Freitag, 23. Mai 2025
Medizinische Midlife Crisis

Nachher endlich der Termin beim Orthopäden. Eigentlich gedacht, um eine Zweitmeinung bezüglich Eigenblut, OP und überhaupt der ganzen Sachlage einzuholen. Das bezog sich aufs linke Knie. Mittlerweile ist aber das rechte Knie das Sorgenkind und bedarf Fürsorge. Nun denn, der Ärzteschaft wird es egal sein, mit welchem Knie ich vorstellig werde. War da ja eh noch nie. Den behandelnden Arzt kenne ich allerdings. Kommt aus dem gleichen Ort wie ich, war im gleichen Verein wie ich, man saß bei vielen Gelegenheiten zusammen. Und trotzdem bin ich heute das erste Mal dort. Das liegt daran, dass es schon ein Stückchen weg ist. Eine halbe Stunde Fahrt, sagt Google Maps. Das könnte sogar mehr werden, ich bin recht nah um den Berufsverkehr herum unterwegs. Der Hauptgrund, warum ich bisher nicht dort war, ist aber meine Treue: ich habe schon einen Orthopäden und bin eigentlich auch ganz zufrieden mit ihm. Er kam als junger Zweitarzt in die Praxis, in der ich vorher schon jahrelang war. Dann ging irgendwann der Hauptarzt in Rente, der dann nicht mehr so junge Arzt blieb, es kam ein zweiter Arzt dazu (der mittlerweile der Hauptarzt ist - warum weiß ich nicht), man bezog neue Räumlichkeiten und so oft bin ich da nun auch nicht. Eigentlich nur alle paar Jahre mal. Früher. Jetzt bin ich alt und ständig dort. Und vielleicht ist es eine medizinische Midlife Crisis, dass ich denke, ich muss noch mal was Neues probieren. Deshalb gehe ich zu dem anderen Orthopäden. Für eine Affäre Zweitmeinung. Eigentlich. Jetzt ist es ja was Festes. Bzw. eben nicht: das rechte Knie ist gar nicht fest, ganz im Gegenteil. Es ist eher wackelig und instabil. Aber es soll (wieder) was Festes werden. Das ist das Ziel und deshalb bin ich da nachher. Bin gespannt.

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Donnerstag, 22. Mai 2025
Michael Faraday hatte (vielleicht) doch unrecht

Geburtstag. Once again. Der Mai ist voller Geburtstage. Das müssen früher sehr romantische Spätsommertage gewesen sein, da schwirrten neben Armors Pfeilen noch ganz andere Sachen durch die Luft.

Der Stiefvater des Geburtstagskindes liebt Grillen, die Gäste und das Geburtstagskind lieben Gegrilltes. Eine perfekte Symbiose. Der Stiefvater liebt auch Schnaps, einige Gäste lieben Schnaps sehr, es ist viel Schnaps vorrätig. Auch da kam man zusammen.

Der Vorteil von Feiern unter der Woche: sie gehen nicht so lange. Um halb Zehn werden die ganz Alten hibbelig und die ganz Kleinen müde. Ich eigentlich auch, aber immerhin kann ich das noch ganz gut überspielen. Um kurz nach Zehn war aber auch für mich Aufbruch. Mit vollem Bauch, aber schnapslos hinaus in die windige Nacht. Erste Blitze in der Ferne, die aber schnell näher kamen während ich ihnen entgegen fuhr. Man kann noch so viel über Faradayscher Käfig wissen (Deutsches Museum München, 7. oder 8. Klasse) - es bleibt trotzdem ein mulmiges Gefühl, wenn es rundherum blitzt und donnert und rumpelt. Funktioniert dieser Käfig auch, wenn man ein Dachfenster hat, das ja nicht aus Metall besteht? Überhaupt... Metall. Das ist ja ein ganz anderes Metall als zu Zeiten von Faraday, wo es gar keine Autos gab; weder mit noch ohne Dachfenster. Und man möchte ja auch nicht als Gegenbeweis zu Faraday in die Geschichts- und Wissenschaftsbücher eingehen. "Bis zum Jahre 2025 glaubte man gemäß den Erkenntnissen von Michael Faraday", dass ein Automobil aufgrund seiner käfigartigen Metallstruktur die Insassen bei einem Blitzeinschlag schütze. Diese Erkenntnis wurde bei einem schweren Gewitter am 21. Mai 2025 widerlegt, als..."

