Montag, 27. April 2026
KI Playlist

Ich bin beim Laufen immer zu schnell .Das ist eine etwas drastische Aussage im Hinblick darauf, dass gestern gleich zwei Leute beim Marathon in London unter der 2-Stunden-Marke blieben. Ganz so schnell bin ich nicht, aber eben zu schnell. Deshalb komme ich zu schnell an meine Grenzen und eigentlich möchte ich auch mal längere Läufe machen. Ein Halbmarathon (noch nicht mal den würde ich wahrscheinlich unter zwei Stunden schaffen) ohne danach in ein Sauerstoffzelt zu müssen. Zehn Kilometer, völlig entspannt. Solche Aktionen. Dafür bin ich aber zu schnell (auf meinem Level). Mein Verdacht: Es liegt an der Musik, die ich dabei höre. Das ist nun nicht der Rocky-Soundtrack oder Hardcore-Pumper-Mucke, aber vielleicht doch etwas zu schnell im Takt und unterbewusst passt man sich da an und schwupp: Zu schnell. Aber wir leben in modernen Zeiten, es gibt KI und seit letzter Woche kann die auch direkt mit Spotify kommunizieren. Also habe sie beauftragt mir zwei Playlisten zu erstellen. Eine für einen "normalen" Lauf und eine für den gechillteren Lauf, langsamer, entspannter und zum Testen mal für eine Stunde. Das Ganze ist noch Beta und deshalb hat es für die erste Playlist wunderbar funktioniert, für die zweite nicht - die musste ich dann manuell gemäß den KI-Vorschlägen befallen. Das muss noch besser werden, aber Beta halt.

Nun habe ich also diese Playlisten. Was fehlt ist laufen. Das kann die KI nicht für mich erledigen, aber das ist auch okay. Die soll schön weiter in den dunklen Rechenzentren abhängen und Dinge erledigen. Bei Terminator hat man gesehen, was passiert, wenn die an die frische Luft kommt. Das ist nichts Gutes.

Für die Mittagspause ist ein Testlauf geplant. Bin gespannt.

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Sonntag, 26. April 2026
Walhalla ruft

Im Spätsommer dann also Dendemann. Eine bunte Mischung aus Nostalgie, FOMO und Schaumermal. Der Boomer in mir sagt: "Ganz schön teuer heutzutage, so Karten". Immerhin verkneife ich mir das "Früher war alles besser". Wird sicher ein amüsanter Abend. Ich klicke mich schon durch die verschiedenen Videoplattformen und sollte mir auch eine Playlist anlegen, damit ich bis zum Konzert textsicher bin.

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Die kleine Katze war wieder für einen nächtlichen Besuch da. Eigentlich sogar zwei. Ich sollte sie ignorieren, aber natürlich kriege ich das nicht hin. Stattdessen schlage ich die Decke hoch, packe sie drunter und da liegen wir dann, ich etwas unbequem und halb auf der Katze, während ich ihr Ohren und Bäckchen kraule. Findet sie wohl gut, denn sie brummt wie ein Rasierapparat. Ich darf allerdings nicht aufhören zu kraulen, sonst wird gemeckert. Leider bin ich diesbezüglich nicht multitaskingfähig: Schlafen und Kraulen geht nicht zeitgleich. Das ist suboptimal. Deshalb muss ich mir echt angewöhnen, sie zu ignorieren. Ist aber gar nicht so einfach standhaft zu bleiben, wenn ein kuschelig-wuscheliges Wesen Kuschelzeit einfordert.

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Wenn irgendwann dann tatsächlich mal das neue Auto da sein wird, werde ich es blind bedienen und dem Händler sämtliche Features aus dem FF erklären können. Ich habe das Internet leergelesen, sämtlichen verfügbaren Videos gesehen, alle Foreninhalte inhaliert und wenn man mich ins Werk einladen würde, könnte ich Verbesserungsvorschläge noch und nöcher liefern, die die Performance in ungeahnte Höhen triebe. Es sind aber weitere drei Monate (mind.) bis es soweit ist. Fast nicht auszuhalten.

