Sonntag, 18. Januar 2026
Menschliches Kundenabwehrprogramm im Autohaus

Das ist alles gerade sehr monothematisch, ich weiß. So ein Autokauf ist aber auch ein großes Thema. Der Plan ist, dass das Ding sehr sehr lange bei mir verweilt und da braucht es gute Vorbereitung, damit dieses lange Miteinander auch harmonisch verläuft. Augen auf bei der PartnerAutowahl.

Gestern war ich in einem weiteren Autohaus. Ohne Termin, einfach nur so um die verschiedenen Modelle mal live und in Farbe zu sehen. Das Autohaus gehört zu einem großen Verbund. Alleine auf diesem Areal waren fünf Autohäuser mit sechs verschiedenen Marken vertreten; darunter auch mein Favorit. Öffnungszeit zwischen 9 und 13 Uhr, ich war 9.20 Uhr vor Ort. Autohäuser bestehen aus sehr viel Glas, man kann gut reinsehen. Drinnen war in einer Ecke ein junger Mann am Schreibtisch mit zwei Personen zugange. Ein Verkäufer und zwei Interessenten, nehme ich an. An einem großen Empfangstresen in der Mitte saß eine junge Frau und telefonierte. Wunderbar, nicht viel los, da kann man gut schauen und schlaue Fragen stellen. Allerdings war die Tür abgeschlossen. Alles rütteln half nichts und die drinnen haben auch nichts bemerkt. Ich ging um die Ecke zur anderen Seite des Gebäudes. Da war auch eine Tür, auch diese verschlossen. Ich suchte im Internet die Telefonnummer des Händlers und rief an. Die junge Frau am Tresen legte ihr privates Handy weg und ging ran. Ich wies auf den Umstand hin, dass die Tür verschlossen sei. Die Antwort war pampiges Gemecker, ob ich denn einen Termin habe. Hatte ich nicht, aber rein wäre ich trotzdem gern. Wo ich denn sei. Sie hatte nicht verstanden, dass ich VOR der Tür stehe. Mittlerweile hatte sie mich bemerkt, ich winkte und sie meckerte, dass dies die falsche Tür sei, ich solle zur Seite. Das war die erste Tür, die ich probiert hatte. Also ging ich wieder hin, sie auch und siehe da: von innen kann man aufmachen, von außen nicht. Das war nicht gewollt, aber eben Tatsache. Trotzdem keine Entschuldigung der jungen Dame, die schnurstracks wieder an den Empfangstresen ging.

Ich schaute mich kurz um, fand aber das gewünschte Modell nicht, also fragte ich bei ihr, ob sie ein solches da hätten. Nein, hätten sie nicht. Ich sagte, dass ich der Meinung sei, auf der Website ein solches Modell gesehen zu haben. Ihr Antwort war, dass man da schauen muss, in welchem der ach so vielen Autohäuser des Verbunds das Auto stünde, es könnte zB. auch in Offenbach sein und das stünde ganz am Ende der Anzeige. Auf die Idee selbst mal online zu gehen und zu schauen kam sie nicht. Reichte mir dann auch und ich ging. Auf deren Parkplatz fiel mir ein Auto auf und siehe da: genau das Modell, das ich suchte. Ich ging via Handy online und schaute die Anzeigen des Autohauses durch und siehe da: es stand auf deren Seite. Mit der Adresse des Autohauses, an dem ich gerade stand. Ich ging nochmal zurück und wollte rein. Die Tür war wieder zu (sic!), da konnte man rütteln wie man wollte. Ich rüttelte sehr stark und sehr laut. Und klopfte noch dazu. Der Verkäufer und die potentiellen Kunden schauten irritiert, aber war mir egal. Die junge Dame kam genervt an die Tür. Ich zeigte ihr auf meinem Handy, dass mein gesuchtes Modell auf der Website eben jenes, ihres ihr Gehalt zahlenden Autohauses steht und scrollte die Anzeige bis zur Adresse. Sie fummelte mit langen Fingernägeln auf dem Display rum, an der Adresse vorbei und ganz nach unten, dann wieder nach oben. Ich nahm das Handy und scrollte für sie nochmal zur Adresse. Sie zischte mich an, ob sie auch mal schauen dürfte, sogar die Augen funkelten zickig. Sie durfte nicht mehr an mein Handy, ich sagte ihr (sehr laut, damit der Verkäufer und die potentiellen Kunden das auch hören), dass also sehr wohl das Auto, dass ich suche, bei ihnen vorrätig sei. Sie stapfte in Richtung des Verkäufers, wollte wohl nachfragen, aber ich hatte keine Lust mehr und rief ihr (wieder lautstark) nach, sie brauche sich keine Mühe machen. Und wenn sie das Auto suche: es stehe auf dem Parkplatz. Dann war ich weg.

