Donnerstag, 30. April 2026
Duftkerze "Low Carb"

Die erste Nacht mit Beissschiene. War unerwartet okay. Zu Anfang ungewohnt, in der Nacht aber dezent im Hintergrund und unauffällig. Weniger geknirscht werde ich dadurch wohl nicht haben, aber dafür nun den Körper voller von der Schiene abgeknirschtem Mikroplastik. Ich werde also mit schönen Zähnen an zuviel Plastik im Körper sterben.

Ich werde das natürlich weiterhin testen, um die Zähne zu schonen, wobei der korrekte Weg natürlich die Beseitigung der Beissgründe ist.

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Gestern auf dem Weg zum Supermarkt eine Bekannte getroffen, auf deren Geburtstag meine Eltern letztens waren. Sie fragte mich, wie es meinem Vater ginge, er habe so schlecht ausgesehen. Dem konnte ich nicht widersprechen und sie meinte (als ich es angesprochen habe), auch ihr wäre aufgefallen, dass er in eine Depression rutsche, wenn nicht sogar schon drin wäre. Harter Tobak, aber ist halt so. Und wieder der Punkt: Was macht man da. Ich hatte schon halbherzig bei Claude (KI) nachgefragt, aber muss gestehen, dass ich mich bisher noch darum gedrückt habe, die Antwort zu lesen. Das werde ich dann wohl mal tun...

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Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) sagte: „Wir schaffen Habecks Heizungsgesetz ab und geben im Keller wieder die notwendige Freiheit. Gleichzeitig braucht es einen fairen Ausgleich zwischen Vermietern und Mietern, denn der eine entscheidet, womit geheizt wird, und der andere im Alltag darüber, wie viel.“

Was habe ich diesen Typen in Pandemie-Zeiten verteidigt, um nun festzustellen, was für ein Widerling das ist. Ekle mich ein bisschen vor mir selbst. Und nein, so langsam reicht es mit "Wir werden uns viel zu verzeihen haben. Ich verzeihe gar nichts mehr! Wo ist die freie Wirtschaft, wenn man sie braucht? Holt Spahn ab! Nehmt ihn! Jetzt!

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Konsumopfer, das ich bin, habe ich mir Duftkerzen besorgt, die nach Haribo-Produkten riechen. Aktuell brennt hier im Büro eine Kerze namens "Fluffy Clouds". Es riecht sehr ausgiebig nach Schaumzucker, was natürlich eins olfaktorische Sabotage auf meine geplante Zuckerreduktion darstellt. Ich habe nun durchgehend, ständig, immer Lust auf Süßkram. Das war kein cleverer Kauf. Beim nächsten Mal muss ich schauen, ob es auch Kerzen mit den Duftrichtungen "Gesundes Gemüse" oder "Low Carb" gibt.

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Morgen haben alle frei, nicht nur ich. Dazu noch bestes Wetter. Da werden die Radwege glühen, die Biergärten überquellen und die ersten Sonnenbrände der Saison eingefangen. Freu mich sogar ein bisschen drauf.

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Mittwoch, 29. April 2026
Rettet die Elefanten - powered by Steinway

Gestern fuhr eins dieser Autos mit Kamera auf dem Dach durch die Straße. Es wird nun also auch der letzte Winkel der Erde (=hier) für die Kartendienste fotografisch erfasst. Leider wusste ich vorher nicht, dass die hier vorbeikommen, sonst hätte ich sie natürlich gebührend in Kostümierung oder ähnlichem empfangen. Wann hat man schon mal die Chance für so einen weltweit zu sehenden Auftritt. Ich habe den Wagen aber erst gesehen, als er wendete, also muss die Welt weiterhin auf mich verzichten. Vielleicht ganz gut; die hat genug um die Ohren. Apropos Ohren: Kind Charles scheint sich gut zu schlagen beim orangen Clown. Wenn die britische Monarchie eins kann, dann solche menschliche Katastrophen gekonnt umschiffen. Okay, Prince Andrew vielleicht nicht, aber der wurde ja nun auch bei der Monarchie freigestellt.

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Timmy ist auf dem Weg in die Freiheit. Ich bin kein Fachmann in Sachen Wal, hoffe aber, dass ihm das ganze Brimborium nicht zuviel ist. Andererseits: Die Alternative wäre halt zu sterben. Ich bin kein Fachmann in Sachen Walgesundheit - keine Ahnung, was das Beste für Timmy gewesen ist. Liegen und Sterben lassen (Let lie and die. Der zweite Teil eines großen James Bond-Klassikers) oder eben doch Rauszerren aus dem seichten Wasser. Wenn das Tier die Fahrt überlebt und sich ins offene Meer bewegt, wäre das ja schön. Wenn der Peilsender aber einfach an der Stelle verharrt, wo Timmy rausgelassen wurde, die Signale aber plötzlich vom Meeresboden kommen... Tja. Und richtig fies wäre natürlich, wenn sich das Signal wieder Richtung Insel Poel bewegt. Was dann? Holen die Retter dann Harpunen raus und zwingen Timmy im Meer zu bleiben? Zieht man ein Netz, um ihn fernzuhalten (und Timmy so: "Cool, ein Netz! Gleich mal reinschwimmen!" Er hat da ja wohl ein gewisses Faible.) Man wird sehen.

