Freitag, 1. Mai 2026
Kuchen für die Rocker

Nun hat es mich also wohl auch endlich mal erwischt. Hallo Herpes. Es ist dezent, nur zwei kleine Bläschen (bisher), aber sogar die nerven schon. Anscheinend entkommt man einer Herpes Infektion nicht; irgendwann im Laufe eines Lebens ist es dann soweit. Und es kann sein, dass der Virus viele Jahre unbemerkt im Körper schlummert und plötzlich geht es dann los. Bei mir dann also jetzt. Weitere Erkenntnis: Da kannste nix machen. Dann mache ich eben nichts. Außer jammern. Aber es hätte ja auch schlimmer kommen können: Herpes kann auch an anderen Körperregionen auftreten. Das würde man immerhin nicht sehen, wäre trotzdem doof.

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Gestern auf dem Fest eines Motorradclubs gewesen. Die sahen schon mal gefährlicher aus. Letztes Jahr zum Beispiel. Da waren auf dem Fest allerdings auch mehr Leute, einige befreundete Clubs zum Beispiel. Rein rechnerisch war man sicher bei einer niedrigen dreistelligen Menge an Knastjahren, die anwesenden Damen hatten kurzfristig ein paar Stunden frei gekriegt oder waren die Stammperlen der Chapter-Größen und es hatte einen gewissen Nervenkitzel, durch die Masse an Leuten zu gehen und dabei aufzupassen, nicht die falschen versehentlich anzurempeln. Wahrscheinlich wäre nichts passiert, aber das war eine so gewaltige Ansammlung an Klischees, dass man trotzdem einen gewissen Respekt hatte. Die Kutten sind übrigens durch die Bank schlecht designed. Miese Grafiken, grauenhafte Schriften aus dem CorelDraw 1.0-Baukasten, Farbgebungen aus der Hölle. Da hätte man echt mal Profis ranlassen können, aber wahrscheinlich hat das der jeweilige MC-Chef selbst gemalt und da widerspricht man besser nicht.

Dieses Jahr war es ruhiger, weniger Leute und keine anderen Clubs. Nur Mitglieder aus anderen Chartern, aber auch da nicht so viele wie letztes Jahr. Vielen war es zu kalt, wie man gehört hat, wenn man an der Kasse stand, um kurz nach Mitternacht ging ein Großteil und einige nahmen noch Kuchen mit, den sie sich in Alufolie packen ließen. Den gibts dann wohl heute zum Frühstück, bevor es - in schwerer Lederkluft und dem Totenkopf auf dem Shirt - zur 1. Mai-Ausfahrt mit den anderen harten Jungs geht.

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Apropos 1. Mai-Ausfahrt: Mache ich auch, aber das einzig Schwere dabei bin ich. Keine Lederkluft, kein Motorrad, nur eine Runde mit dem Rad. Die Sonne lacht schon, also eincremen nicht vergessen und dann gehts los. Aber erst später, noch friert man sich den Allerwertesten ab. Allerdings täte die kühle Luft vielleicht den nervigen Herpes-Bläschen gut. Und auch hier wieder: Ein Glück sind die auf der Lippe, sonst wäre es schwierig mit kühlen.

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Donnerstag, 30. April 2026
Duftkerze "Low Carb"

Die erste Nacht mit Beissschiene. War unerwartet okay. Zu Anfang ungewohnt, in der Nacht aber dezent im Hintergrund und unauffällig. Weniger geknirscht werde ich dadurch wohl nicht haben, aber dafür nun den Körper voller von der Schiene abgeknirschtem Mikroplastik. Ich werde also mit schönen Zähnen an zuviel Plastik im Körper sterben.

Ich werde das natürlich weiterhin testen, um die Zähne zu schonen, wobei der korrekte Weg natürlich die Beseitigung der Beissgründe ist.