Es gibt aber ein versöhnliches Ende: ich fand, gar nicht so weit entfernt, einen anderen Händler und der hatte das Modell. Und auch ein anderes, etwas kleineres. Ich konnte beide anschauen und saß in beiden drin. Jetzt habe ich das Problem, dass es wieder eine neue Unsicherheit gibt... welches von beiden macht am meisten Sinn für mich.

Autokauf ist harte Arbeit.

referral   ... link (0 Kommentare)   ... comment


Samstag, 17. Januar 2026
Arm, aber mobil

Er war wie aus einer Screwball Comedy entsprungen. Pullunder überm Hemd, Brille mit Drahtgestell und etwas fahrig. Schaute immer woanders hin, wenn er mit einem redet. Einmal stand er so da, die Hände in der Hüfte und schaute in der Ferne, wie Superman, nachdem er die Welt gerettet hat. Allerdings hatte Superman keine Spucke in den Mundwinkeln und Superman hätte auch anders über den Gebrauchtwagen geredet, hätte erwähnt, dass er ein Jahr älter ist als zugelassen, dass ihm Dinge fehlen, die man heutzutage gerne hätte und überhaupt war da wenig supermanartig außer der Haltung. Trotzdem mache ich nächste Woche eine Probefahrt, wohl wissend, dass ich das Auto nicht nehmen werde. Wie ich wohl auch nicht bei diesem Händler Kunden sein möchte. Die Stimmung bei den Mitarbeitern war etwas seltsam. Bad Vibrations.

Das war der letzte Termin (bezgl. Fahrzeug) am gestrigen Tag. Der erste war am angenehmsten. Ein junger Mann, der auch an einem vorbeischaute - allerdings nur mit einem Auge und das nicht absichtlich. Es war dem Auge geschuldet. Nach einer kurzen, ersten Verwirrung sind wir eine Konfiguration durchgegangen, bei der mir beim Blick auf den Preis immer übler wurde. Am Ende kam aber sofort, unaufgefordert und ohne Bettelei ein Hausrabatt und nochmal irgendwas, das den Preis schon mal sehr nach unten korrigierte. Das machte ein wohliges Gefühl, man fühlte sich gut aufgehoben. Wunderbar. War allerdings immer noch teuer. Beim zweiten Modell (andere Marke) konnte noch nichts konkretes gesagt werden, da das über einen Kollegen in einem anderen Haus läuft: das ist ein Verbund verschiedener Autohäuser mit unterschiedlichen Marken. Tatsächlich wäre das aber mein Wunschauto (vielleicht eine andere Farbe: ich war bei der Konfiguration sehr mutig) und auch das (neue) Modell beim oben genannten Superman-Mundwinkelspeichelverkäufer.

Der zweite Termin war um die Ecke vom letzten Termin. Man hatte dort zwei Gebrauchte, die ich mir einfach mal anschauen wollte. Das sei kein Problem schrieb mir ein Verkäufer, er fahre das eine Auto aktuell und da er da sei, wäre es das Auto auch. Dem war auch so, aber das Auto konnte so gar nicht überzeugen. Optisch. Wer kommt auf die Idee weißes Ledersitze in ein Fahrzeug zu bauen. Also außer drittklassige Rapper mit einem guten Vorschuss vom Label oder Zuhälter mit schlechtem Geschmack? Das Auto hatte jedenfalls weiße Ledersitze, wie überhaupt viel Weiß im Innenraum verbaut wurde. Trotzdem hatte alles die Anmutung eines LKW Führerhauses. Das ist kein Wohlfühlauto. Schade. Ich habe zwar auch hier einen Termin für eine Probefahrt nächste Woche, aber werde wohl absagen. Wäre vergeudete Zeit.

Es bleiben also zwei Modelle, eins ist klarer Favorit, aber ist ja auch eine Entscheidung. Deshalb will ich heute zu einem weiteren Händler, der vom Favoritenmodellen noch ein paar Varianten stehen hat. Es geht um Sitze, Größe innen und außen und Form. Und nächste Woche dann die Entscheidung. Danach bin ich arm, aber mobil.

referral   ... link (0 Kommentare)   ... comment


Freitag, 16. Januar 2026
Müde, aber bereit

Beschissen geschlafen und viel zu früh und gerädert aufgewacht. Perfekte Voraussetzungen für einen Tag voller Termine, bei denen man einigermaßen wach sein sollte. Nun denn; muss ich durch. Vielleicht hilft eine kalte Dusche und Ibuprofen.