Am Ende muss man froh sein, dass die Menschheit noch nicht diesen ominösen Elefantenfriedhof entdeckt hat, wo die Tiere zum Sterben hingehen. Da wäre was geboten. Die Rettungslastwagen würden Schlange stehen, eine private Initiative würde Diesel spenden (ist ja so teuer gerade) und einmal die Woche hat man als Helfer Dienst bei der Patrouille rund um den Friedhof, um die alten und kranken Elefanten abzuwehren, die sich auf den Weg zum Sterben gemacht haben.

Vielleicht wäre dem aber auch gar nicht so, denn ich bin nicht nur nicht Fachmann in Sachen Wal; gleiches gilt für Elefanten. Auch da: Keine Ahnung.

PS: Könnte mir aber vorstellen, dass das Projekt "Rettet die Elefanten" von Steinway gesponsert wird, die im Gegenzug nur das dort herumliegende Zeug haben wollen. Aber auch das ist nur eine Vermutung. Klaviere spielen bei mir in einer Liga mit Walen und Elefanten.

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Kieferverspannungen wegen Extremkeirschen. Wird Zeit endlich die Beissschiene einzuweihen.

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Dienstag, 28. April 2026
Never forget Ozzy

Das Abflammgerät, das mit Kartuschen betrieben wird, funktioniert. Gott sei Dank. Einen weiteren Rückschlag in dieser Sache hätte ich nicht verkraftet. Es funktioniert aber. Die Flamme ist sichtbar und es zischt und brodelt. Großartig. Es musste auch schon einiges an Unkraut dran glauben; gut eineinhalb Stunden war ich aktiv und habe dabei knapp 1,5 Kartuschen verbraucht. Das ist eigentlich keine Lösung auf Dauer; eigentlich müsste ich auf die großen Gasflaschen umsteigen, allerdings ist die Abflammsaison auch begrenzt. Was da effizienter ist, müsste man (man=KI) mal berechnen. Alles in allem hat es also ganz gut geklappt und ich bin ein bisschen stolz, dass es geklappt hat. Im Gegensatz zu meinem "langsam laufen" am Mittag. Aber das ist wohl einfach nur Übungssache.

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Mein Vater ist nicht mehr der Jüngste. Er ist der Jahrgang wie Bruce Springsteen und ein halbes Jahr jünger als Ozzy Osbourne. Gesundheitlich tendiert er mehr zu letzterem. Kürzlich war er (wieder) beim Kardiologen, weil alles schlecht ist. Herz, Bewegungsapparat, dies, das. Alles. Die Hoffnung war, dass der Kardiologe die Abnehmspritze empfiehlt, weil viele der Beschwerden auf das starke Übergewicht zurückzuführen sind. Der Kardiologe meinte, das würde er nicht empfehlen, denn das kostet ja Geld; mein Vater solle es doch mal so probieren. Anders ernähren, etwas Bewegung. Als ob er das die letzten vierzig Jahre nicht probiert hätte. Da mein Vater keine Lust auf Veränderung hat (da entfielen die vielen Gründe für exzessives Jammern und die Basis für seine Grunddepression), nahm er diesen Hinweis dankend an, ja klar würde er alles ändern, ab sofort würde alles gut. Das ist nun auch schon wieder über einen Monat her und getan hat sich nichts.

Eine andere Person, 24 Jahre alt, stark adipös, wenig Bewegung, extrem miese Ernährung war bei der Ärztin zwecks Blutcheck. Die Werte sind - was zu erwarten war - katastrophal. Es fehlt noch der Blutzuckerwert, hier ist die Hoffnung, dass da noch etwas zu retten ist, aber man wird sehen. Von der Ärztin gab es die gleichen Tipps und Vorgaben wie bei meinem Vater, allerdings etwas konkreter. Purinarme Kost, Vitamin D, Bewegung, Wasser statt Softdrinks, usw. UND es kam die Frage auf, ob man nicht die Abnehmspritze in Betracht ziehen würde. In diesem Fall machte die Person es selbst und anders versuchen, was mit 24 Jahren zwar auch anstrengend ist, aber machbar. Trotzdem: Hier wäre es gar kein Thema gewesen, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, bei meinem Vater wurde ein Drama draus gemacht - wohl wissend, was mit Ozzy passiert ist (okay, das hatte andere Gründe und Ozzys Tochter ist eigentlich ein - halbwegs - lebendes Mahnmal, dass man die Finger von der Spritze lassen sollte).

