Sonntag, 13. Mai 2012
2831

Back from birthday. Was für eine schöne Geburtstagsfeier. Bunt gemischtes Publikum, leckeres Essen, kühle Getränke, tolle Location (daheim beim Geburtstagskind). Ich liebe solche Abende. Sogar der ehemalige Darsteller in einem Amateur-P*rn*-Dreh war erträglich, was nicht immer der Fall ist. Ein Steher war er nie (siehe Film), auch nicht in Sachen Kommunikation. Die Datteln im Speckmantel haben alles rausgerissen, genau wie die Calapenios (wie immer das geschrieben wird) und die Hackbällchen und und und. Habe ich schon den Ramazotti erwähnt? Oder die Leute. Hach. Was für ein schöner Abend.

Jetzt gleich Zombies. Im Fernsehen. Ein perfekter Abschluss.

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Samstag, 12. Mai 2012
Und draußen blitzt es

Eine Dreiviertelstunde in der prallen Sonne gewesen. Ergebnis: ein halber Hitzekollaps, Schweißströme von Niagaraausmaßen und erneut eine verbrannte Rübe. Die Sonne ist noch nicht mein Freund, scheint es. Kann ja noch kommen.

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Beim Einkaufen v. getroffen. Morgen wäre eine Ü30-Party, meinte sie. v. geht natürlich hin. Eh klar. Ich kann nicht und irgendwie ist mir das gerade ziemlich recht.

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Wochenende. Endlich. Und schwupp ist es wieder vorbei. Das geht ruckzuck.

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Donnerstag, 10. Mai 2012
Kopfwackeln

In der Spelunke sitzt immer mein ehemaliger Hausarzt. Er ist der gleiche Jahrgang wie mein Vater und früher ist man dann eben zu ihm, wenn es irgendwo gezwickt hat. Später dann eher nicht mehr, denn er war schwerer Alkoholiker. Ich erinnere mich, wie ich mal eine richtig heftige Erkältung hatte und auf der Suche nach Linderung der Beschwerden zu ihm gegangen bin. Seine erste Frage war, wie lange ich krankgeschrieben werden möchte. Darum ging es mir aber gar nicht, ich wollte was gegen den heftigen Husten und überhaupt wissen, was Sache ist. Sagte ich ihm auch. Es dauerte ein bisschen, bis er sein Stethoskop gefunden hatte. Er hörte halbherzig Rücken und Brust ab, die Zunge streckte ich auch raus, nachdem er mit dem Spatel endlich den Mund getroffen hatte. Ob ich das Medikament, das auf dem Rezept stand tatsächlich auch geholt habe, weiß ich nicht mehr genau. Eher nicht. Aver wie das bei schweren Erkältungen so ist: ich wurde wieder gesund. Er nicht. Heute saß er wieder in der Spelunke. Sein Kopf bewegt sich nervös, fast wie bei einer Taube. Er trinkt schon lange nicht mehr, aber irgendeine Krankheit hat er. Welche, weiß niemand. Seine Frau ist bis zum Anschlag religiös, sieht das alles als gottgegeben und kümmert sich lieber um der Erhalt kirchlicher Belange als um ihren Mann. Ob er Kinder hat weiß ich nicht. Er trinkt immer einen Kaffee und ein Glas Leitungswasser. Das bestellt er wenn er reinkommt und es hält den ganzen Abend. Dazu raucht er Zigarette um Zigarette. Und wackelt dabei mit dem Kopf. Von den anderen Anwesenden war schon so ziemlich jeder schon einmal in seiner Praxis. Früher. Als das Kopfwackeln noch nicht war und er tatsächlich praktizierte. Manche waren auch später noch dort, wenn sie einen Krankmeldung brauchten, aber nicht wirklich krank waren.
Kürzlich hat er mich angesprochen. Was das für eine Party wäre da hinten. Ich habe es ihm erzählt und sein Kopf wackelte. Ob das bedeuten sollte, dass er verstanden hat oder der Kopf einfach so wackelte... man weiß es nicht. Ebenso wenig weiß man, was er macht, wenn er nicht in der Spelunke sitzt. Wahrscheinlich auch mit dem Kopf wackeln, aber wenn man sonst nichts macht, ziehen sich die Tage schon sehr.

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Mittwoch, 9. Mai 2012
Tja

Irgendwas scheine ich richtig zu machen. Die Kunden schreiben immer explizit mich an, für einen spontanen Kundentermin morgen sollte ich dringend mit, was aber nicht ging und überhaupt taucht ständig mein Name auf. Das wäre grundsätzlich vollkommen ok, nur: woher kommt dieses abgrundtiefe Vertrauen? Ich weiß mit Sicherheit nicht mehr als die Kollegen und im Anzug sehen mindestens zwei um einiges besser aus. Die Damen... naja, lassen wir das. Nerds aus dem Bilderbuch. Aber trotzdem. Für einen Besuch bei einem Kunden im Ausland kann ich bei allen vorgeschlagenen Terminen nicht, aber die suchen ständig neue Möglichkeiten, anstatt auf einen der genannten Kollegen zuzugreifen. Dabei habe ich nicht mal gesteigerte Lust auf den Termin dort. Ich muss irgendwann mal, versehentlich, extrem kompetent und sympathisch rübergekommen sein. Keine Ahnung wann das war, und es passiert mir sicher nicht wieder. Aber jetzt bin ich drin in der Nummer und komme so schnell nicht wieder raus. Tja.

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Kennt noch jemand den Film "Das goldene Kind"? Eddie Murphy und so. Jedenfalls ist dieses Kind bei einer Rockerbande in Gewahrsam. Eddie haut die mit Hilfe der asiatischen Dame zusammen und dann finden sie in der Küche einen Topf mit Brei. Eddie stochert im Brei und es sickert etwas Rotes durch. So in etwa sah es bei meinem Essen heute mittag aus. Ein Brei unbeschreiblicher Farbe und wenn man reinstocherte trat rote Flüssigkeit aus. Es war indisch; meinte zumindest der Zettel vom Lieferservice. Es war auch lecker, aber es sah verboten aus. Der Knirps im Film hat die Nahrung verweigert, ich habs gegessen. Das wars also mit der Karriere als goldenes Kind. Tja

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Tja.

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Dienstag, 8. Mai 2012
2827

Was habe ich nur verbrochen, dass ich es in letzter Zeit fast nur noch mit Leuten zu tun habe, für die Anstand ein Fremdwort und das noch in Suhalei ist? Wo sind die Zeiten hin, in denen man noch Arsch in der Hose und Verstand im Hirn hatte? Idioten.

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Morgen wird beim Lieferservice bestellt und diesmal wirds keine Pizza. Ich bin sowas von gespannt. Der Notfallapfel, so es denn komplett scheiße schmeckt, steht bereit. Immerhin hat mein ausgewähltes Gericht keinerlei Zusatzstoffe. Zumindest keine, die man deklarieren müsste. Das gibt bestimmt Karmapunkte.

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