Sonntag, 15. April 2012
145,9

Gestern für 145,9 bei Shell getankt, heute ist der Preis bei 148,9 bei der NoName-Tanke. Gibt so Tage, da hat man auch mal Glück. Und außerdem weiß ich jetzt, wie Harry Potter ausgeht. Das steht allerdings in keinem Zusammenhang zum Benzinpreis.

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Lauter gut gekleidete Leute heute auf den Straßen. Das lag an der Kommunion, denen viele Kinder in der Gegend heute ausgesetzt waren. Meine Kommunion fand in einer riesigen Mehrzweckhalle statt, zusammen mit gefühlt hundert anderen Familien, die da genau das gleiche machten. Es gab eine Armbanduhr und Kohle. Meine Großmutter väterlicherseits hatte ein potthässliches Kleid an, was aber zur damaligen Zeit wahrscheinlich total angesagt war. Die anderen Anwesenden sahen auch eher skurill aus. Meinem Bruder hatte man einen gelb-ockerfarbenen Pullover unter der Weste aufgezwängt, aber man konnte sich ja als Kind nicht wehren. Ich glaube, mein Anzug war damals aus Samt. Das sagt wohl schon alles aus. Eigentlich schade, dass ich die Uhr nicht mehr habe. Das war eine Casio; die würde bei Ebay heutzutage wahrscheinlich so einiges bringen. Wo ist die Uhr eigentlich abgeblieben?

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Morgen dann also wieder arbeiten... juhuuu... grmpf.

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Sonntag, 15. April 2012

Eigentlich war der Plan für Morgen einen Nudelsalat zu machen, dazu Topfbrot. Alternativ Steak und Salat. Oder gebackenen Schafskäse. Tatsächlich ist das Topfbrot angesetzt; das wird es also sicher geben. Steaks sind auch da. Allerdings gibt es statt Salat (sowohl in Nudel- wie auch in Grünform) nun Baked Potatoes und Sour Cream. Auch gut, das sollte passen und auch von allen Beteiligten angenommen werden. Hoffe ich mal.

Ich habe eine Steak-App auf dem Smartphone. Man kriegt alles haarklein erklärt und mittels Timer tritt einem das Teil virtuell ans Bein, dass man nun dies oder jenes tun soll. Das werde ich morgen mal testen. Bin gespannt.

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Morgen wird das Wetter scheiße. Das sage nicht ich, sondern die Wetterfrösche und manchmal haben die sogar in der Post-Kachelmann-Ära recht. Das ist toll, dann habe ich eine wundervolle Ausrede, um den Megastromfresser Sauna wieder anzuwerfen. Dazwischen wird gepuzzelt, was mich früher schon in den Wahnsinn trieb, aber ich werde gezwungen. Zumindest zu Anfang und dann kommt der Ehrgeiz und ich stehe keine Sekunde eher auf, an der es keine echten Fortschritte gibt. Und auch sonst niemand! Es gibt da bestimmt einen Fachbegriff für. Military Puzzle, Drill Puzzle oder sowas in der Art.

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Im Supermarkt angesprochen worden, ob das hier die einzigen Fertigpizzen wären. Eigentlich wollte ich gar keine Fertigpizza, ich stand nur zufällig davor.

- Äh, nein, irgendwo gibts auch noch tiefgefrorene, nehme ich an.

- Also nicht nur diese teuren hier?

- Das sind nur die gekühlten.

- Die anderen sind aber günstiger, oder?

Ich habe keine Ahnung, wie die aktuelle Preislage im Fertigpizzensegment so ist, aber man ist ja höflich.

- Da ist die Auswahl größer; bestimmt gibts da auch was Günstiges.

Ich habe dann doch zwei dieser sündhaft teuren gekühltabernichttiefgefrorenen Pizzen genommen und natürlich steht prompt die blonde Dame hinter mir und legt einen Zehnerpack Discount-Pizzen aufs Band. War mir dann aber doch nicht so peinlich, wie man meinen könnte. War ja auch nur semi-dekadent. Ich hätte ja auch das teuerste Fertigteigzeug, den edelsten Parmaschinken und den supderduber Titanpremiummozarella nehmen können und dazu noch von Jungfrauen handgepflückten Basilikum. Habe ich aber nicht. Außerdem hatte sie fertig geschnittene Ananas und wie dekadent ist das bitte?

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Samstag, 14. April 2012
Von wegen Rock

Heute morgen kam im Frühstücksfernsehen ein Bericht über eine Gruppe Pilger, die - der Name lässt es erahnen - pilgerten und zwar nach Trier. Dort wird ein Stofffetzen ausgestellt, der sich Rock schimpft. Röcke sind großartig, aber deswegen nach Trier zu pilgern? Ich weiß ja auch nicht. Tatsächlich ist es aber noch nicht mal ein Rock, sondern ein ziemlich dreckiges T-Shirt. Das letzte Mal wurde das Ding vor sieben Jahren oder so ausgestellt und jetzt ist es wieder soweit. Deshalb pilgern die Gläubigen nach Trier, um sich den Rock, der gar keiner ist anzuschauen. Kann man machen, meins wäre es nicht.

