Montag, 19. September 2011
Das Jammern geht weiter...

Von einer Megaerkältung mit allem drum und dran direkt in so eine fiese Magen-Darm-Sache gerutscht. Das kann allerdings auch an den Medikamenten liegen, die ich gegen die Erkältung eingeworfen habe. Es nervt jedenfalls so langsam.

Noch eine Woche krankschreiben lassen ist nicht die drin. Die Totengräber (aka Unternehmensberater) schleichen schon durch die Gänge, sondieren die Lage und machen Kreuzchen in ihre Kladden. Da empfiehlt es sich einen fitten und aufgeräumten Eindruck zu hinterlassen und beschäftigt zu tun. Klappte heute ganz gut. Die Krämpfe kamen auch erst gegen Abend. Andererseits: dem Tun der Totengräber ist nicht wirklich eine Logik zu entnehmen. Weiß der Geier, wie die zu ihren Schlussfolgerungen kommen, aber ich könnte schwören, dass ich gelegentlich schon das Klackern von Würfeln aus dem Besprechungszimmer gehört habe. Dem Kollegen habe ich den Tipp gegeben, er solle sich mal an die weibliche Totengräberin ranschmeissen. Das könnte seine Chance auf Verschonung erhöhen. Er will aber nicht. Ich glaube fast, es wäre ihm gar nicht unrecht, wenn das Beil über ihm runterdonnert. Man kann es ihm nicht verdenken.
Derweil verzweifle ich an der Großmäuligkeit mancher Menschen. Und an der Dummheit und übertriebener Chuzpe anderer. Es ist alles nicht einfach.

The trick is to keep breathing. Trotz Krämpfen.

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Donnerstag, 15. September 2011
Nur noch kurz die Welt retten

Das linke Augenlid flattert. Ist bestimmt ein Anzeichen für irgendwas. Nervt übrigens auch tierisch.

Morgen dann zum Psychoheini. Bin mir noch nicht sicher, ob ich die sarkastische Nummer abziehen soll, aber wahrscheinlich bietet sich eine gelassenere Variante mehr an. Auch in Anbetracht der anstehenden Dinge. Muss nur noch kurz die Welt retten, quasi. Wenn auch nur für einen kleinen Kerl, für den es aber enorm wichtig ist, dass seine kleine Welt gerettet wird. Also mach ich das mal. Und danach bin ich dann hier. Ab und an.

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Montag, 5. September 2011
Erkältet bin ich auch

Manchmal lässt sich Dummheit auch monetär bewerten und der Anwalt meint, ich solle das tun. Auch auf die Gefahr hin dabei schlechter zu fahren als beim Abo-Modell, weil man ja nicht sagen könne, wie lange das nun liefe, aber dennoch. Er meint, und ich gebe ihm da recht, dass ein finaler Abschluss genau das sei: ein Abschluss. Aus, vorbei, gegessen, Leichen zählen. Noch ein paar Jahre was abbezahlen, aber dann ist gut. Asta la Vista, Baby. Eat my shorts.
Ein Problem dabei ist, dass ich soviel Bares gar nicht auf die Schnelle bekomme und so oder so werde ich betteln müssen. Das ist mir zutiefst zuwider, aber anders ginge es nicht. Das große Plus: die Geldgeber wären mehr als froh, wenn dieser Mist abgeschlossen ist - wenn auch so unelegant. Aber tief im Herzen bin ich ja Katholik und somit der festen Überzeugung, dass sich alles in irgendeiner Art und Weise rächt und Gerechtigkeit übers Land zieht. Wäre eigentlich auch ein cooler Spruch für Smith & Wesson: Gerechtigkeit zieht übers Land. Alternativ: 0,44 Zoll Gerechtigkeit. Müsste für meinen Fall aber aus reinem Silber sein und zur Sicherheit sollte man auf jeden Fall hinterher noch einen Holzpfahl reinhämmern. Und Knoblauchzehen auslegen. Ein Eimer Weihwasser kann auch nicht schaden.

So ist das. Ach ja: erkältet bin ich auch.

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Mittwoch, 3. August 2011
Kreislauf. Oder auch nicht.

