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Dienstag, 13. November 2012
Berater(innen) beraten
In der Fabrik sind plötzlich einige neue Gesichter und keiner wusste bisher, was das für Leute sind und warum sie durch die Gänge schleichen. Nun ist es offiziell: das sind „Consultants“, also Berater oder wie der erfahrene Angestellte sie nennt: der Anfang vom Ende. Es mag gute Consultants geben, nur leider bin ich noch keinem begegnet. Ironischerweise gehen ja auch ganz gerne mal Consultingfirmen vor die Hunde, was in etwa so ist, als würde bei einem Fachmann für Sicherheitsschlösser ständig eingebrochen. Jedenfalls gibt es bei uns nun eine Beratungsunit. Warum genau und was die machen… man weiß es nicht. Sie sehen aber schon mal wichtig aus und das ist die Hauptsache. Ich hatte die wundervolle Aufgabe ein paar von denen mein täglich Brot näher zu bringen und weil ich manchmal auch Glück habe, waren die zwei Damen aus der Truppe auch mit dabei. Ich habe dann als Beispielprojekt einen Kunden aus der Modeecke genommen und immer wieder, so ganz nebenbei aber dann doch in Bezug auf das Projekt, darauf hingewiesen, dass Röcke ja nun wohl total in seien und man als moderne, selbstbewusste Frau - gerade in hochseriösen Berufen wie beispielsweise Consulting - ja eigentlich gar nicht umhin kommt, im schicken Rock oder gar Kostüm ins Büro zu kommen. Aus dem Augenwinkel habe ich die abschätzigen Blicke der Damen auf ihren Hosenanzug (Dame 1) und Jeans (Dame 2) bemerkt und bin guter Dinge, dass die weitere Zukunft mit den Beratern im Haus durchaus auch seine angenehmen Momente haben dürfte.
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Montag, 12. November 2012
Aber ansonsten ist alles so einigermaßen entspannt
Gestern abend hielt ich es noch für eine Superidee: Linsensuppe vom Caterer. Wenig Kalorien, nahrhaft und passend zur Jahreszeit. Mittlerweile weiß ich: diese Idee war alles mögliche, nur nicht gut. So langsam sollte ich gelernt haben, dass mein Magen und alles weitere ein Mädchen ist. Hab ich aber nicht. Und somit quälen mich jetzt die Linsen und werden es wohl noch den ganzen Abend und weite Teile der Nacht tun. Immerhin hatte ich für morgen ein Einsehen und habe das Sauerkraut wieder abbestellt. Ob der Grillteller die bessere Alternative ist, wird sich zeigen, aber selbst noch so zickende Eingeweide sind kein Grund für gebackenen Hüttenkäse als Mittagessen. Oder noch schlimmer: Milchreis mit Kirschgrütze. Mal ehrlich: Milchreis?
Ich kann beim Grillteller ja den Reis weglassen, dann sollte das passen.
Die positiven Aspekte des Tages: ich war spontan beim Frisör und bekam noch einen Termin auf die Schnelle. Der Nachteil: es war bei der dauerquasselnden Frisörin aus Sachsen. Viel Reden und das auf sächsisch. Finden Sie den Fehler.
Außerdem konnte ich mich zurückhalten und habe einer Esoteriktante nicht(!) den Kopf dezent an die Wand gedonnert. Kaputt gegangen wäre da, außer vielleicht der Wand, nicht viel. Ich weiß ja auch nicht, aber schwer esoterische Menschen wirken immer wie bis über beide Ohren zugekifft, aber ohne so lustig zu sein wie echte Kiffer. Vielleicht habe ich auch nur ein Problem damit, so übertrieben glückliche Menschen in meiner Nähe zu ertragen, zumal, wenn dieses Glücklichsein auf so absurden Ideen beruht. Vielleicht schlummert in mir ein Wissenschaftler, dem es zutiefst zuwider ist, wenn Leute von Chakren und Energiewellen und Auren sprechen und sie das auch noch so besoffen-glücklich macht. Wahrscheinlich nervt es mich aber einfach nur, dass ich mir diesen Mist anhören und das ganze glückselige Getue (Umarmen, Eklig-freundlichsein, etc.) live miterleben muss. Ich finde, da kann man schon stolz auf sich sein, wenn man sich der Option dem Ganzen via eines kurzen Andiewanddonnerns schlagartig Einhalt gebieten zu können, erfolgreich widersetzt.