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Die 15 Kilometer von gestern (und die Gartenarbeit) stecken mir noch in den Knochen. Überlege trotzdem, ob ich nachher nicht eine kleiner Runde laufen gehe. Nur kurz, ein bisschen, frische Luft und so. Hm...

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Wenn Timmy stirbt... geht (oder besser schwimmt) er dann nach Walhalla?

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Samstag, 25. April 2026
Laufen, Garten, Feierabend.

In der Nacht war die kleine Katze dreimal da, aber anders als sonst blieb sie jedesmal eine Weile. Eigentlich okay, nur nahm sie dabei auch ganz schön viel Platz ein für eine kleine Katze. So klein ist sie also gar nicht. Entsprechend mies habe ich geschlafen und dann musste ich auch noch früh raus, ein Termin, aber ich hätte mich auch gleich danach wieder hinlegen können, das hätte sich gelohnt. Hab ich aber nicht. Stattdessen verpasste TV-Sendungen von gestern nachgeholt (Die letzten 15 Minuten von der Küchenschlacht, Durchspulen durch die Ghetto-Sendung auf RTL II. Eigentlich interessieren mich da nur zwei, drei Leute und die auch nicht wirklich. Allerdings packt mich die von den Produzenten gewollte Empörung über die Unverschämtheit einiger Protagonisten dann doch. Mittlerweile war halb Acht und ich machte mich bereit für einen Morgenlauf. Zehn Kilometer sollten es werden, sagte die Uhr. Ist schon ein Weilchen her, dass ich zehn Kilometer gelaufen bin. Dass es machbar sein würde, wusste ich, aber dann müsste ich langsamer sein als sonst. Das klingt leichter als es ist. Mittlerweile habe ich meine Playlist im Verdacht; da sind zwar keine pushenden Songs dabei, aber die Beats sind wohl trotzdem relativ schnell und entsprechend ist meine Schrittfrequenz. Das passiert unterbewusst. Heute wollte ich aber bewusst laufen und mich darauf konzentrieren, dass ich nicht zu schnell werde. Kleiner Spoiler: Hat geklappt. Und weil es so gut lief, habe ich gleich 15 Kilometer draus gemacht. Das gibt Extrapunkte. 15 Kilometer habe ich noch viel länger nicht mehr gemacht als die 10. War auch anstrengend - trotz verminderter Geschwindigkeit. Der schlechte Schlaf spielte dabei sicher auch eine Rolle. Ein bisschen davon habe ich durch ein kleines Mittagsschläfchen nachgeholt. Danach meldete sich das schlechte Gewissen und der Blick in den Garten. Da gibts noch einiges zu tun, also habe ich einiges getan. Ich wollte auch Unkraut abflammen, habe deshalb auch bei meinem Vater ein Abflammgerät geholt, weil meins anscheinend nicht mehr funktioniert. Es stellte sich heraus, dass auch seins nicht geht. Oder ich mich blöd anstelle. Ob es an letzterem liegt, wird sich bald zeigen, denn ich war heute auch noch im Baumarkt und habe ein niegelnagelneues Abflammgerät geholt. Tatsächlich sogar zwei: Eins, das mit Kartuschen funktioniert (so wie meins und das von meinem Vater) und eins, das man an eine Propangasflasche anschließt. Das ist tendenziell ein Flammenwerfer, aber eigentlich geht es mir nur darum, dass ich endlich etwas haben möchte, das funktioniert. Diese kaputten Werkzeuge nerven nämlich sehr.

Jetzt ist aber Feierabend und eigentlich freue ich mich schon aufs Bett. Ist aber noch zu früh.