Heute mittag mal kurz Kreislauf gehabt. Bzw. eher keinen mehr. Zumindest war er weit weg. Vielleicht zu schnell vom Sofa aufgestanden, wahrscheinlicher ist aber, dass der Blutzuckerwert im tiefsten Keller war. Nun denn, auch das habe ich wieder mal überlebt.

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In so Momenten, wo man denkt, dass es doch ganz ok aussieht auf den Konten, kommt etwas, was einen finanziell mal kurz wieder einigermaßen zurückwirft. Das ist der Nachteil an diesen schon in der Grundanschaffung nicht ganz günstigen Karossen: die Folgekosten sind ebenso exorbitant. Immerhin wurde ich dadurch davon abgehalten, irgendwohin zu fahren, wo ich noch mehr Geld ausgegeben hätte. Tja.

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Ich bin jetzt stolzer Besitzer von einer Ladung voller Tupperschüsseln (allerdings nicht die Originale), einer Salatschleuder, 3 Pfannen (zwei nicht mehr ganz neue, eine richtig neue), einer kleinen und einer großen Reibe, einem ziemlich coolen Messerblock (nicht der Block an sich, aber die simple und dennoch wirkungsvolle Idee dahinter) und einigen mehr oder weniger scharfen Messern. Ich rede mir ein, dass nur aufgrund dieser Utensilien eine leckere Gemüsepfanne wie die vorhin möglich ist. Außerdem weiß ich mittlerweile, was Röstaromen sind und dass "schwarz" ein zuviel von selbigem ist.

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Bilde ich mir das nur ein oder gibt es aktuell um einiges mehr Mücken und überhaupt Fluginsekten als noch vor ein paar Wochen oder die Jahre zuvor? Es nervt.

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Festgestellt, dass es einer Aversion gegen Großkotzigkeit nicht unbedingt zuträglich ist, wenn man so jemanden vor die Nase geknallt bekommt. Wenn jetzt Taten folgen, bin ich aber eventuell ein kleines bisschen versöhnt. Oder anders ausgedrückt: nicht schwätzen: machen!
Andererseits... wenn jemand prahlt, was für glohrreiche Connections er in die spitzesten Spitzen der weltweiten Wirtschaft hat... warum ist der dann nicht dort? Hm. Aber letztlich braucht man eben immer nur ein paar Trottel, die auf Buzzword-Exzesse und Namedropping reinfallen. Ich werde ja schon bei den vielen Rechtschreibfehlern in den Emails hellhörig. Manche sollten auch bei vom Rechner aus verschickten Emails "sent from my Blackberry" dazuschreiben, um eine Ausrede für diese Schreib-Legasthenie zu haben. Wenn dann plötzlich ein paar Abschnitte ohne Fehler auftauchen, riecht das stark nach ge-guttenbergt.

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Feierabendbier. Prost.

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Montag, 25. Juli 2011
Zweihundert

Zweihundert sind auch auf der Landstraße locker machbar. Be- und Beunruhigend zugleich.

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Mit dem festen Vorsatz dem Körper, der Seele und dem allgemeinen Wohlbefinden etwas Gutes zu tun in die Kantine gegangen. Dann gabs da Currywurst mit Pommes...

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Der Drang nach körperlicher Gewalt wird mit jeder gesprochenen und/oder geschriebenen Silbe größer. Wenn dann noch ein Anwaltsschreiben in der Post liegt, ist es fast nicht mehr auszuhalten. Ich lese manche Familiendrama-Meldungen in der Zeitung mittlerweile aus einem anderen Blickwinkel.

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Noch 9,5 Jahre, dann geht alles noch vorhandene Geld über verschlungene Wege auf irgendein Konto weit weit weg und ich hinterher. Eine Finca auf Malle, eine Strandlaube in der Karibik, irgendsowas. Eine ehemaliger Kollege ist anscheinend mittlerweile "Facility Manager" für ein paar verkommene Appartments in der Dom Rep. Wie ich ihn kenne gehts ihm gar nicht schlecht dabei.

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Für morgen den festen Vorsatz, dem Körper, der Seele und dem allgemeinen Wohlbefinden in der Kantine etwas Gutes zu tun. Allerdings: es gibt Gyros.

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