Aber ansonsten ist alles so einigermaßen entspannt.
Ich kann beim Grillteller ja den Reis weglassen, dann sollte das passen.
Die positiven Aspekte des Tages: ich war spontan beim Frisör und bekam noch einen Termin auf die Schnelle. Der Nachteil: es war bei der dauerquasselnden Frisörin aus Sachsen. Viel Reden und das auf sächsisch. Finden Sie den Fehler.
Außerdem konnte ich mich zurückhalten und habe einer Esoteriktante nicht(!) den Kopf dezent an die Wand gedonnert. Kaputt gegangen wäre da, außer vielleicht der Wand, nicht viel. Ich weiß ja auch nicht, aber schwer esoterische Menschen wirken immer wie bis über beide Ohren zugekifft, aber ohne so lustig zu sein wie echte Kiffer. Vielleicht habe ich auch nur ein Problem damit, so übertrieben glückliche Menschen in meiner Nähe zu ertragen, zumal, wenn dieses Glücklichsein auf so absurden Ideen beruht. Vielleicht schlummert in mir ein Wissenschaftler, dem es zutiefst zuwider ist, wenn Leute von Chakren und Energiewellen und Auren sprechen und sie das auch noch so besoffen-glücklich macht. Wahrscheinlich nervt es mich aber einfach nur, dass ich mir diesen Mist anhören und das ganze glückselige Getue (Umarmen, Eklig-freundlichsein, etc.) live miterleben muss. Ich finde, da kann man schon stolz auf sich sein, wenn man sich der Option dem Ganzen via eines kurzen Andiewanddonnerns schlagartig Einhalt gebieten zu können, erfolgreich widersetzt.
Aber ansonsten ist alles so einigermaßen entspannt.
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Sonntag, 11. November 2012
3014
Mein ehemaliger Nachbar aus der alten Wohnung hat mittlerweile zwei gewaltig große Schlangen und sieht aus wie Bukowski in sehr sehr schlank und klein. Was er beruflich macht weiß ich nicht, aber eigentlich wusste ich das auch nicht, also ich noch dort gewohnt habe. Ich weiß nur, dass die Kohle immer gelangt hat, damit er mit seiner Frau in die Dom. Rep. konnte, wo man zusammen ankam, sich für den restlichen Urlaub verabschiedete, weil sie sich die in der Zeit von den Strandboys durchvögeln ließ und/oder an der Bar abhing und sich zum Rückflug wieder traf. Was er in der Zwischenzeit machte: keine Ahnung. Nachdem ich heute die Bilder von ihm sah, gehe ich davon aus, dass man sich vielleicht doch zwischendurch mal traf, wenn auch nur an der Bar. Und es ist vielleicht ganz gut, dass ich da nicht mehr wohne. Nicht wegen ihm oder seiner Frau, aber das Wissen um zwei wirklich gewaltige Schlangen direkt unter mir, würde mich dann doch schon ein bisschen nervös machen. Spinnen gibts da wohl auch und wer weiß was sonst noch für ein Getier. Krieg schon bei dem Gedanken eine fiese Gänsehaut.
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Samstag, 10. November 2012
Die Nachbarn im Blick
Die Nachbarn bauen ihren bisher als Büro genutzten Dachboden um und wollen dort tatsächlich ihr Schlafzimmer unterbringen. Mal abgesehen davon, dass das im Sommer bestimmt superkuschelig da oben ist habe ich dann vom Büro aus den vollen Einblick in die ehelichen Geschehnisse. Aber vielleicht überdenken sie ja auch noch mal ihre strikte Rolladen-/Jalousien-/Vorhängeverweigerung. Wäre mir nicht unrecht. Ich will nicht alles wissen, was da drüben läuft. Reicht, wenn ich das zukünftig lautstark mitbekomme. Obwohl… im Sommer könnte das auch ein Stöhnen über die Hitze sein.
