Dienstag, 1. Mai 2012
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Entgegen der gestrigen Erwartungen dann doch nur kurz auf dem Fest mit dem weltbesten Bier (und davon nur ein kleines, weil mit Motorrad unterwegs), den großartigen Steaks (gar keins) und den netten Leuten gewesen. Der Grund ist ganz banal: ich entwickle auf meine alten Tage eine leichte Hypochondrie. Nachdem ich mich kürzlich über Gastroenterologie und die damit einhergehenden Gründe, sich so einer Untersuchung zu stellen unterhalten habe, zicken Magen und Darm. Also noch mehr als sonst. Der Magen krampft sogar richtig, dieses blöde Organ. Weiß der Geier, was das jetzt schon wieder ist, aber man könnte es ja in Erfahrung bringen und zwar - taraaaa - mittels einer gastroenterologischen Untersuchung oder wie der kundige Volksmund sagt: Schlauch schlucken. Immerhin weiß ich dank des Gesprächs, dass fast die Hälfte der Patienten sich dafür komplett ins Nirvana schießen lassen, also eine Vollnarkose bevorzugen. Ich wusste gar nicht, dass das geht, aber finde ich gut. Gleiches gilt übrigens für die Untersuchungen von der anderen Seite aus. Eigentlich wollte ich noch nachfragen, ob man dafür dann wirklich mit Gas vollgepumpft wird und danach gewisse Unanehmlichkeiten aufträten, aber ich war der Meinung, dass ich schon genug Details zu der Thematik erfahren hatte und nicht noch mehr Input ertragen sollte.

Aber es hat auch sein Gutes: es hätte bei dem Gespräch ja auch um Frigidität oder Impotenz gehen können.

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Montag, 30. April 2012
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Also doch nicht nach Vienna nächste Woche. Ist mir nicht unrecht; schon alleine deshalb, weil ich da gar nichts hätte zeigen können. Elende Prokrastination immer.

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Auf dem einen Konto sieht es wieder normaler aus. Die Restzahlung ist raus und somit ein weiteres Kapitel abgeschlossen. Jetzt fehlt noch die lang ersehnte Baumsache, aber danach siehts aktuell nicht aus. Naja, ist auch ok.

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Morgen ist großer Umtrunk hier am Ort. Es gibt das weltbeste Weizenbier, ziemlich gute Steaks, Sonne und eine Menge netter Leute. Freu mich schon drauf. Die Hexe wird auch dort sein und hat sogar Dienst. Hoffentlich teilt man sie am Weinausschank ein. Wäre ein schönes Bild wie sie in unbeobachteten Momenten die Theke ableckt oder heimlich im Kühlhaus an den offenen Flaschen nippt.
Und ganz wichtig: Sonnencreme! Ist zwar eigentlich eh schon zu spät, weil ich mir am Samstag schon die Rübe verbrannt habe, aber nun denn. Um das Gewissen und die Hautärztin zu beruhigen kann ich ja jetzt damit anfangen. Irgendwo liegt noch welche rum. Sonnenschutzfaktor 50. Die gleiche Sorte, die Astronauten auf einem Flug zur Sonne auch benutzen würden (ok, bei ihnen wären wahrscheinlich keine lustigen Elefanten und Giraffen auf der Flasche). Das Zeug zieht noch nicht mal richtig ein, man sieht die erste halbe Stunde aus wie ein Gothikanhänger im reiferen Alter. Und später glänzt man wie ein Stück Speck. Je nach Sonnenintensität riecht man irgendwie auch so ähnlich. Egal. Krebs ist böse und die Leute können sich denken, was sie wollen. Tun sie ja eh. Mache ich ja auch nicht anders.

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Hab ich übrigens erwähnt, dass ich am Mittwoch frei habe? Nein? Also: ich habe am Mittwoch frei.

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Wenn die Steuerrückzahlung dann endlich mal kommt (macht hin, ihr Nasen!), habe ich schon wundervolle Ideen für neue, einigermaßen sinnfreie Anschaffungen. Hach, das wird klasse.

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Sonntag, 29. April 2012
Chillig

Das linke Knie tut weh, genau wie der kleine Finger der linken Hand. Ich bin gedanklich noch mal den gestrigen Abend und auch den Heimweg durchgegangen, aber meines Wissens gab es keine besonderen Vorfälle, keine Stürze, keine Hauswand, die mir entgegengekommen wäre. Das Knie tat gestern beim "chillen" schon weh. Eine super Ausrede für "no sports" - wenn es beim faul rumsitzen schon schmerzt, wie wäre es dann erst bei körperlicher Aktivität? Sollte man gar nicht erst probieren.

Des gestrige Abend war wunderbar entspannt. Leckeres Essen, tolle Leute, viel Spaß, Bier und auch Ouzos (Major headache sag ich da nur). Dazu noch herrliche Sommernachtstemperaturen und eine Hauswand im Blick, die lächeln würde, wenn Hauswände denn lächeln könnten. Aus dem geplanten "Na ok, bis halb Eins, aber nicht viel länger" wurde fast drei Uhr. Gibt so Nächte.

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Samstag, 28. April 2012
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Heute back ich, morgen brau ich, übermorgen mache ich der Königin ein Kind.

Naja, zumindest backe ich heute, das steht fest. Wie es mit dem Rest läuft, wird man sehen.

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Freitag, 27. April 2012
Jo, mei. Käfer.

Es ist wie bei "Die Vögel", nur kleiner und es sind Maikäfer, keine Vögel. Aber ansonsten hat es schon was von einer Invasion. Zu hunderten schwirren sie durch die Gegend und nochmal so viele zirkeln um einen Baum herum, den sie besonders zu mögen scheinen. Allerdings sind die Viecher nicht besonders intelligent. Oder sie sind blind. Jedenfalls fliegt ständig so ein Teil an die Wand, an die Scheibe, an die Decke und manche sind sogar zu blöd, um zwischen einem Geländer hindurchzufliegen. Das beruhigt dann doch ein bisschen im Hinblick auf eine eventuell anstehende Invasion: die Chance, dass sie bei einem gezielten Angriff auch tatsächlich treffen, ist nicht besonders groß.
Bei Wikipedia habe ich gelesen, dass man früher aus den Käfern "Maikäfersuppe" machte. Pro Person rechnete man ca. 30 Stück. Die im Garten herumschwirrende Population dürfte somit für ein gepflegtes Mittagsmahl plus einen prall gefüllten Gefrierschrank reichen. Und aus den ausgerissenen Flügeln bastle ich mir ein Mobile oder mache ein modernes Kunstwerk draus. Einen Titel habe ich schon: May Bug Wing". Hm, obwohl. Klingt doof und könnte mit etwas aus dem China-Imbiss verwechselt werden. Naja, da wird sich noch was finden. Bis dahin beobachte ich das Treiben ganz genau, damit sie wissen, dass ich vorbereitet bin, wenn es zum Angriff kommt.

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