Sonntag, 6. November 2011
Gibt so Samstage

Einen Mönch umarmt, einen guten alten Freund beim an einer guten alten Bekannten anbaggern erwischt, tagesaktuell Leben der Alternative vorgezogen, eine blauweiße Rose geschenkt bekommen und einem Bacardi-Fake gefröhnt. Gibt so Samstage.

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Dienstag, 18. Oktober 2011
Ooops


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Montag, 17. Oktober 2011
Yeah, Herbstrockzeit!

Heute morgen ruft mich der neue Chef zum Appell. Quartalsgespräch. Aus der angesetzten halben Stunde wird eine ganze. Ich bewerte ihn schlechter als er mich. Muss er mit klar kommen. Ich hatte mich auf seinen Job beworben, er wurde genommen. Im Nachhinein bin ich Gott oder wer auch immer dafür verantworlich war mehr als dankbar. Diesen Rotz wollte ich nicht machen. Und ich habe schon ein angeknackstes Ego; wie schlimm muss es da für einen von sich selbst überzeugten Egomanen sein, wenn er ständig und immer wieder an seine Grenzen stößt und dies in diesem Fall auch merkt. Naja, nicht mein Problem, bzw. lang- bis mittelfristig doch, aber hey: arbeitslos zu sein hätte gerade auch seine Momente.

Immerhin hat gerade die Herbst-Rocksaison angefangen. Das macht es im Büro eträglich. Erfreuliche Aussichten, zumindest in dieser Hinsicht, wenn es aus Controlling-Sicht schon beschissen läuft.

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Sonntag, 16. Oktober 2011
Frisch

Das mit dem frisch kochen ist ja auch so eine Sache. Eine frische Zucchini zu kaufen, um sie dann eine Woche später halbherzig doch noch zu verarbeiten, widerspricht wahrscheinlich dem Grundgedanken. Genau wie die frischen Tomaten und die frische Paprika, die wirklich ganz frisch verarbeitet wurden, um dann zusammen mit der nicht mehr so ganz frischen Zucchini in Tupperschüsseln zu verschwinden, die nun im Eisfach auf ihren unbestimmten Einsatz warten.

Wahrscheinlich habe ich da so nebenbei eine ganz neue Kochrichtung erfunden. "Cook like you feel" und da passt "nicht mehr wirklich frisch" ja hervorragend. Weiß jemand wie man an Fleisch von wirlich deprimierten Kühen, Schweinen und Hühnern kommt?

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Montag, 10. Oktober 2011
Rangnik ist doof

Heute nachmittag kurz daran gedacht dann doch mal zusammenzubrechen, loszuheulen, den Kopf auf die Tischplatte donnern zu lassen und einfach nur zu warten, bis die Jungs mit dem Krankenwagen kommen. Dann daran gedacht, dass Burn out ja gerade, Rangnik und Co. sei Dank, ein Mega-Hype-Thema ist. Wie sieht das denn aus, wenn man da nun plötzlich auch einen Burn out hat. Ruckzuck wird man als Mitläufer abgestempelt, als jemand, der jeden Trend mitmacht und der auch Brustkrebs simulieren würde, wenn die Ferres oder so sich diesbezüglich outen würde. Vielleicht würde sogar das Wort “Simulant” fallen. Also habe ich stattdessen versucht doch nicht loszuheulen, halbwegs konzentriert zu arbeiten und bescheuerte Kundenanrufe nicht mit “Du kannst mich mal, Flachpfeife” zu beantworten. Hat leidlich geklappt. So warte ich weiter auf den Tag, an dem ich mit starrem Blick im Büro sitze, mich nicht mehr bewegen kann und sich hoffentlich irgendjemand erbarmt und die Jungs mit dem Krankenwagen ruft. Vielleicht nicht mehr diesen Monat, da würde es so gar nicht reinpassen, aber danach wäre ok.

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