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Gestern auf dem Weg zum Supermarkt eine Bekannte getroffen, auf deren Geburtstag meine Eltern letztens waren. Sie fragte mich, wie es meinem Vater ginge, er habe so schlecht ausgesehen. Dem konnte ich nicht widersprechen und sie meinte (als ich es angesprochen habe), auch ihr wäre aufgefallen, dass er in eine Depression rutsche, wenn nicht sogar schon drin wäre. Harter Tobak, aber ist halt so. Und wieder der Punkt: Was macht man da. Ich hatte schon halbherzig bei Claude (KI) nachgefragt, aber muss gestehen, dass ich mich bisher noch darum gedrückt habe, die Antwort zu lesen. Das werde ich dann wohl mal tun...

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Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) sagte: „Wir schaffen Habecks Heizungsgesetz ab und geben im Keller wieder die notwendige Freiheit. Gleichzeitig braucht es einen fairen Ausgleich zwischen Vermietern und Mietern, denn der eine entscheidet, womit geheizt wird, und der andere im Alltag darüber, wie viel.“

Was habe ich diesen Typen in Pandemie-Zeiten verteidigt, um nun festzustellen, was für ein Widerling das ist. Ekle mich ein bisschen vor mir selbst. Und nein, so langsam reicht es mit "Wir werden uns viel zu verzeihen haben. Ich verzeihe gar nichts mehr! Wo ist die freie Wirtschaft, wenn man sie braucht? Holt Spahn ab! Nehmt ihn! Jetzt!

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Konsumopfer, das ich bin, habe ich mir Duftkerzen besorgt, die nach Haribo-Produkten riechen. Aktuell brennt hier im Büro eine Kerze namens "Fluffy Clouds". Es riecht sehr ausgiebig nach Schaumzucker, was natürlich eins olfaktorische Sabotage auf meine geplante Zuckerreduktion darstellt. Ich habe nun durchgehend, ständig, immer Lust auf Süßkram. Das war kein cleverer Kauf. Beim nächsten Mal muss ich schauen, ob es auch Kerzen mit den Duftrichtungen "Gesundes Gemüse" oder "Low Carb" gibt.

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Morgen haben alle frei, nicht nur ich. Dazu noch bestes Wetter. Da werden die Radwege glühen, die Biergärten überquellen und die ersten Sonnenbrände der Saison eingefangen. Freu mich sogar ein bisschen drauf.

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Mittwoch, 29. April 2026
Rettet die Elefanten - powered by Steinway

Gestern fuhr eins dieser Autos mit Kamera auf dem Dach durch die Straße. Es wird nun also auch der letzte Winkel der Erde (=hier) für die Kartendienste fotografisch erfasst. Leider wusste ich vorher nicht, dass die hier vorbeikommen, sonst hätte ich sie natürlich gebührend in Kostümierung oder ähnlichem empfangen. Wann hat man schon mal die Chance für so einen weltweit zu sehenden Auftritt. Ich habe den Wagen aber erst gesehen, als er wendete, also muss die Welt weiterhin auf mich verzichten. Vielleicht ganz gut; die hat genug um die Ohren. Apropos Ohren: Kind Charles scheint sich gut zu schlagen beim orangen Clown. Wenn die britische Monarchie eins kann, dann solche menschliche Katastrophen gekonnt umschiffen. Okay, Prince Andrew vielleicht nicht, aber der wurde ja nun auch bei der Monarchie freigestellt.

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Timmy ist auf dem Weg in die Freiheit. Ich bin kein Fachmann in Sachen Wal, hoffe aber, dass ihm das ganze Brimborium nicht zuviel ist. Andererseits: Die Alternative wäre halt zu sterben. Ich bin kein Fachmann in Sachen Walgesundheit - keine Ahnung, was das Beste für Timmy gewesen ist. Liegen und Sterben lassen (Let lie and die. Der zweite Teil eines großen James Bond-Klassikers) oder eben doch Rauszerren aus dem seichten Wasser. Wenn das Tier die Fahrt überlebt und sich ins offene Meer bewegt, wäre das ja schön. Wenn der Peilsender aber einfach an der Stelle verharrt, wo Timmy rausgelassen wurde, die Signale aber plötzlich vom Meeresboden kommen... Tja. Und richtig fies wäre natürlich, wenn sich das Signal wieder Richtung Insel Poel bewegt. Was dann? Holen die Retter dann Harpunen raus und zwingen Timmy im Meer zu bleiben? Zieht man ein Netz, um ihn fernzuhalten (und Timmy so: "Cool, ein Netz! Gleich mal reinschwimmen!" Er hat da ja wohl ein gewisses Faible.) Man wird sehen.