Um es nicht unnötig spannend zu machen: ich habe überlebt. Es gab keinen Blitzeinschlag, das Auto blieb heil. Es gab auch keinen Auffahrunfall auf einen Baum, der in Folge eines Einschlags um- und auf die Straße gefallen wäre. Auch kein Reh, das mitten auf der Straße erwischt und als verkohlter Klumpen und somit Hindernis auf der Fahrspur gelegen hätte. Es gab keine Vorkommnisse, außer viele helle Blitze. Aber das bin ich als notorischer Schnellfahrer ja gewohnt.

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Mittwoch, 21. Mai 2025
Norm

Norm Peterson ist tot. Letztens noch ein Foto aus Boston aufs Handy bekommen, aufgenommen bei einer Stadtrundfahrt. Darauf war der legendäre Abgang zum Cheers zu sehen. Inklusive Fahne, bzw. Schild. Ob da unten tatsächlich eine Kneipe ist, weiß ich nicht. Vor vielen Jahren gab es am Flughafen in Boston eine Kneipe, die dem Cheers nachempfunden war. Damals war ich aber so verkatert, dass ich keinerlei Lust verspürte, dort am Tresen zu sitzen. Norm saß immer am Tresen. Wenn er reinkam, hörte man von allen ein einsilbiges "Norm". In den ersten deutschen Ausstrahlungen machte man aus "Norm" "Helmut" und somit wurde er mit "Helmut" begrüßt, wenn er ins Cheers kam. Ein Wunder, dass man aus dem Cheers kein "Prost" machte.

Natürlich ist nicht Norm Peterson tot, sondern der Schauspieler, der Norm verkörperte: George Wendt. Aber wie so oft, sind (für mich) Rolle und Schauspieler ein und dieselbe Person. Wahrscheinlich ist das dieses berühmte "Schubladendenken" und tatsächlich war ich verwirrt, um nicht zu sagen verstört, als ich den lieben, netten Norm Peterson/George Wendt plötzlich in einer Rolle als Bösewicht sah. Norm??? Äh, George??? Ich weiß noch nicht mal, wie der Film hieß. Wohl verdrängt.
Immerhin schien er der Rolle seines Lebens nicht abgeneigt gewesen zu sein; er tauchte in mehreren Serien in einem Cameo-Auftritt als Norm auf.

George Wendt wurde ein halbes Jahr vor meinem Vater geboren. Die Einschläge kommen näher und es gibt schon unzählige Krater rundherum. Aber das ist ein anderes Thema.

Farewell, George Wendt.

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Dienstag, 20. Mai 2025
Übergähnt

Was sind das nur für Menschen, die die ganze Welt an ihrer Müdigkeit teilhaben lassen müssen? Wäre ja nicht weiter schlimm, wenn der Mann gähnen würde (was er die ganze Zeit tut), aber er macht dabei diese Laute. Jedes verdammte Mal. Das nervt. Bin kurz davor mal rüberzugehen, um ihm zu sagen, dass es mittlerweile zu allen durchgedrungen ist, wie müde er doch ist. Dazu müsste ich aber an dem Kerl vorbei, der hoffentlich nur eine Allergie und nichts Ansteckendes hat, jedenfalls müsste ich an dem Kerl vorbei, der ständig, und dies auch lautstark und unter sorgfältiger Maximalverbreitung aller zur Verfügung stehenden Aerosolpartikel, niest.

Was habe ich Bahnfahren in den letzten beiden Wochen vermisst...