Es geht los mit Einkaufen. Das ist noch einfach. Dann kommt aber schon jemand und will mich davon überzeugen, dass Photovoltaik eine großartige Idee ist. Ist es bestimmt auch, es ist aber auch eine teure Angelegenheit. Am Telefon sprach er davon, dass es sich in zehn Jahren amortisieren würde. Schauen wir mal, wie das sein kann. Vielleicht gibt es ja aktuelle Förderprogramme, die ich mitnehmen könnte.

Das gibt es wohl bald bei E-Autos. Allerdings bei Neukauf und wann das startet ist auch noch nicht klar. Trotzdem eine gute Nachricht, die mir das MoMa da gerade präsentiert. Mit dieser Info geht es dann später zu diversen Händlern, wo sich auch noch zeigen muss, was die mir für mein kaputtes Auto geben würden. Das erste Angebot ist ein Witz. Ich habe so gar keine Lust auf dieses Geschachere. Ich bin nicht der orange Idiot, der Deals liebt. Ich will einfach nur Fairness und nicht verarscht werden. In dieser Hinsicht wird das wahrscheinlich ein anstrengender Tag, denn Autohändler haben dieses Überdentischziehenwollen im Blut. Ist vielleicht ein Klischee und ich lasse mich heute gerne vom Gegenteil überzeugen.

Und irgendwann würde ich heute auch gerne eine Runde laufen. Die Frustfresserei macht sich nicht gut auf der Waage - da muss ich gegenarbeiten.

Bin schon müde (bzw. noch müder) beim nur über den Tag nachdenken. Aber natürlich bin ich auch positiv und optimistisch und tschakka und so. Let's go.

referral   ... link (0 Kommentare)   ... comment


Donnerstag, 15. Januar 2026
Atmen nicht vergessen

Es läuft unrund und ich kann nicht mal festmachen, woran es liegt. Eine undefinierbare Unruhe tagsüber und der ständige Drang nach Nahrung (gerne süß. Trostnahrung sozusagen), eine Wachphase mitten in der Nacht, verkrampftes Gebiss. Am Morgen Kopfschmerz und gleich wieder diese Unruhe.
Ich kenne das alles, natürlich, erinnere mich, wie es war. Wie man rauskommt, weiß ich allerdings nicht mehr. Die Erinnerung fehlt. Tatsächlich war es auch gar nicht so einfach und eine längerfristige Sache. Das weiß ich noch. So muss es aber nicht mehr ablaufen, jetzt, wo man die Muster erkennt. Man kann gegenarbeiten, früher Maßnahmen ergreifen, etwas tun. Nur was... Da fehlt die Erinnerung.

---

Zu Weihnachten habe ich Buch geschenkt bekommen. "Die Welt aus den Fugen" von Peter Scholl-Latour. Wie ich zu der Ehre kam, weiß ich nicht, habe aber eine Ahnung. Die schenkende ist eine alte Dame und sie verschenkt (so sagte man mir - ich bekam bisher selten etwas von ihr) nur Dinge, die sie sich auch selbst schenken würde. Oder selbst irgendwann geschenkt bekam, diese Geschenke aber nie genutzt habe. Wie es sich mit dem Buch verhält... keine Ahnung. Ich habe jedenfalls begonnen, es zu lesen.

Bisher bin ich bei der Hälfte und es ist spannend, Scholl-Latours Einschätzungen in der Retrospektive zu lesen. Tatsächlich stolperte ich schon ein paar Mal über Dinge, die er korrekt vorhersagte. Bei anderem lag er daneben. Es wäre spannend, würde er die aktuelle Weltlage mit den aktuell agierenden Personen noch erleben. Andererseits ist man fast neidisch, dass er das nicht muss.

---

One to go. Morgen aber trotz freiem Tag viel geplant. Solardingens, Autoschauen, dies, das. Atmen nicht vergessen.

referral   ... link (0 Kommentare)   ... comment


Mittwoch, 14. Januar 2026
No Ford

Bisschen nervig, dieses ganze Hin und Her an der Autofront. Tut mir leid, aber das ist eben auch ein großes Thema. Es kommt immerhin Bewegung in die Sache: es gibt zwei Korrespondenzen und es geht in den Endspurt.