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Freitag, 24. April 2026
Aufgezogen läufts

Mein Vater räumt auf. Vielleicht ist ihm langweilig, vielleicht will er ein paar Dinge regeln, bevor gar nichts mehr geht, man weiß es nicht. Jedenfalls hat er eine Uhr hervorgekramt, die nicht mehr läuft und mich gebeten, diese zwecks Batteriewechsel zu einem Uhrmacher zu bringen. Würde ich tun, nur hat diese Uhr keine Batterie. Es ist eine Automatikuhr und es braucht nur ein Aufziehen, um sie wieder zu aktivieren. Das habe ich aber erst herausgefunden, als die Uhr schon bei mir zuhause war und ich sie mir genauer angeschaut habe. Sie lag in einer hochwertigen Box, edles Holz und mit Zertifikat. Die Zertifikathülle zerbröselt, die Uhr ist schon was älter. Das sieht man ihr allerdings nicht an; sie wurde selten getragen und ehrlich gesagt ist sie auch ein bisschen protzig. Außerdem zu groß für mein Handgelenk. Das könnte man anpassen lassen, aber es braucht ja keinen Uhrmacher mehr, denn simples Aufziehen hat gereicht. Nun müsste man die Uhr öfter mal tragen, um sie via Automatik am Laufen zu halten. Oder man besorgt sich einen Uhrenbeweger, von dem ich bis vor kurzem nicht mal wusste, dass es so etwas gibt. Eine Vorrichtung, die Uhren bewegt, damit sie nicht stehen bleiben. Großartig. Für diese Erfindung gab es hoffentlich den Nobelpreis oder wenigstens haufenweise Auszeichnungen.

Ich habe auch mal geschaut, was die Uhr wert ist... Puh. Sagen wir mal so: Nach einem Verkauf wären steigende Kerosinpreise für den Urlaub im Juni kein Problem.

Mein Vater gab mir noch eine zweite Uhr mit. Ein Damenmodell. Die kriege ich allerdings nicht so einfach zum Laufen; hier braucht es wohl tatsächlich einen Uhrmacher. Oder eine bessere Anleitung als das YouTube-Video, über das ich gestolpert bin.

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Donnerstag, 23. April 2026
Klare Linien sind mein Adrenochrom

Einiges hat geklappt: Der Mittagspausenlauf zum Beispiel. Er fand statt und er war gut. Und ich war am Feierabend im Garten aktiv. Allerdings war sehr windig; die Wege abzuflammen war als nicht drin. Stattdessen habe ich die Brombeeräste in transportfähige Stücke geschnitten und in einen Sack verfrachtet. Dann wollte ich die Hecke weiter beschneiden. Beim letzten Mal musste ich mangels Akkuladung abbrechen. Nun ist der Akku wieder geladen und eigentlich könnte es losgehen. Es ging los, aber nicht so richtig. Zum einen war es wirklich windig und die Leiter wackelte, zum anderen ist die Säge anscheinend so langsam ein bisschen stumpf. Und so richtig doof: An einer Stelle ist ein Vogelnest; allerdings keine Vögel weit und breit. Trotzdem wollte ich das Stück natürlich aussparen, habe ich auch getan, allerdings ist das alles ein bisschen instabil. Ich hoffe, die kommen damit klar, falls da noch jemand ist. Vielleicht waren das ja auch Mietnomaden, die einfach nur ihren Mist hier gelassen haben und nun im Nachbargarten hausen.

Nach einer Stunde und der Befüllung eines großen Sacks habe ich auch in Sachen Garten den Feierabend eingeläutet. Wegen der Säge muss ich mal schauen, das war eher Qual denn sinnvolles Arbeiten. Und eine neue Leiter wäre auch kein Luxus. Die jetzige ist nicht mehr die beste und ein sicherer Tritt beim Handhaben einer Säge wäre schon ganz gut, denn für einen abgetrennten Finger oder eine sehr tiefe Schnittwunde ist das Ding immer noch zu haben. Das sähe dann wahrscheinlich so massakriert aus wie die Äste in der Hecke und jeder Chirurg wird mir recht geben: Wenn schon geschnitten, dann sauber.

Der heutige Plan ist eine Kopie des gestrigen: Ein schöner Mittagspausenlauf in der Sonne und abends in den Garten. Ich bin einfach gestrickt und solche klaren Linien sind mein Adrenochrom. Da muss kein Kind für leiden. Apropos: Was macht Xavier denn zur Zeit so? Schon ein paar Tage nichts mehr gehört.

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