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Apropos: Heute Mittag wieder ein Mittagsläufchen und abends wird geflammt. Never change a running System.

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Montag, 27. April 2026
KI Playlist

Ich bin beim Laufen immer zu schnell .Das ist eine etwas drastische Aussage im Hinblick darauf, dass gestern gleich zwei Leute beim Marathon in London unter der 2-Stunden-Marke blieben. Ganz so schnell bin ich nicht, aber eben zu schnell. Deshalb komme ich zu schnell an meine Grenzen und eigentlich möchte ich auch mal längere Läufe machen. Ein Halbmarathon (noch nicht mal den würde ich wahrscheinlich unter zwei Stunden schaffen) ohne danach in ein Sauerstoffzelt zu müssen. Zehn Kilometer, völlig entspannt. Solche Aktionen. Dafür bin ich aber zu schnell (auf meinem Level). Mein Verdacht: Es liegt an der Musik, die ich dabei höre. Das ist nun nicht der Rocky-Soundtrack oder Hardcore-Pumper-Mucke, aber vielleicht doch etwas zu schnell im Takt und unterbewusst passt man sich da an und schwupp: Zu schnell. Aber wir leben in modernen Zeiten, es gibt KI und seit letzter Woche kann die auch direkt mit Spotify kommunizieren. Also habe sie beauftragt mir zwei Playlisten zu erstellen. Eine für einen "normalen" Lauf und eine für den gechillteren Lauf, langsamer, entspannter und zum Testen mal für eine Stunde. Das Ganze ist noch Beta und deshalb hat es für die erste Playlist wunderbar funktioniert, für die zweite nicht - die musste ich dann manuell gemäß den KI-Vorschlägen befallen. Das muss noch besser werden, aber Beta halt.

Nun habe ich also diese Playlisten. Was fehlt ist laufen. Das kann die KI nicht für mich erledigen, aber das ist auch okay. Die soll schön weiter in den dunklen Rechenzentren abhängen und Dinge erledigen. Bei Terminator hat man gesehen, was passiert, wenn die an die frische Luft kommt. Das ist nichts Gutes.

Für die Mittagspause ist ein Testlauf geplant. Bin gespannt.

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Sonntag, 26. April 2026
Walhalla ruft

Im Spätsommer dann also Dendemann. Eine bunte Mischung aus Nostalgie, FOMO und Schaumermal. Der Boomer in mir sagt: "Ganz schön teuer heutzutage, so Karten". Immerhin verkneife ich mir das "Früher war alles besser". Wird sicher ein amüsanter Abend. Ich klicke mich schon durch die verschiedenen Videoplattformen und sollte mir auch eine Playlist anlegen, damit ich bis zum Konzert textsicher bin.

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Die kleine Katze war wieder für einen nächtlichen Besuch da. Eigentlich sogar zwei. Ich sollte sie ignorieren, aber natürlich kriege ich das nicht hin. Stattdessen schlage ich die Decke hoch, packe sie drunter und da liegen wir dann, ich etwas unbequem und halb auf der Katze, während ich ihr Ohren und Bäckchen kraule. Findet sie wohl gut, denn sie brummt wie ein Rasierapparat. Ich darf allerdings nicht aufhören zu kraulen, sonst wird gemeckert. Leider bin ich diesbezüglich nicht multitaskingfähig: Schlafen und Kraulen geht nicht zeitgleich. Das ist suboptimal. Deshalb muss ich mir echt angewöhnen, sie zu ignorieren. Ist aber gar nicht so einfach standhaft zu bleiben, wenn ein kuschelig-wuscheliges Wesen Kuschelzeit einfordert.

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Wenn irgendwann dann tatsächlich mal das neue Auto da sein wird, werde ich es blind bedienen und dem Händler sämtliche Features aus dem FF erklären können. Ich habe das Internet leergelesen, sämtlichen verfügbaren Videos gesehen, alle Foreninhalte inhaliert und wenn man mich ins Werk einladen würde, könnte ich Verbesserungsvorschläge noch und nöcher liefern, die die Performance in ungeahnte Höhen triebe. Es sind aber weitere drei Monate (mind.) bis es soweit ist. Fast nicht auszuhalten.

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Die 15 Kilometer von gestern (und die Gartenarbeit) stecken mir noch in den Knochen. Überlege trotzdem, ob ich nachher nicht eine kleiner Runde laufen gehe. Nur kurz, ein bisschen, frische Luft und so. Hm...

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Wenn Timmy stirbt... geht (oder besser schwimmt) er dann nach Walhalla?

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