Eigentlich war auch Ford ein Kandidat für eine Neuanschaffung; allerdings weit hinten auf der Liste, weil: amerikanische Firma. Seit eben sind sie komplett raus, nachdem Ford einen Mitarbeiter freigestellt hat, der dem orangen Trottel zugerufen hat, was man ihm den lieben langen Tag zurufen sollte. Diese Bücklinge sollen ihre Autos gerne verkaufen, aber an Amerika first. Und mich last oder gar not.

Unabhängig von dieser Aktion, ist es nicht mein liebstes Hobby, mich mit Autoverkäufern auseinanderzusetzen. Man hat immer das Gefühl, über den Tisch gezogen zu werden und da ich keine Ahnung habe und ein schlechter Verhandler bin, wird dem wohl auch so sein. Und wer möchte schon gerne über den Tisch gezogen werden. Es ist ein Drama.

---

Ach so: kleiner Nachtrag. Meine selbstprogrammierte Standheizungsapp ist dann ja auch obsolet und weitergeben kann ich die auch nicht. Noch ein Drama. Aber anscheinend funktioniert die App des Herstellers auf iPhones. Apple ist wohl nicht so restriktiv in Sachen SMS-Versand wie Google. Das wäre gut; so kämen noch ein paar Euro drauf für Inzahlungnahme. Übrigens auch ein interessantes Wort: Inzahlungnahme.

---

Tag 3 bei der Arbeit und sagen wir mal so: die meiste Zeit geht für Prokrastinieren drauf.

referral   ... link (0 Kommentare)   ... comment


Dienstag, 13. Januar 2026
Das Leben eine Ansammlung von Störungen

Technische Störung am Zug. Somit hat sich also die erste Bahnfahrt des Jahres erledigt. Und das erste Mal Headquarter im neuen Jahr auch. Könnte ja noch nicht mal mit dem Auto fahren, da ich aktuell keins habe. Naja, ich habe eins, das von meiner Mutter, aber das weiß ja gar nicht, was "Autobahn" bedeutet und dann noch so eine lange Strecke... das kann ich dem armen Ding nicht antun.

Apropos Auto: die Firma von Ralf Schuhmacher (gehört doch ihm, oder?) meldet sich nicht mit meiner Bewertung. Würde ja dort direkt vorfahren, nur: fahren geht ja gerade nicht. Da beißt sich die Maus in den Schwanz und der Hund keinen Faden ab. Am liebsten wäre mir eh, ich könnte meine Mühle bei einem Händler in Zahlung geben und dafür ein anderes mitnehmen. So wie die Ergo-Leute damals in Budapest. Ach, eigentlich wäre mir am liebsten, wenn alles so wäre wie vorher. Nach der viel zu teuren Inspektion läuft das Auto 1A noch viele Kilometer, bringt mich sorgenfrei von A nach B und alles ist gut und alle sind zufrieden. So kommt jetzt am Freitag jemand und schaut, wie ich noch mehr Geld ausgeben kann, indem das Dach solarisiert wird und dann braucht es nochmal Geld, um fortan stromig zu fahren und wer weiß, was dann noch ansteht.

Wahrscheinlich Gesundheitsthemen. Ich habe am Hals so ein Ding, das nach Insektenstich aussieht, allerdings ist das Teil nun schon lange da und geht nicht weg. Gleiches habe ich an der Hüfte. Ich schrecke noch davor zurück, bei Google oder ChatGTP nachzuschauen, was das denn sein könnte. Gibt so Dinge, die möchte man nicht wissen. Außerdem kann ja sein, dass ich bin wie mein Auto... da kommt erst die Sache mit den Beulen (meine Inspektion quasi) und wenn das durch ist und ich denke, alles wäre nun gut, kommt der Hammer. Irgendein fieser Krebs oder so (mein Hinterachsdifferential sozusagen). Will ich nicht.

Aber was hat man nicht alles, was man eigentlich gar nicht will. Herr Sträter hat sich auch bis Ende März krank gemeldet. Das ist nicht schön. Also schön, dass er es macht und sich um sich kümmert, aber nicht schön, dass er es muss. Und ich meckere wegen "Geld"... mannmannmann.