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Samstag, 10. November 2012
Fernsehen bildet
Fernsehen bildet. Sagen zumindest manche. Wenn dem so ist, wäre ich nun bereit für eine Horde Zombies (The Walking Dead). Ganz wichtig: immer das Gehirn zertrümmern. Alles andere hilft nicht. Mit Messer, Knarre, Baseballschläger… egal, aber immer auf die Birne und das schön feste. Ideal ist, wenn Blut und die Resthirnmasse herumspritzen, dann war es ein glasklarer Treffer.
Wahrscheinlich würde ich auch Crystal Meth hinkriegen (Breaking Bad), wobei… hm… eher nicht. Die Formel konnte ich mir nicht merken, so sie denn irgendwann mal in aller Ausführlichkeit genannt wurde. Und außerdem fehlt es mir an chemischen Fachwissen, theoretisch wie praktisch. Wüsste nicht mal, wo man die ganzen Glaskolben und Schläuche und so weiter herkriegt. Obi hat die doch bestimmt nicht im Angebot. Insofern sollte ich ganz froh sein, wenn Zombies kommt - da kann ich mit meiner Expertise trumpfen. Macht sich bestimmt gut bei Frauen, wenn man als ausgewiesener Zombieexperte in Aktion tritt, wenn eine Horde Streuner oder, noch schlimmer, Beißer auf einen zukommt. „Entschuldigen Sie, junge Frau. Darf ich mal?“ Und dann dem Zombie das Gehirn rausgedroschen. Wenn danach nichts geht, weiß ich auch nicht.
Ich könnte auch ausgefallene Diagnosen stellen (Dr. House) oder mich mit einer Parallelwelt anlegen (Fringe). Oder geben Sie mir einen Ferrari und eine schöne, große Wohnung in einer Villa auf Hawaii: ich löse Ihnen jeden Fall (Magnum)! Mit Delfinen sprechen? Kein Problem (Flipper). So eine Truppe Mafiosis organisieren wäre auch drin (Sopranos). Aber am liebsten wäre mir ja, wenn ich mein aus dem Fernsehen gewonnenes Fachwissen aus ein paar ganz besonderen Filmen anwenden könnte. Das nymphomane Haus der nymphomanen Nymphoweiber* oder Volle Lotte rein die Karotte* oder so. Aber wahrscheinlich kommt eher eine Horde Zombies.
* Keine Ahnung, ob es tatsächlich Filme mit diesen Titeln gibt. Aber Sie wissen schon, was ich meine…
Wahrscheinlich würde ich auch Crystal Meth hinkriegen (Breaking Bad), wobei… hm… eher nicht. Die Formel konnte ich mir nicht merken, so sie denn irgendwann mal in aller Ausführlichkeit genannt wurde. Und außerdem fehlt es mir an chemischen Fachwissen, theoretisch wie praktisch. Wüsste nicht mal, wo man die ganzen Glaskolben und Schläuche und so weiter herkriegt. Obi hat die doch bestimmt nicht im Angebot. Insofern sollte ich ganz froh sein, wenn Zombies kommt - da kann ich mit meiner Expertise trumpfen. Macht sich bestimmt gut bei Frauen, wenn man als ausgewiesener Zombieexperte in Aktion tritt, wenn eine Horde Streuner oder, noch schlimmer, Beißer auf einen zukommt. „Entschuldigen Sie, junge Frau. Darf ich mal?“ Und dann dem Zombie das Gehirn rausgedroschen. Wenn danach nichts geht, weiß ich auch nicht.
Ich könnte auch ausgefallene Diagnosen stellen (Dr. House) oder mich mit einer Parallelwelt anlegen (Fringe). Oder geben Sie mir einen Ferrari und eine schöne, große Wohnung in einer Villa auf Hawaii: ich löse Ihnen jeden Fall (Magnum)! Mit Delfinen sprechen? Kein Problem (Flipper). So eine Truppe Mafiosis organisieren wäre auch drin (Sopranos). Aber am liebsten wäre mir ja, wenn ich mein aus dem Fernsehen gewonnenes Fachwissen aus ein paar ganz besonderen Filmen anwenden könnte. Das nymphomane Haus der nymphomanen Nymphoweiber* oder Volle Lotte rein die Karotte* oder so. Aber wahrscheinlich kommt eher eine Horde Zombies.
* Keine Ahnung, ob es tatsächlich Filme mit diesen Titeln gibt. Aber Sie wissen schon, was ich meine…
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