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Aufgrund von Bauarbeiten zieht sich die Fahrt auch länger als sonst. Und geht früher los. Der Wecker klingelte um 4.50 Uhr; das ist keine schöne Zeit - weder für den Wecker, noch für mich. Auf dem Bahngleis freute ich mich noch (Naja, Freude. Ich war weniger genervt), weil so wenig los war. Sitzplatz ist bei meiner Strecke eh nie ein Problem, aber wenig los ist nochmal besser. Allerdings ist aktuell noch ein Zwischenhalt dabei und da steigen einige Leute ein. Soviel zum Thema. Der Gähner war übrigens schon vor dem Halt da, der Nieser stieg da ein.
Trotz früherer Abfahrt ist die Ankunft später, was es zu einem Glücksspiel macht, ob ich die S-Bahn noch erwische. Da mein Knie immer noch lädiert ist, kann es gut sein, dass ich die nächste nehmen muss... die zwanzig Minuten danach kommt. Es ist alles doof. Auf der Rückfahrt dann gleich nochmal, aber da ist der Lichtblick, dass es wieder nach Hause geht. In ein sauberes und halbwegs aufgeräumtes Heim. Denn heute war die Putzhilfe da. Alles wird blinken, blitzen, strahlen. Keine (oder nur wenige) Katzenfellflusen, die umher schweben. Das Bad glitzert in der Abendsonne, die Mülleimer sind geleert, die Schuhe stehen in Reih und Glied. Das wird schön. Stunden zum Genießen. Es sind nicht viel mehr als ein paar Stunden, denn die Katzis werden sehr schnell sehr viel Flusen verteilen, in der Küche steht ruckzuck alles nicht mehr so wie es stand und es steht dann auch irgendwie nicht mehr ordentlich und auch die Schuhe scheinen ein Eigenleben zu führen und gegen das In-Reih-und-Glied-Stehen zu rebellieren. Aber ein paar Stunden ist alles tipitopi. Inklusive Bett! Das ist auch gemacht und wartet nur auf mich (und die kleine Katze). Bei dem Gedanken daran werde ich ganz müde. Und muss gähnen. Ganz laut. So laut, dass sich sogar der Gähner wundert. Das hatte er bestimmt noch nie, dass er übergähnt wurde.

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Sonntag, 18. Mai 2025
Apropos Karriere

Bis kurz nach den Schweden habe ich durchgehalten, dann ging nichts mehr. Das Finale des Finales des ESC musste als ohne mich stattfinden. Die Ergebnisse habe ich gerade nachgelesen: Glückwunsch Österreich. Meins war das so gar nicht, aber wer bin ich schon. Nächstes Jahr dann also große Party bei Euch. Mit viel Regenbogenfahnen und allem drum und dran, damit die FPÖler so richtig schön Blutdruck kriegen. Küss die Hand.

Dieses Extrem zwischen heftiger Müdigkeit und seniler Bettflucht ist nervig. Würde sich der Körper für eins davon entscheiden, könnte man sich ja arrangieren, aber dieses Hin und Her macht es schwer, eine konsequente Schlafhygiene durchzuziehen. Aber das wird sich ab morgen ändern, dann ruft die Arbeit wieder und die Bettflucht ist nicht mehr senil, sondern weckergeschuldet und früh ins Bett gehe ich dann eh.

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Heute großes Grillevent bei meinen Eltern. Geburtstage werden nachgefeiert und die Familie inkl. ein Teil der erweiterten werden zugegen sein. Im Zuge dessen muss ich ein paar "geschäftliche" Dinge mit meinem Bruder besprechen, ich erfahre den neuesten Tratsch und Klatsch und meine Ernährungs-Aufzeichnungs-App wird am Ende des Tages digitale Tränen heulen.