Die pilgernde Gruppe war in etwa so, wie man sich Leute vorstellt, die nach Trier wandern, um sich dort ein verlottertes Shirt anzuschauen, mit dem es irgendwas auf sich hat, was man aber nicht sieht - man muss einfach glauben, dass dem so ist. Nun war ich schon mal in Trier und wenn das Shirt nicht wenigstens mit einer Lasershow oder Ähnlichem aufwarten könnte, sähe ich darin nicht den geringsten Grund, da nochmal hinzugehen. Diese Leute aber schon. Und weil auch ARD und ZDF nicht immer nur die netten Volksfernsehsender sind, interviewte man so ein armes junges Mädel mit einer - aus medizinischer Sicht - Prachtakne, einem etwas abgedrifteten Blick, stumpfen Haaren jenseits einer Frisur und einem auch ansonsten eher unattraktiven Äußeren. Dass Rhetorik bei den Pilgervorbereitungen eine eher ungeordnete Rolle spielt war auch deutlich zu merken. Sie meinte, dass sie sich total freut, mit der Gruppe durch den Regen zu stapfen, um sich demnächst das alte Textil anzuschauen. Sie drückte es etwas anders aus, aber das war die Grundaussage. Gemeinschaft, Glaube, Trier, toll.

Ich fand an Trier den total besoffenen Mönch am besten. Und der hatte auch noch saubere Sachen an und nicht so ein dreckiges Hemd.

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Donnerstag, 12. April 2012
...

Morgen kommen die Sommerreifen drauf - die Chancen, dass es bald nochmal schneit stehen also ziemlich gut. Also die Ski noch nicht in den Keller bringen; die brauchen sie demnächst vielleicht nochmal.

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Heute kam via Email eine Absage. Schade. Irgendwie klang der Job ganz gut. Aber da es die erste offizielle Bewerbung nach langer Zeit war, wäre es ja fast unverschämt gewesen, wenn das auf Anhieb geklappt hätte. Eine neue Stellenausschreibung liegt schon parat. Da mache ich mich morgen dran, so gegen 12 Uhr, weil da ja Mittagspause vom aktuellen Drecksjob ist.

Es kommt ja vielen so vor, als würden sie den miesesten Job im miesesten Unternehmen überhaupt haben, aber bei uns stimmt das. Der Kollege war heute morgen schon kurz vorm Explodieren, was daran lag, dass er gestern bis halb Elf geschuftet hatte und heute morgen um Zehn vor Sieben schon wieder in den heiligen Hallen einlief. Da lässt man dann schon mal vor versammelter Mannschaft inklusive Chef und externem Schulungsgeber eine Bemerkung fallen, die mehr oder weniger unverhüllt als Kündigung zu sehen ist. Geht mir ja genauso, nur sage ich das nicht so offensichtlich. Dafür leite ich ihm aber schon fleißig die Jobs weiter, die ich per Newsletter bekomme, aber rein geografisch weniger interessant für mich sind.

Ich warte ja auch eigentlich noch auf den finalen Lottogewinn, aber diese Woche wars nichts. Bzw. doch: Fünf Euro. Das reicht aber nicht soooo lange.

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Ein Kollege hat Frau und Kinder verlassen und ist nun laut Facebook "in einer Beziehung" mit einer seit kurzem Ex-Kollegin. Sodom und Gomorra in dem Laden und ich kriege nichts davon mit. Kein Wunder wird da geschäftlich nichts gerissen, wenn die alle nur quer durch die Abteilungen poppen anstatt zu arbeiten. Mittlerweile wische ich auch Tische und Stühle in den Besprechungszimmern ab, bevor ich mich da niederlasse. Weiß der Geier, was man sich da holen kann. Würde ich auch den moralisch gefestigteren Kolleginnen raten. Ruckzuck ist man schwanger und weiß nicht woher. Falls man davor öfters mal in Besprechungszimmern und dort auf den multipel genutzen Stühlen saß, hätte ich da einen Tipp.

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Ansonsten: Bald ist Wochenende! Yeah!

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Mittwoch, 11. April 2012
2800

Aufgrund widriger Umstände (fragen Sie nicht), stand das Gehalt eines ehemaligen Klassenkameraden heute in der Zeitung. Man sollte so etwas nicht lesen müssen; es deprimiert ungemein. Zusammen mit dem Rest des Textes, der sich auf die ach so harten Arbeitsbedingungen seines Jobs bezog, war es schwer, sich nicht aus dem Fenster des zweiten Stockes zu stürzen, an dem ich heute in einer Pause stand und mich frug, was ich hier eigentlich mache. Vielleicht war es das mit Lachs belegte Pausenbrötchen, vielleicht die kostenlosen Softdrinks, vielleicht auch der Raucherraum in erreichbarer Nähe statt frierend im Regen stehen: ich bin nicht gesprungen. Allerdings hoffe ich, dass sie bei besagtem Klassenkameraden nicht näher ermitteln. Da könnte auch mein Name aufpoppen...

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