Am Ende muss man froh sein, dass die Menschheit noch nicht diesen ominösen Elefantenfriedhof entdeckt hat, wo die Tiere zum Sterben hingehen. Da wäre was geboten. Die Rettungslastwagen würden Schlange stehen, eine private Initiative würde Diesel spenden (ist ja so teuer gerade) und einmal die Woche hat man als Helfer Dienst bei der Patrouille rund um den Friedhof, um die alten und kranken Elefanten abzuwehren, die sich auf den Weg zum Sterben gemacht haben.

Vielleicht wäre dem aber auch gar nicht so, denn ich bin nicht nur nicht Fachmann in Sachen Wal; gleiches gilt für Elefanten. Auch da: Keine Ahnung.

PS: Könnte mir aber vorstellen, dass das Projekt "Rettet die Elefanten" von Steinway gesponsert wird, die im Gegenzug nur das dort herumliegende Zeug haben wollen. Aber auch das ist nur eine Vermutung. Klaviere spielen bei mir in einer Liga mit Walen und Elefanten.

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Kieferverspannungen wegen Extremkeirschen. Wird Zeit endlich die Beissschiene einzuweihen.

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Dienstag, 28. April 2026
Never forget Ozzy

Das Abflammgerät, das mit Kartuschen betrieben wird, funktioniert. Gott sei Dank. Einen weiteren Rückschlag in dieser Sache hätte ich nicht verkraftet. Es funktioniert aber. Die Flamme ist sichtbar und es zischt und brodelt. Großartig. Es musste auch schon einiges an Unkraut dran glauben; gut eineinhalb Stunden war ich aktiv und habe dabei knapp 1,5 Kartuschen verbraucht. Das ist eigentlich keine Lösung auf Dauer; eigentlich müsste ich auf die großen Gasflaschen umsteigen, allerdings ist die Abflammsaison auch begrenzt. Was da effizienter ist, müsste man (man=KI) mal berechnen. Alles in allem hat es also ganz gut geklappt und ich bin ein bisschen stolz, dass es geklappt hat. Im Gegensatz zu meinem "langsam laufen" am Mittag. Aber das ist wohl einfach nur Übungssache.

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Mein Vater ist nicht mehr der Jüngste. Er ist der Jahrgang wie Bruce Springsteen und ein halbes Jahr jünger als Ozzy Osbourne. Gesundheitlich tendiert er mehr zu letzterem. Kürzlich war er (wieder) beim Kardiologen, weil alles schlecht ist. Herz, Bewegungsapparat, dies, das. Alles. Die Hoffnung war, dass der Kardiologe die Abnehmspritze empfiehlt, weil viele der Beschwerden auf das starke Übergewicht zurückzuführen sind. Der Kardiologe meinte, das würde er nicht empfehlen, denn das kostet ja Geld; mein Vater solle es doch mal so probieren. Anders ernähren, etwas Bewegung. Als ob er das die letzten vierzig Jahre nicht probiert hätte. Da mein Vater keine Lust auf Veränderung hat (da entfielen die vielen Gründe für exzessives Jammern und die Basis für seine Grunddepression), nahm er diesen Hinweis dankend an, ja klar würde er alles ändern, ab sofort würde alles gut. Das ist nun auch schon wieder über einen Monat her und getan hat sich nichts.

Eine andere Person, 24 Jahre alt, stark adipös, wenig Bewegung, extrem miese Ernährung war bei der Ärztin zwecks Blutcheck. Die Werte sind - was zu erwarten war - katastrophal. Es fehlt noch der Blutzuckerwert, hier ist die Hoffnung, dass da noch etwas zu retten ist, aber man wird sehen. Von der Ärztin gab es die gleichen Tipps und Vorgaben wie bei meinem Vater, allerdings etwas konkreter. Purinarme Kost, Vitamin D, Bewegung, Wasser statt Softdrinks, usw. UND es kam die Frage auf, ob man nicht die Abnehmspritze in Betracht ziehen würde. In diesem Fall machte die Person es selbst und anders versuchen, was mit 24 Jahren zwar auch anstrengend ist, aber machbar. Trotzdem: Hier wäre es gar kein Thema gewesen, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, bei meinem Vater wurde ein Drama draus gemacht - wohl wissend, was mit Ozzy passiert ist (okay, das hatte andere Gründe und Ozzys Tochter ist eigentlich ein - halbwegs - lebendes Mahnmal, dass man die Finger von der Spritze lassen sollte).

