ein anderer hat gerade ein E-Auto bestellt (war aber schon vor den Iran-Eskapaden der Amis geplant) und überhaupt scheint die Vorstellung, dass die Dinger ständig und überall nur brennen so langsam zu verblassen. Manchmal braucht es halt Zeit, bis Dinge sich ändern. Bei anderen Bereichen ("Die Gruber ist eine super Kabarettistin!" "Der ist auch toll, der sagt noch N..." "Die Grünen sind schuld") ist man noch nicht so weit, aber in mir keimt die zarte Blüte der Hoffnung.

Eine alte Bekannte kam frisch aus der Kur. Meine Mutter sagte mir, die habe ganz toll und arg abgenommen. Hat sie wahrscheinlich auch, aber eigentlich ist sie jetzt auf dem Level wie ich sie schon immer kenne, was bedeutet, dass es zwischenzeitlich bedeutend mehr an Gewicht gewesen sein muss. Die Zahl 50 steht im Raum, also 50 weniger. Das ist eine Hausnummer. Ich kam aber nicht dazu, mit ihr persönlich länger zu sprechen. Erst ergab es sich nicht, später war der "DJ" auf Dezibeljagd.

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Seit halb Sieben wach. Hallo innere Uhr. Das wird ein langer Tag, denn Mittagsschläfchen ist nicht drin. Gartenarbeit steht auf dem Programm. Ich könnte mich auf das Bundesnaturschutzgesetz berufen, aber das verbietet nur den Heckenschnitt. Unkraut auf Wegen entfernen und ähnliche Arbeiten sind weiterhin erlaubt. Damit komme ich also nicht weit.

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Freitag, 10. April 2026
Nachtbeissdämpfungsobjekt

Ich lege Arzttermine gerne auf ganz früh, dann habe ich sie auch früh hinter mir und vor allem gibt es keine oder wenig Wartezeit. Nachteil: Man muss früh aufstehen. So auch heute morgen. Aber immerhin bin ich nun im Besitz einer "Beissschiene" für nachts. Fühlt sich seltsam an, aber ich probiere das mal. Wenn es nicht klappt, muss ich das zähneknirschend akzeptieren. Haha.

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Im Lidl war ich auch noch; diesmal ein anderer, denn der hier bei uns hatte den Hochdruckreiniger nicht. Entweder nicht mehr oder nie gehabt; man weiß es nicht. Hab auch nicht gefragt, sondern bin halt heute morgen in eine andere Filiale. Wäre das Ding wider Erwarten (die App sagte, es wären "noch wenige" vorhanden - auf die Idee da zu schauen hätte ich auch gestern kommen können und mir einer Fahrt zum hießigen Lidl sparen können) auch dort nicht (mehr) vorrätig gewesen, hätte mich meine Fahrt direkt in den Baumarkt geführt. Dort gibt es Hochdruckreiniger zuhauf und preislich wären die auch in Ordnung gewesen. Aber: Hat alles geklappt. Hab nun einen Hochdruckreiniger, dazu viel Junk Food und ein paar Alibinüsse. Seufz.

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Ich habe die (hoffentlich unbegründete) Angst, dass der Autohändler das Auto gar nicht bestellt hat. Die Kommunikation gestaltet sich so zäh, dass ich das schon fast als Hinhaltetaktik interpretiere. Natürlich ist dem nicht so. Hoffe ich.

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Müde.

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