Mein Bruder ist ja derjenige in der Familie, der Karriere gemacht hat. Naja, meine Eltern eigentlich auch. Wenn man es genau nimmt, bin ich der einzige ohne nennenswerte Karriere. Das schwarze Schaf, wobei das so negativ klingt. Ich bin eben der, der "ein bisschen anders" ist. Muss es ja auch geben. Man denke nur an Dallas, Das Erbe der Guldenburgs oder Succession. Wenn da alle Familienmitglieder gleich wären, würde es niemanden interessieren. Somit bin ich also die Würze in diesem ansonsten geschmacksflachen Verbund, das Glitzern auf der matten Oberfläche und vor allem (noch immer) im gleichen Umfang erbberechtigt. Und derjenige, der später am Grill stehen wird. Ich bin für die Nahrung zuständig; eine aus traditioneller Sicht enorm wichtige Aufgabe. Gut, gekauft habe ich das Zeug nicht; ich werde es nur gelegentlich drehen, damit es nicht anbrennt und Würstchen, Steaks und Fisch auf den Tellern der Anwesenden verteilen. Aber immerhin. Man traut mir das zu und irgendwie ist das ja auch ein bisschen sowas wie Karriere: man traut mir Dinge zu. Nicht immer klappt immer alles. Das mit dem Grill aber schon; das wird.

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Apropos Karriere: morgen wieder arbeiten, weil: Urlaub vorbei.

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Samstag, 17. Mai 2025
Handyeinrichtung

Gar nicht gewusst, wie lange es dauert, ein Handy neu aufzusetzen. War nicht meins, ich habe nur den Fehler gemacht, mich als Hilfe anzubieten. Das wurde angenommen.

Samsung benötigt sehr viele Updates. Keine Ahnung, ob das bei anderen Marken auch so lange dauert. Mein Handy hat das originäre Betriebssystem und gefühlt geht da das Einrichten schneller. Werde es demnächst aber vielleicht testen können, denn bei meinem zickt der Akku etwas. Ein bekanntes Problem, es gibt da auch eine Aktion, bei der man etwas Geld zurück bekommt, wenn man eines der betroffenen Geräte besitzt. Das ist bei mir der Fall und somit landen bald 400 Euro auf meinem Konto. Das sind 100 Euro weniger, als es beim Neukauf gekostet hat. Da will sich wohl jemand von seiner Schuld freikaufen. Na meinetwegen, hätte eh keine Zeit und noch weniger Lust auf einen langwierigen Prozess und so lange es keine Sicherheitsbedenken bzgl. explodierendem oder brennendem Akku gibt, ist die Lösung wie sie ist für mich okay.

Ansonsten nicht viel gemacht am heutigen Tag. Bisschen auf dem Rad gewesen, bisschen Gartenkram. Frühstück frühen Nachmittag, Pizza am späten Abend. Jetzt ESC. Tage können kurz sein.

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Freitag, 16. Mai 2025
Kaffee Content

Die Kaffeemaschine wird tot bleiben müssen. Laut Internet haben Leute es mit einer hohen Dosis Kalklöser im Wassertank probiert (es hakt anscheinend an massiven Verstopfungen in den Schläuchen. Analog zu einer Atherosklerose. Die Maschine hat also mehr oder weniger einen Schlaganfall und hätte sofort zu einer Stroke Unit gemusst. Aber mir geht es wie vielen in den USA: ich bin diesbezüglich nicht versichert und kann (bzw. möchte) mir die Behandlung nicht leisten) und ich dachte: warum nicht. Es funktioniert nur nicht. Sie röchelt weiterhin, aber gepumpt wird nichts. Allerdings ist mein Reparaturinstinkt, von dem ich gar nicht wusste, dass es ihn gibt, erweckt und ich habe YouTube zu Rate gezogen.