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Apropos: Heute Mittag wieder ein Mittagsläufchen und abends wird geflammt. Never change a running System.

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Montag, 27. April 2026
KI Playlist

Ich bin beim Laufen immer zu schnell .Das ist eine etwas drastische Aussage im Hinblick darauf, dass gestern gleich zwei Leute beim Marathon in London unter der 2-Stunden-Marke blieben. Ganz so schnell bin ich nicht, aber eben zu schnell. Deshalb komme ich zu schnell an meine Grenzen und eigentlich möchte ich auch mal längere Läufe machen. Ein Halbmarathon (noch nicht mal den würde ich wahrscheinlich unter zwei Stunden schaffen) ohne danach in ein Sauerstoffzelt zu müssen. Zehn Kilometer, völlig entspannt. Solche Aktionen. Dafür bin ich aber zu schnell (auf meinem Level). Mein Verdacht: Es liegt an der Musik, die ich dabei höre. Das ist nun nicht der Rocky-Soundtrack oder Hardcore-Pumper-Mucke, aber vielleicht doch etwas zu schnell im Takt und unterbewusst passt man sich da an und schwupp: Zu schnell. Aber wir leben in modernen Zeiten, es gibt KI und seit letzter Woche kann die auch direkt mit Spotify kommunizieren. Also habe sie beauftragt mir zwei Playlisten zu erstellen. Eine für einen "normalen" Lauf und eine für den gechillteren Lauf, langsamer, entspannter und zum Testen mal für eine Stunde. Das Ganze ist noch Beta und deshalb hat es für die erste Playlist wunderbar funktioniert, für die zweite nicht - die musste ich dann manuell gemäß den KI-Vorschlägen befallen. Das muss noch besser werden, aber Beta halt.

Nun habe ich also diese Playlisten. Was fehlt ist laufen. Das kann die KI nicht für mich erledigen, aber das ist auch okay. Die soll schön weiter in den dunklen Rechenzentren abhängen und Dinge erledigen. Bei Terminator hat man gesehen, was passiert, wenn die an die frische Luft kommt. Das ist nichts Gutes.

Für die Mittagspause ist ein Testlauf geplant. Bin gespannt.

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Sonntag, 26. April 2026
Walhalla ruft

Im Spätsommer dann also Dendemann. Eine bunte Mischung aus Nostalgie, FOMO und Schaumermal. Der Boomer in mir sagt: "Ganz schön teuer heutzutage, so Karten". Immerhin verkneife ich mir das "Früher war alles besser". Wird sicher ein amüsanter Abend. Ich klicke mich schon durch die verschiedenen Videoplattformen und sollte mir auch eine Playlist anlegen, damit ich bis zum Konzert textsicher bin.

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Die kleine Katze war wieder für einen nächtlichen Besuch da. Eigentlich sogar zwei. Ich sollte sie ignorieren, aber natürlich kriege ich das nicht hin. Stattdessen schlage ich die Decke hoch, packe sie drunter und da liegen wir dann, ich etwas unbequem und halb auf der Katze, während ich ihr Ohren und Bäckchen kraule. Findet sie wohl gut, denn sie brummt wie ein Rasierapparat. Ich darf allerdings nicht aufhören zu kraulen, sonst wird gemeckert. Leider bin ich diesbezüglich nicht multitaskingfähig: Schlafen und Kraulen geht nicht zeitgleich. Das ist suboptimal. Deshalb muss ich mir echt angewöhnen, sie zu ignorieren. Ist aber gar nicht so einfach standhaft zu bleiben, wenn ein kuschelig-wuscheliges Wesen Kuschelzeit einfordert.

