Donnerstag, 21. Mai 2026
Entspannung am Morgen geht auch ohne Propofol

Um halb Zehn war gestern Abend dann endlich Feierabend. Eine dringende Sache musste noch erledigt werden, da ich die ganzen Tage davor nicht dazu kam. Ich möchte aber nicht das Nadelöhr sein, an dem alles hängt. Zwar hatte ich mir das Okay geholt, meinen Part am Freitag (mein freier Tag) nachzuliefern, aber das hätte dann noch in das Gesamtkonstrukt eingearbeitet werden müssen, es wäre für andere holprig geworden und das wollte ich auch nicht. Also habe ich gestern noch zwei Stündchen drangehängt... nachdem es am Morgen schon um einiges früher losging als sonst. Kommt aufs Karma-Konto, weil... Überstunden kriege ich da nicht bezahlt und somit hat das andere Konto nichts davon.

Genug Lobhudelei für mein Pflichtbewusstsein.

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Der Nachbarsjunge scheint auch früh wach zu sein - und gönnt sich etwas Gras zum Frühstück. Ich denke mal, dass es der Junior ist, aber wer weiß: Vielleicht starten auch die Eltern basisentspannt in den Tag. Ich rieche ja nur, dass hier mit entsprechenden Materialien gearbeitet wird. So oder so: Es sei jedenfalls jedem gegönnt. Meinereiner bleibt aber vorerst mal bei Kaffee.

Hier meckert die Maschine schon wieder. Sie möchte entkalkt werden. Gefühlt habe ich das vor zwei Wochen gemacht, kann aber auch schon länger her sein und der Durchsatz ist ja tatsächlich enorm. Also wird die Tage entkalkt. Geht ja einfach und hat auch was Entspannendes. Nicht wie die Frühstücksroutine bei den Nachbarn, aber doch auch.

Ich zögere es immer etwas raus, damit der Zeitraum bis zur nächsten Entkalkung ein bisschen länger ist. So wie früher beim TÜV, wo der eigentliche TÜV-Termin zählte und nicht das Datum auf dem Stempel. Oder die Darmspiegelung, bei der ich nun im Dreijahresrhythmus bin, aber ein Jahr ist ja lang und wenn die letzte Spiegelung im Januar war (war sie), kann man mit der nächsten ja bis Dezember warten und ist immer noch im dritten Jahr. Andererseits... Propofol. Wenn ich schon nicht kiffe wie die Nachbarn...

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Gestern Abend noch zu einem kleinen Lauf aufgebrochen. Musste sein und da der Mittagspausenlauf arbeitsbedingt ausfiel, wurde es ein Feierabendlauf. Am Anfang waren die Beine schwer, das wurde im Laufe des Laufs (aua) besser, aber dann setzten Bauchkrämpfe ein. Ich befürchte, das liegt an zuckerfreien Bonbons, vor allem an denen mit Isomalt. Da gab es schon mal was, dass ich nicht vertragen habe und auch da war Isomalt drin. Isomalt ist also tatsächlich nicht mein Freund.

Bauchkrämpfe sind nie schön und wenn man unterwegs zweimal nicht. Am Ende kam ich aber ohne Zwischenfall nach Hause, der Kopf war einigermaßen frei (naja) und nach einer Dusche und einem kurzen Snack zum Abend ging die Arbeit weiter. War dann also doch kein Feierabend-, sondern eher so ein Zwischenlauf.

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Heute Abend eingeladen. Es gibt Burger, Pommes und weitere Köstlichkeiten mit einem hohen Kalorienanteil. Als ob Isomalt da noch was retten könnte...

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Mittwoch, 20. Mai 2026
Sorry für den Nachlass

Mir tun die Leute leid, die mal meinen "Nachlass" regeln müssen. Überall, in allen Ecken, in Kladden, auf vielen einzelnen Blättern Papier, sogar auf Papierfetzen, in diversen Notizbüchern und allen möglichen Notizbuchsystemen, einfach überall habe ich etwas hingekritzelt, aufgeschrieben, notiert und festgehalten. Da tummelt sich vermeintlich mit tatsächlich Wichtigem, absolut hanenbüchener mit hochphilosophischem Kram und alles kreuz und quer. Es gibt keinen roten Faden, die Passwörter, die dazwischen auftauchen, funktionieren schon seit Jahren nicht mehr. Oder vielleicht doch. Man weiß es nicht. Es ist ein undurchschaubares Wirrwarr, sogar für mich. Wie soll das erst für Außenstehende sein. Es tut mir jetzt schon leid und vielleicht versuche ich ein paar ruhigen Minuten mal doch eine gewisse Ordnung reinzubringen, befürchte aber, dass das zum Scheitern verurteilt sein wird. Vielleicht sollte man alles packen und wegwerfen. Es ist nicht so, als würde die Menschheit etwas verpassen, wäre der ganze Papierkram von jetzt auf nachher nicht mehr da. Man könnte es einweichen zu Pappmaché und ein großes Kunstwerk daraus bauen. Einen riesigen Dino zum Beispiel. Einen Tyrannosaurus Rex, groß, mächtig. Und hinter ihm ein ebenso riesiger Haufen, Pappmachédinokacke. Die wird bunt in Regenbogenfarben angemalt und Glitzer muss auch drauf. Das Ensemble soll auf den größten Plätzen der Welt aufgestellt werden, Kinder erfreuen und den Erwachsenen ein Mahnmal sein. Wofür auch immer. Das wäre toll, aber ich befürchte, dazu würde es nicht kommen. Also vielleicht doch im Papiermüll entsorgen.