Schon das Öffnen der Maschine ist hohe Kunst und ohne spezielles Werkzeug nur schwer zu machen. Das würde ich mir aber sogar noch zutrauen, aber: was einem im Inneren erwartet, kann sehr unschön sein. Bei dem einen Video wurde eine eigentlich sehr schöne und äußerlich gut gepflegte Maschine geöffnet. Erst bei Minute 4 waren alle Schrauben und Halterungen gelöst und die seitliche Platte konnte entfernt werden. Ab da wurde es eklig. Und das sage ich, der bei "The Last Of Us" gerade bei Folge 5 der 2. Staffel ist. Ich bin mir also gar nicht so sicher, ob ich das machen möchte. Der Senseo-Kaffee schmeckt gar nicht so schlecht, die dazugehörige Maschine wirkt nur etwas verloren auf dem Platz, wo eigentlich die schon recht gewaltige, aber nun kaputte Maschine stand. Aber da kann man ja was machen. Eine schöne Aufbewahrungsbox für die Pads aufstellen, vielleicht ein paar Kaffeebohnen um die Maschine herum drapieren. Ein Aufkleber an die Wand - "Kaffee & Liebe sind heiß am besten" zum Beispiel. Mit einer geschwungenen Schreibschrift und das "&" als angedeuteter Dampf über einer Kaffeetasse. Ich könnte auch über einen anderen Stellplatz nachdenken. Aber das würde auf eine komplette Neugestaltung der Küche hinauslaufen. Bisschen viel Wirbel für eine Padmaschine.

Aber das hat keine Eile. Das Wichtigste ist: es gibt morgens Kaffee. Das ist gegegeben, der Rest wird sich finden, denn wie heißt es so schön auf einem anderen Wandtattoo: Beginne den Tag mit einem Kaffee und einem Lächeln. Zumindest für ersteres ist gesorgt.

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Donnerstag, 15. Mai 2025
Blinkende Bohnen

Die Kaffeemaschine zickt. Sie röchelte eh schon seit ein paar Tagen, nun hat sie das Anpumpen von Wasser völlig eingestellt. Dafür blinken die Bohnensymbole wie verrückt, was darauf hinweist, dass etwas nicht stimmt. Ein weiterer Hinweis ist die Tatsache, dass sie nicht funktioniert. Das Drama begann gestern (zum Glück erst nachdem sie gerade noch zwei Tassen hervorgewürgt hatte). Laut der Rechnung in der Schublade habe ich eine 5-Jahresgarantie abgeschlossen, die zum 1.6. abläuft. Perfekt: gerade noch im Zeitrahmen. Also los zum Mediamarkt. Dem gleichen, in dem die Maschine schon mal war im Zuge eines Nichtfunktionierens und somit Garantiefalls. Was habe ich nur für ein Glück, wobei Glück wahrscheinlich eine funktionierende Kaffeemaschine wäre. Aber Dank 5-Jahreszusatzgarantie läuft sie bald wieder. So der Plan.

Beim Elektrodiscounter angekommen hatte ich fast ein schlechtes Gewissen, weil ich die Damen beim Daddeln auf dem Handy unterbrechen musste, aber es war ein Notfall: eine kaputte Kaffeemaschine! Als mir schließlich eine Audienz gewährt wurde und ich die Problematik der blinkenden Bohnensymbole und der dahintersteckenden Dramatik (kein Kaffee mehr möglich!) erläutert hatte, zog ich westernheldengleich meine Rechnung nebst Hinweis auf 5-Jahresgarantie. Sagen wir mal so: die Zeit vergeht und sie vergeht schnell. Die Rechnung datiert auf das Jahr 2019 und rechnet man da 5 Jahre dazu... naja, Mathe war noch nie meine Welt. Das war ja schon peinlich genug, aber es kam schlimmer. Die Rechnung war nicht nur zu alt, sie war auch für ein komplett anderes Gerät. Einen Fernseher. Das ist definitiv etwas anderes als eine Kaffeemaschine. Aber immerhin weiß ich jetzt, dass der Fernseher die 5-Jahresgarantie durch hat und zwar seit 2 Jahren (in zwei Wochen). Er läuft übrigens noch im Gegensatz zur Kaffeemaschine. Ich fand in der Mailbox noch eine Email des Elektrodiscounters, dass die Maschine repariert und zur Abholung bereit wäre. Das war vom Januar 2023. Ist also auch schon ein bisschen her. Die Zeit vergeht echt schnell.