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Wenn irgendwann dann tatsächlich mal das neue Auto da sein wird, werde ich es blind bedienen und dem Händler sämtliche Features aus dem FF erklären können. Ich habe das Internet leergelesen, sämtlichen verfügbaren Videos gesehen, alle Foreninhalte inhaliert und wenn man mich ins Werk einladen würde, könnte ich Verbesserungsvorschläge noch und nöcher liefern, die die Performance in ungeahnte Höhen triebe. Es sind aber weitere drei Monate (mind.) bis es soweit ist. Fast nicht auszuhalten.

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Die 15 Kilometer von gestern (und die Gartenarbeit) stecken mir noch in den Knochen. Überlege trotzdem, ob ich nachher nicht eine kleiner Runde laufen gehe. Nur kurz, ein bisschen, frische Luft und so. Hm...

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Wenn Timmy stirbt... geht (oder besser schwimmt) er dann nach Walhalla?

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Samstag, 25. April 2026
Laufen, Garten, Feierabend.

In der Nacht war die kleine Katze dreimal da, aber anders als sonst blieb sie jedesmal eine Weile. Eigentlich okay, nur nahm sie dabei auch ganz schön viel Platz ein für eine kleine Katze. So klein ist sie also gar nicht. Entsprechend mies habe ich geschlafen und dann musste ich auch noch früh raus, ein Termin, aber ich hätte mich auch gleich danach wieder hinlegen können, das hätte sich gelohnt. Hab ich aber nicht. Stattdessen verpasste TV-Sendungen von gestern nachgeholt (Die letzten 15 Minuten von der Küchenschlacht, Durchspulen durch die Ghetto-Sendung auf RTL II. Eigentlich interessieren mich da nur zwei, drei Leute und die auch nicht wirklich. Allerdings packt mich die von den Produzenten gewollte Empörung über die Unverschämtheit einiger Protagonisten dann doch. Mittlerweile war halb Acht und ich machte mich bereit für einen Morgenlauf. Zehn Kilometer sollten es werden, sagte die Uhr. Ist schon ein Weilchen her, dass ich zehn Kilometer gelaufen bin. Dass es machbar sein würde, wusste ich, aber dann müsste ich langsamer sein als sonst. Das klingt leichter als es ist. Mittlerweile habe ich meine Playlist im Verdacht; da sind zwar keine pushenden Songs dabei, aber die Beats sind wohl trotzdem relativ schnell und entsprechend ist meine Schrittfrequenz. Das passiert unterbewusst. Heute wollte ich aber bewusst laufen und mich darauf konzentrieren, dass ich nicht zu schnell werde. Kleiner Spoiler: Hat geklappt. Und weil es so gut lief, habe ich gleich 15 Kilometer draus gemacht. Das gibt Extrapunkte. 15 Kilometer habe ich noch viel länger nicht mehr gemacht als die 10. War auch anstrengend - trotz verminderter Geschwindigkeit. Der schlechte Schlaf spielte dabei sicher auch eine Rolle. Ein bisschen davon habe ich durch ein kleines Mittagsschläfchen nachgeholt. Danach meldete sich das schlechte Gewissen und der Blick in den Garten. Da gibts noch einiges zu tun, also habe ich einiges getan. Ich wollte auch Unkraut abflammen, habe deshalb auch bei meinem Vater ein Abflammgerät geholt, weil meins anscheinend nicht mehr funktioniert. Es stellte sich heraus, dass auch seins nicht geht. Oder ich mich blöd anstelle. Ob es an letzterem liegt, wird sich bald zeigen, denn ich war heute auch noch im Baumarkt und habe ein niegelnagelneues Abflammgerät geholt. Tatsächlich sogar zwei: Eins, das mit Kartuschen funktioniert (so wie meins und das von meinem Vater) und eins, das man an eine Propangasflasche anschließt. Das ist tendenziell ein Flammenwerfer, aber eigentlich geht es mir nur darum, dass ich endlich etwas haben möchte, das funktioniert. Diese kaputten Werkzeuge nerven nämlich sehr.

Jetzt ist aber Feierabend und eigentlich freue ich mich schon aufs Bett. Ist aber noch zu früh.