Am Ende gehts uns allen wie dem Zug: so Störung kommt immer wieder, eigentlich ist das Leben eine Ansammlung von Störungen. Beim Zug ist es halt eine technische. Gute Besserung, lieber Zug. Und auch gute Besserung an Herrn Sträter. Ich gelobe weniger zu meckern.

referral   ... link (0 Kommentare)   ... comment


Montag, 12. Januar 2026
Wieder im Dienst

Back to work. Bin gespannt, ob ich gleich das Passwort für den Laptop noch weiß. Und das andere für die restlichen Anwendungen. Wir sind da etwas restriktiv; die Sparkasse Gelsenkirchen könnte sich mal eine Scheibe bei uns abschneiden.

So richtig viel Lust habe ich (noch) nicht. Auf dem Schreibtisch liegt noch ein Aufschrieb von vor dem Urlaub und schon dieses Projekt ist ein bisschen doof. Aber jetzt, im neuen Jahr, mit frischer Energie, neuer Kraft und neuen Ideen wird es bestimmt ganz toll. Ist ja oft so. Anderer Blickwinkel, geänderte Prämissen, Käpten, mein Käpten und so. Ich lasse mich überraschen.

---

Erich von Däniken ist tot. Sein Einfluss zu seiner großen Zeit war so gewaltig, dass sogar mein Vater Bücher von ihm hatte. Mein Vater hat eigentlich keine Bücher; von ihm hatte er welche. Ob er sie gelesen hat, weiß ich nicht.

Ob die Wesen auf dem All zu seiner Beerdigung kommen? Man sollte die Augen offen halten. Aber vielleicht sind sie auch froh, dass der Schnüffler endlich weg ist.

referral   ... link (0 Kommentare)   ... comment


Sonntag, 11. Januar 2026
Winterlauf

Letzter Urlaubstag. Morgen ruft wieder die Arbeit. So richtig laut ruft sie nicht, aber ignorieren werde ich ihr Rufen auch nicht können. Alleine der Gedanke an die nach den vielen Tagen übervolle Mailbox treibt mir den Angstschweiß auf die blasse Stirn. Aber da muss ich durch.

---

Bei der Recherche bzgl. Auto bin ich über ein Fahrzeug gestolpert, dass völliger Irrsinn, aber vielleicht gerade deshalb so spannend wäre: das Ding hat über 600 PS, ist viel zu schnell und absolut überproportioniert für alles und für mein Gebrauchsprofil sowieso. Der Anschaffungspreis ginge noch, die Versicherung würde sich allerdings exorbitant erhöhen und wäre ein nerviger Klotz am Bein. Außerdem wäre es schade, wenn so eine Maschine die meiste Zeit nur Rumstehen würde. Zum Glück scheint meine Midlife Crisis weitestgehend durch zu sein: außer einem kurzen, sehnsüchtigen Seufzen konnte ich die Idee doch einigermaßen schmerzfrei begraben. Aber trotzdem: über 600 PS...

---

Es ist kalt da draußen. Minusgrade, wieviel genau weiß ich nicht. Meine Füße sind schon seit gestern dauerhaft kalt, Eisklötze, die gar nicht mehr warm werden. Immerhin schläft man gut, weil der Körper soviel Energie verbraucht, um das Bett auf eine Temperatur zu bringen, bei der Überleben möglich ist, dass er danach völlig platt und der Schlaf nahezu komatös ist.

Heute möchte ich eigentlich eine Runde laufen. Nicht weit, aber ein bisschen. Die Beine tun noch weh von den 10 Kilometern am Freitag, aber ich will dranbleiben. Vielleicht wird es ja doch das 600 PS-Vehikel und es wäre ja peinlich, als als völlig unsportlicher Mensch in so ein sportliches Teil einzusteigen. Und da ich kein Dart spiele und das somit nicht als "meinen Sport" deklarieren kann, laufe ich eben. Das Auto wird es trotzdem nicht.

Am Nervigsten finde ich neben dem eigentlichen Frieren, dass Atmen während des Laufs bei der Kälte eine kleine Herausforderung ist. Die eisige Luft schmerzt in der Lunge. Man könnte einen Schlauchschal über Mund und Nase ziehen; das würde sicher helfen, aber das vergesse ich immer und wenn ich zurückgehen würde, um einen solchen Schal zu holen, könnte es passieren, dass ich so genervt bin, dass ich direkt zu Hause bleibe.

Auch doof: kalte Füße und rutschige Böden.