Ich habe jetzt eine Senseo von meinen Eltern ausgeliehen. Sie benutzen das Gerät nie und ich habe keine Lust auf einen neuen Vollautomaten (wobei meine nun defekte Maschine nur Kaffee machte. Sonst nichts. Kein Schnickschnack, kein Schaum, kein Milchgedöns. Nur Kaffee) und Unterscheide beim Geschmack gibt es mit der Senseo sicher, ich werde die Unterschiede wahrscheinlich auch schmecken, sie interessieren mich nur nicht. Mein Kaffee ist eh so dünn, dass es bei vielen Connoisseuren ohne nur als das Zeug vom ersten Durchspülen nach Neustart der Maschine durchgeht. Vielleicht fehlt mir bei der Senseo auch dieser Unterton, diese Geschmacksnuance im Abgang - erzeugt durch den Schimmel, der sich im Inneren meiner bisherigen Kaffeemaschine gebildet hat. Es war vielleicht doch besser, dass die Maschine nicht mehr in Reparatur ging; die Reparateure hätten sich das Maul über mich zerissen, weil ich die Maschine in so einen erbärmlichen Zustand gebracht habe. Sie wären rausgekommen, wenn ich sie wieder geholt hätte, nur um den Typen zu sehen, der dafür verantwortlich war. Vielleicht war es der Maschine auch einfach zuviel mit mir und sie hat sich selbst die Leitungen verstopft, wie das Fliegen-Mensch-Monster, das am Ende aus der Maschine kommt und nur noch erschossen werden möchte.

Farewell, Kaffeemaschine. Es war eine schöne Zeit, aber nun heißt es Abschied nehmen.

PS: in einem Forum habe gelesen, wie es vielleicht doch nochmal was werden könnte... aber ich will der Maschine nicht zuviel Hoffnung machen. Deshalb psssst.

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Mittwoch, 14. Mai 2025
Die Waage nach dem Urlaub

Heute Morgen nach längerer Zeit mal wieder auf der Waage gewesen. Zwischen dem letzen Mal und heute lag eine lauffreie Zeit und ein Urlaub.

Urlaub wird ja mit einer gewissen Lethargie was Bewegung betrifft sowie Völlerei gleichgesetzt. Beides war nicht der Fall. Trotzdem ist es selbst für mich nicht Standard, mir jeden Tag ein Softeis reinzuziehen und so üppig wie im Urlaub frühstücke ich auch nicht jeden Tag. Aber im Großen und Ganzen war die Ernährung schon okay und lief auch nicht völlig aus dem Ruder. Und Bewegung gab es durchaus. Zwar keine Läufe (leise heulend geschrieben), aber einige Meter auf dem Rad und auch viele längere Spaziergänge.

Trotzdem war ich nervös und habe das ein bisschen vor mir hergeschoben. War aber nicht ganz so schlimm wie gedacht oder befürchtet (erwartet eigentlich nicht. Naja, doch. So ein bisschen. Weil das Leben manchmal einfach ein Arschloch ist. Eine Zahl auf der Waage mag da wenig dramatisch wirken im Vergleich zu Kriegen oder orangen Psychopathen mit Macht und so. Nervt aber trotzdem), es sind fünfhundert Gramm mehr als Ende April, aber selbst die App zur Waage sagt: Gewicht zunehmend. Muss also was machen. Bzw. weniger machen. Weniger Süßkram, weniger Snacks, weniger Mist. Sind ja nicht nur diese fünfhundert Gramm. Die Tendenz zeichnet sich ja schon das ganze Jahr ab; der Laufentzug macht es nur offensichtlicher und beschleunigt das Ganze. Da sich die Laufsituation nicht über Nacht ändern wird und Radtouren wie gestern (45 Kilometer - aufgeteilt auf zwei Sessions: 35 am Vormittag, 10 am Nachmittag) nicht täglich möglich sind (rein zeitlich und tatsächlich merke ich sogar davon heute mein rechtes Knie), muss ich and der Ernährungsschraube drehen. Und zwar linksrum.