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Freitag, 24. April 2026
Aufgezogen läufts

Mein Vater räumt auf. Vielleicht ist ihm langweilig, vielleicht will er ein paar Dinge regeln, bevor gar nichts mehr geht, man weiß es nicht. Jedenfalls hat er eine Uhr hervorgekramt, die nicht mehr läuft und mich gebeten, diese zwecks Batteriewechsel zu einem Uhrmacher zu bringen. Würde ich tun, nur hat diese Uhr keine Batterie. Es ist eine Automatikuhr und es braucht nur ein Aufziehen, um sie wieder zu aktivieren. Das habe ich aber erst herausgefunden, als die Uhr schon bei mir zuhause war und ich sie mir genauer angeschaut habe. Sie lag in einer hochwertigen Box, edles Holz und mit Zertifikat. Die Zertifikathülle zerbröselt, die Uhr ist schon was älter. Das sieht man ihr allerdings nicht an; sie wurde selten getragen und ehrlich gesagt ist sie auch ein bisschen protzig. Außerdem zu groß für mein Handgelenk. Das könnte man anpassen lassen, aber es braucht ja keinen Uhrmacher mehr, denn simples Aufziehen hat gereicht. Nun müsste man die Uhr öfter mal tragen, um sie via Automatik am Laufen zu halten. Oder man besorgt sich einen Uhrenbeweger, von dem ich bis vor kurzem nicht mal wusste, dass es so etwas gibt. Eine Vorrichtung, die Uhren bewegt, damit sie nicht stehen bleiben. Großartig. Für diese Erfindung gab es hoffentlich den Nobelpreis oder wenigstens haufenweise Auszeichnungen.

Ich habe auch mal geschaut, was die Uhr wert ist... Puh. Sagen wir mal so: Nach einem Verkauf wären steigende Kerosinpreise für den Urlaub im Juni kein Problem.

Mein Vater gab mir noch eine zweite Uhr mit. Ein Damenmodell. Die kriege ich allerdings nicht so einfach zum Laufen; hier braucht es wohl tatsächlich einen Uhrmacher. Oder eine bessere Anleitung als das YouTube-Video, über das ich gestolpert bin.

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Donnerstag, 23. April 2026
Klare Linien sind mein Adrenochrom

Einiges hat geklappt: Der Mittagspausenlauf zum Beispiel. Er fand statt und er war gut. Und ich war am Feierabend im Garten aktiv. Allerdings war sehr windig; die Wege abzuflammen war als nicht drin. Stattdessen habe ich die Brombeeräste in transportfähige Stücke geschnitten und in einen Sack verfrachtet. Dann wollte ich die Hecke weiter beschneiden. Beim letzten Mal musste ich mangels Akkuladung abbrechen. Nun ist der Akku wieder geladen und eigentlich könnte es losgehen. Es ging los, aber nicht so richtig. Zum einen war es wirklich windig und die Leiter wackelte, zum anderen ist die Säge anscheinend so langsam ein bisschen stumpf. Und so richtig doof: An einer Stelle ist ein Vogelnest; allerdings keine Vögel weit und breit. Trotzdem wollte ich das Stück natürlich aussparen, habe ich auch getan, allerdings ist das alles ein bisschen instabil. Ich hoffe, die kommen damit klar, falls da noch jemand ist. Vielleicht waren das ja auch Mietnomaden, die einfach nur ihren Mist hier gelassen haben und nun im Nachbargarten hausen.

Nach einer Stunde und der Befüllung eines großen Sacks habe ich auch in Sachen Garten den Feierabend eingeläutet. Wegen der Säge muss ich mal schauen, das war eher Qual denn sinnvolles Arbeiten. Und eine neue Leiter wäre auch kein Luxus. Die jetzige ist nicht mehr die beste und ein sicherer Tritt beim Handhaben einer Säge wäre schon ganz gut, denn für einen abgetrennten Finger oder eine sehr tiefe Schnittwunde ist das Ding immer noch zu haben. Das sähe dann wahrscheinlich so massakriert aus wie die Äste in der Hecke und jeder Chirurg wird mir recht geben: Wenn schon geschnitten, dann sauber.

Der heutige Plan ist eine Kopie des gestrigen: Ein schöner Mittagspausenlauf in der Sonne und abends in den Garten. Ich bin einfach gestrickt und solche klaren Linien sind mein Adrenochrom. Da muss kein Kind für leiden. Apropos: Was macht Xavier denn zur Zeit so? Schon ein paar Tage nichts mehr gehört.