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Dienstag, 19. Mai 2026
Kein Lotto-Gewinn, keine Frührente

Heute mal wieder in die große Stadt und so gar keine Lust drauf. Dazu noch ein paar Termine und darauf hab ich erst recht keine Lust. Aber des lieben Frieden willens gehe ich halt hin, ertrage alles und sehe zu, dass ich mich wieder früh verkrümeln kann. Wird immer schlimmer mit meiner Sozialphobie. Dazu kommt, dass der Zug mittlerweile immer einigermaßen voll ist. Mein Einzelplatz aus vergangenen Tagen kann ich mir abschminken. Heute hatte ich keine Lust, mich irgendwo dazuzusetzen, also stehe ich im Bistro (gab auch keinen freien Einzeltisch) im Bistro, trinke den überteuerten Kaffee und tippe hier ins iPad, damit mich auch ja niemand nervt. Würde ja online einchecken, geht aber am Stehtisch wahrscheinlich nicht. Wurde eh schon ewig nicht mehr kontrolliert. Das letzte Mal dann direkt zweimal an einem Tag und beides Mal in der S-Bahn.

Ein weiterer Grund, warum ich lieber im Home Office geblieben wäre, ist mein Magen-Darm-Trakt. Vor allem letzterer. Ich schiebe es auf die zuckerfreien Bonbons, die ich mir ständig reinschauffle. Das ist eine neue Sorte, auf alt und traditionell gemacht, keine Massenware. Dafür mit einem Süßungsmittel, dass ich nicht vertrage. Muss schleunigst davon loskommen. Dummerweise habe ich das Zeug in rauen Mengen bestellt (Solche kleinen Läden muss man unterstützen... Nur war das wohl keine kleine Butze, wo die Oma die Bonbons noch selbst in Form lutscht) und günstig war das nicht. Mein innerer Schwabe kämpft gegen den Drang, den Körper nicht noch weiter zu malträtieren.

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Apropos Arbeit: Nächste Woche ist ja wieder Feiertag (und da Montag eine extrakurze Woche für mich) und die Woche drauf schon wieder einer (Donnerstag - nochmal ultrakurze Woche) und dann habe ich frei! Diese Erkenntnis macht ja direkt gute Laune. Naja, gut... Es ist jedenfalls eine befriedigende Erkenntnis und auch wichtig, so lange der Lotto-Gewinn und die damit einhergehende Frührente noch nicht in Aussicht ist.

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Ankunft große Stadt. Lasset die Spiele beginnen.

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Die Spiele beginnen verzögert, weil der Rechner ewig braucht, um ins Netzwerk zu kommen. Der hat die gleiche Laune wie ich.

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Montag, 18. Mai 2026
So ein Tag

Weird dreams. Weiß der Geier, wie es zu diesem Content manchmal kommt. Wieso da Leute auftauchen, mit denen man so rein gar nichts je zu tun hatte, also so wirklich nichts und trotzdem spielen sie plötzlich eine tragende Rolle. Ein Mysterium.

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Nun ist es vorbei, das lange Wochenende und natürlich ging es schneller vorbei als es sollte. Immerhin waren genug ruhige Momente dabei, so dass man fast von Erholung sprechen kann. Sogar Mittagsschlaf gab es zweimal! Und trotzdem auch Zeit gefunden, den faulen Hintern zu bewegen. Und überhaupt... Bewegung. Alles in allem gibt es wenig zu meckern. Dann lass ich das auch - man muss ja nicht verzweifelt nach Gründen suchen. Kommt noch früh genug, wie man bei meinem Vater sieht.

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Heute sportfrei. Keine Lust, Tendenz zu Wadenkrämpfen und irgendwie unfit.

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Arbeiten war auch nicht der Bringer heute.

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Gibt so Tage.

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Sonntag, 17. Mai 2026
Maibowle? Gibts das noch?

Auf dem Heimweg von den Feierlichkeiten die Nachbarin getroffen und ein fröhliches "Viel Spaß beim ESC-Schauen" gewünscht. Es kam ein empörtes Dementi, sowas schaue sie nicht, auf gar keinen Fall, sie verstehe auch nicht das Bohei, das darum gemacht würde... ich habe natürlich in die gleiche Kerbe geschlagen, dass ich das auf gar keinen Fall sehen werde, vielleicht mal kurz reinzappen, aber nicht mehr.

Um halb Zwölf bin ich ins Bett, der Schnelldurchlauf war gerade durch, aber meine Favoriten standen fest. Wie so ziemlich jedes Jahr schaffe ich es aber nicht bis zur Verkündung der Siegerin/des Siegers. Die/den muss ich morgens im Videotext nachlesen. Glückwunsch an Bulgarien: Ihr wart auch auf bei mir weit vorne.

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Die Feierlichkeiten waren in einem griechischen Restaurant. Es war lecker, die Chefin ganz unprätentiös und umcharmant, aber so kennt man sie, habe ich mir sagen lassen. Man weiß also, was einen erwartet und alles ist gut. Aber: Es gab keinen Ouzo! Also schon, aber man hätte ihn extra bestellen müssen. Es gab keinen aufs Haus. Für gute Freunde... Ein Skandal. Ist das überhaupt erlaubt, einfach so keinen Ouzo auszugeben?

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Bisschen basisdeprimiert die letzten Tage. Eigentlich grundlos, aber es braucht ja nicht immer explizite Gründe. Werde gleich eine Runde dagegen anlaufen. Danach ein opulentes Frühstück und dann ein halbwegs gechillter Nachmittag. Mit noch ein bisschen arbeiten... das deprimiert mich dann wieder. Und schon haben wir einen Grund...

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Playlist für den Lauf steht: Keine schnellen Beats, in der Ruhe liegt die Kraft und gegen Ende noch Gemischtes Hack und - je nach Länge des Laufs - Baywatch Berlin.

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Maibowle ist auch kein Thema mehr, oder?

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