Aber es hält sich ja noch in Grenzen. Nachher steht Gartenarbeit an. Das ist auch irgendwie Training. Vor allem, wenn man dabei lautstark den Rocky Soundtrack hört. Da freuen sich sicher die Nachbarn: ein lauter Rasenmäher PLUS Rocky Soundtrack - letzteren noch lauter, damit man trotz den Rasenmähermonsters überhaupt was hört.

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Dienstag, 13. Mai 2025
Urlaub - Tag 12 (Home again)

Hab doch nachgeschaut und die Wahlergebnisse der Bundestagswahl waren wie erwartet. Nun denn, dann sollen die mal diese an sich ganz schöne Stadt retten. Für den internationalen Tourismus - und davon scheint man dort leben zu wollen - ist das sicher eine großartige Idee. Man kann ja nationale Fackelzüge organisieren, aber vielleicht besser nicht durch die historische Altstadt. Fachwerk brennt ganz gut und ich bin mir nicht sicher, ob die Teilnehmer intelligent genug sind, eine Stück brennendes Holz so zu halten, dass nicht alles um sie herum abfackelt.

Immerhin erklärt das vielleicht die geringe Anzahl an Dönerbuden. Mir fiel exakt eine auf und selbst das war kein Dönerimbiss im eigentlichen Sinne, sondern mehr eine Trinkhalle, wo man sich eben für Döner anstatt Kettwurst und Grilleta entschieden hat. Immerhin gabs noch einen Griechen und ein paar Italiener. Wenns um Gyros und Pizza geht, ist man doch ein bisschen weltoffen.

Schön ist es da schon, aber irgendwann reicht es dann auch mit Fachwerk und wackeligen Riesenkieselpflasterstraßen. Das finale Frühstück in der historischen Pension war toll. Ein A la Carte-Frühstück. Auch schon ewig nicht mehr gehabt. Man hat anscheinend im Mittelalter nicht so gebaut, dass man ein Frühstücksbuffet sinnvoll aufbauen und arrangieren kann. Rührei kostete extra, genau wie Sekt. Mein rühreiloses Frühstück war wunderbar, nur die Menge an Kaffee war eher was für Anfänger. Zwei Tassen? Hallo? Man hätte sicher nachbestellen können, aber vielleicht ist das auch ein Wink mit dem Zaunpfahl, mal meinen Koffeinkonsum zu überdenken.

Die Fahrt nach Hause wäre auch völlig unaufgeregt gewesen, hätten die Planer der Autobahnbaustelle konzentrierter gearbeitet und die Schilder korrekt aufgestellt. Haben sie aber nicht, weshalb die Angabe, dass die linken zwei Spuren auf die A7, die einzelne Spur auf die A4 führten nicht nur irreführend, sondern komplett falsch, nämlich genau anders herum als der Realität entsprechend angebracht waren. Wenn man also der Meinung war, dass die mittlere Spur ein guter Kompromiss sei, wenn man auf die A7 möchte, die anderen, die der Weg auf die A4 führt aber nicht diskreditieren möchte, kam man zwar auf eine Autobahn, die aber bis zum Anschlag voll war: normalerweise fahren da nicht so viele Menschen und schon gar nicht Menschen, die da gar nicht fahren möchten. Zehn Kilometer Stau, also genau die Strecke bis zur nächsten Ausfahrt, wo die meisten runter und wieder zurück wollten, was die Ampel an der Kreuzung dieser Ausfahrt komplett an ihre Grenzen brachte. Aber nach einer Stunde war auch das geschafft. Die restliche Fahrt war dann stau- und stressfrei.

Zuhause ankommen war schön. Zumindest für mich. Die Katzen hat es nicht weiter interessiert. Vielleicht sollte ich beim nächsten Mal dafür sorgen, dass es beim Futter und Wasser zu Sparmaßnahmen kommt, die erst wieder nach meiner Rückkehr aufgehoben werden. Eventuell würde das für etwas mehr Freude und Enthusiasmus führen.

Egal. Home Sweet Home.

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