Naja, werden auch wieder andere Tage kommen und man muss eben akzeptieren, dass bei diesen Witterungen keine Rekordläufe drin sind. Den faulen Hintern bewegen tut trotzdem gut.

referral   ... link (0 Kommentare)   ... comment


Samstag, 10. Januar 2026
Unterwegs in Sachen Autokauf

Es ist - tadaaaa - das Hinterachsdifferential. Kosten der Reparatur so um die Sechstausend aufwärts. Das ist ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass es Zeit wird für den Umstieg auf E-Mobilität. Ein sehr starker Wink mit einem sehr großen Zaunpfahl. Nun denn. Nachher klappere ich mal ein paar Händler ab und schaue, was die so rumstehen habe. Eine Wallbox habe ich natürlich auch noch nicht, aber man kann wohl auch über eine normale Steckdose laden (was nicht optimal sei) und ansonsten gibt es hier in der Ecke ja auch die eine oder andere Ladesäule. Alles so Themen, mit denen ich mich nun befassen muss. Vielleicht brauchte es auch diesen Arschtritt, sonst hätte ich das noch ewig vor mir hergeschoben. Die Idee war ja, mein aktuelles Auto zu fahren, bis es zusammenbricht. An dem Punkt sind wir nun - ich hatte nur gehofft, dass das noch ein bisschen länger dauert.

---

Nun also die wunderbare Welt des Autokaufs. Ich hasse es. Man hat immer, absolut immer das Gefühl abgezockt und über den Tisch gezogen zu werden. Und wahrscheinlich ist dem auch so. Aber was will man machen. Es nervt. Dann dieses basarige Herumgeschachere um den Preis. Meine Güte. Man sollte zwingend Festpreise vorschreiben: der Preis, der dran steht ist es. Kein Verhandeln in jedwede Richtung. Fertig, aus. Dann die Suche nach einem Händler. Früher suchte man ja in der Gegend, weil man seinen Wagen auch dort zur Inspektion und zu Reparaturen bringen wollte. Weil man sich davon einen Vorteil erhoffte. Kulanz, dies und das. Kann man vergessen.

---

Einige Stunden und vier Händler weiter: es haben sich drei Modelle herauskristalisiert. Das ist schon mal gut. Nun gehts ans die Details und vor allem ans Probefahren. Ach ja... und ums Geld. Aber ist ja eins der Details.

referral   ... link (0 Kommentare)   ... comment


Freitag, 9. Januar 2026
Teuer, teurer, am teuersten

Das erste Mal auf der Waage nach "diesen Tagen". Es hätte schlimmer sein können. Ein großer Vorteil war der ernährungsarme Tag gestern und das kam so: um 9 Uhr sollte es los gehen. Ein Tag in der Therme inklusive Frühstück vor Ort. Auf dem Weg dahin ein Anruf von meinem Vater. Große Panik, meine Mutter ist ganz schlimm gestürzt, der Krankenwagen auf dem Weg, Hilfe, Hilfe, Hilfe. Also umgedreht und dorthin gefahren. Der Krankenwagen war schon dort, im Wohnzimmer überall Blut, meine Mutter auf der Bahre. Sie sah aus, wie man aussieht, wenn man Mike Tyson mit schlechter Laune trifft. Dann war schon Abfahrt Richtung Krankenhaus. Erst dann kam man dazu, mir den Ablauf des Unfalls zu erklären: meine Mutter rutschte im Wohnzimmer aus, fiel und stieß dabei mit dem Kopf an ein Stuhlbein. Platzwunde, viel Blut, großes Drama. Aber eigentlich auch nichts wirklich Schlimmes. Eineinhalb Stunden später holte ich sie ab und fuhr doch noch in die Therme. Ohne Frühstück, denn dafür war es zu spät. Den Tag dann in Saunen, Becken und auf Liegen verbracht. Erst am Abend eine Bowl mit Quinoa und anderem gesunden Zeug gegessen. Ein Tag mit viel Schweiß und wenig Nahrung: das hilft natürlich ungemein, wenn es um stressfreies Betreten der Waage am Folgetag geht.

Und stressfrei ist wichtig. Einerseits, weil nächste Woche die Arbeit wieder startet. Außerdem weilt mein Auto weiterhin in der Werkstatt und man weiß noch nicht so genau, was los ist. Eine Option ist das sogenannte Hinterachsdifferential. Der Name sagt es schon: das wird teuer. Ich habe aber keine Lust mehr auf teuer. Ob das also gemacht wird oder ich nun einfach mehr Druck auf dem Kessel für die Suche nach einem Nachfolger habe, ist eigentlich gar keine Frage. Die Tendenz liegt klar bei letzterem. Blöd dabei: diese Option ist noch teurer.

referral   ... link (0 Kommentare)   ... comment