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Mittwoch, 22. April 2026
Die Leiter, die Säge und ich

Früh im Bett gewesen, noch ein paar Seiten gelesen, aber dann Licht aus und geschlafen. Ging einigermaßen gut. In der Nacht kam die kleine Katze, so wie jede Nacht. Sie kuschelt kurz in den Arm und dann war es das auch. Heute entschied sie sich zu bleiben und legte sich ans Fußende. Auch okay. Allerdings meldete sich meine Blase zu Wort und forderte ihr Recht auf Entleerung ein. Eigentlich wäre dann wieder Schlafen angesagt gewesen. Ging aber nicht. Somit bin ich nun also seit halb Fünf wach. Mein Schlafscore wird unterirdisch sein, aber egal. Noch kurz auf die Waage (Seufz), dann in die Küche und Kaffee gemacht, MoMa lief noch nicht, der Sessel war trotzdem bequem. Es zieht ein bisschen im Wohnzimmer. So langsam zerbröselt das Haus an allen möglichen Stellen. Das ist aus zeitlicher Sicht okay, aber wenn es nach mir und meinem Nervenkostüm ginge, müsste das nicht sein. Das interessiert aber den Zerfall nicht, der geht seinen Weg und zeigt die Zähne der Zeit.

Der Arbeitsplan für heute ist grob gemacht, aber eigentlich ist eh schon klar, dass daraus nichts wird, weil irgendwas immer ist und ein paar der Irgendwasse schon in Lauerstellung sind. Insofern ist der heutige Plan nur ein hellroter, quasi ein rosa Faden, aber immerhin ist er da. Er wird keinen Halt geben, aber aufzeigen, was hätte sein können. Ich werte das als Trost.

Für die Mittagspause ist ein Lauf geplant. In der Sonne, ganz gechillt. Das wird schön, da freue ich mich drauf. Und nach Feierabend ruft der Garten. Das wird nicht so schön, da freue ich mich auch nicht drauf, aber muss halt auch gemacht werden.

Überhaupt drücke ich mich viel zu oft und viel zu sehr vor den Dingen, den gemacht werden müssen. Prokrastination ist mein zweiter Vorname, eigentlich sollte ich mir den in den Pass eintragen lassen, aber das schiebe ich vor mir her.

Im Garten liegen ganz viele Dornenäste von den Brombeeren. Die müssen in kleine Stücke geschnitten und in Säcke gepackt werden. Außerdem muss die Hecke final geschnitten werden. Die Säge kam da an ihre physikalischen Grenzen und ich auf der wackeligen Leiter auch, aber hilft ja nix: Da müssen wir durch, die Leiter, die Säge und ich. Klingt wie ein Roman aus den 80ern: Die Leiter, die Säge und ich.

Außerdem auch dem (persönlichen, nicht dem Arbeits-) Plan: Bei dem Stromversorger anrufen, damit die das endlich mit dem Zähler geregelt bekommen. Der Installateur sagt: Alles erledigt, seine App zeigt: Alles erledigt. Meine App sagt: Es fehlen noch Unterlagen vom Installateur, der Strombetreiber sagt: Es fehlen noch Unterlagen vom Installateur, aber man solle doch mal direkt bei der Technik nachfragen, einen Moment, man verbinde (das war am Montag)... dann flog ich aus der Leitung mit der Bandansage, dass man außerhalb der Arbeitszeiten anriefe; diese seien Montag bis Donnerstag von 8 bis 13 Uhr. Auf Nachfrage bei der Hotline (die, die sagten, dass noch Unterlagen vom Installateur fehlen würden, aber man verbinde mich mit der Technik) sagte man mir, dass die Technik eigentlich noch da sein sollte; die arbeite bis 14 Uhr. Tut sie aber nicht oder zumindest tut sie es nicht via Telefon. Jedenfalls steht heute ein neuer Versuch an. Gleich nachher um 8 Uhr. Bin gespannt. Man könnte meinen, dass Gas-Kathi Reiche dort persönlich die Anrufe wegdrückt.

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