Freitag, 23. November 2012
3026

Nun ist es also da, das Wochenende und prompt kommt die Erkältung richtig durch. Das ist alles nicht wirklich fair, aber was will man machen. Morgen besteht immerhin die Chance auszuschlafen, ob es klappt ist die andere Frage. Und eigentlich soll man mit schwelender Erkältung auch nicht in die Sauna, aber das ist mir egal. Ich mache das morgen. Entweder mich nietet es komplett um oder es wird besser. Oder nichts von beidem und alles bleibt gleich.

Die Notarin heute hatte übrigens den gleichen Nachnamen wie ein Schlagersänger. Musste dann die ganze Zeit daran denken, ob sie denn wohl einen Sohn und falls ja, ob sie dem im schwangerschaftshormonellen Übermut mit dem Schlagersängervornamen versehen hätte. Habe mich dann aber nicht getraut zu fragen. Geht ja immer so formell ab bei Notaren. Egal. Am Ende haben alle unterschrieben, alles ist gut, die Welt ist gerettet. Ist mit dem Miststück wieder mal nicht so einfach, aber die war heute nicht dabei und da gehts auch um was anderes.

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Donnerstag, 22. November 2012
3025

Gibt ja so Wochen, an denen man das Wochenende sehnlichst herbeiwünscht. Das wäre so eine.
Immerhin habe ich morgen wegen Notartermin schon ab kurz vor zwei Feierabend. Es ist nämlich nicht der altbekannte Notar, sondern eine Notarin (oder sagt man Notariette?) etwas weiter weg. Umso besser: dann entrinne ich eine halbe Stunde früher dem Fabrikwahnsinn. Und am frühen Abend gehts in die Spelunke zwecks Abklärung der Freunde-Weihnachtsfeier. Eigentlich kann man es genauso machen wie letztes Jahr, werden wir wohl auch, aber so ein Ausflug in die Spelunke ist ja auch mal wieder nett. Da war ich schon eine ganze Weile nicht mehr. Weiß gar nicht mehr wie das ist, wenn man morgens wie eine zugeräuchtere Pommesbude riecht.

Ansonsten ist aber alles gut. Ich habe auch schon ganz viele Rezepte für Weihnachtsgebäck. Der Ofen wird glühen.

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Mittwoch, 21. November 2012
Am Ende fehlt immer ein "K" für FUCK

Telefonkonferenzen mit „Global Playern“ sind immer irgendwie ernüchternd. Man denkt ja, dass dort die Besten der Besten der Besten arbeiten, also quasi die, die eigentlich Men in Black sein sollten, aber sich dann doch für einen anderen Beruf entschieden haben. Tatsächlich trifft man dort aber immer wieder, eigentlich sogar erstaunlich oft, auf Leute, wo man sich nicht sicher ist, ob sie den Weg ins Büro alleine gefunden haben oder vom Firmenchauffeur abgeholt wurden, damit sie nicht wieder versehentlich ins falsche Gebäude latschen. Was sie aber trotzdem alle draufhaben ist Buzzworddropping. Es vergeht kein Telefonat, in dem nicht irgendwelche obskuren Begrifflichkeiten fallen - ob sie passen oder nicht. Und sie kennen alle selbsterfundenen Kürzel auswendig. MFG, LMAA usw. Es gibt übrigens im englischen sehr wenig Begriffe mit dem Anfangsbuchstaben „K“. Ich versuche nämlich schon sein Jahren einen Begriff zu erfinden, bei dem die Abkürzung FUCK wäre. Bisher aber leider nicht erfolgreich. Dabei wäre das so schön: Hast Du die Sachen schon in FUCK abgelegt? Wieso steht das nicht in FUCK? Wozu haben wir eigentlich FUCK? FUCK ist federführend, alle haben sich an FUCK zu halten.

Tja, aber dank fehlendem „K“ wird das nichts mit FUCK.

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Dienstag, 20. November 2012
3023

Ich hasse es! Auf dem Weg zum Berg getankt, damit ich das hinter mir und morgen keinen Stress habe (da steht eine längere Fahrt an). 149,9. Eigentlich ein Ok-Preis, dachte ich. Also getankt, bezahlt und weitergefahren. Ca. drei Kilometer weiter komme ich wieder an einer Tankstelle vorbei. Der Preis dort: 145.9. Zum Kotzen. Wäre ich direkt zu dieser Tanke gefahren, wäre es genau umgekehrt gewesen und ich hätte unnötig von dem ohnehin viel zu teuren Sprit verbraucht. Naja, dafür war ich danach beim Billigdiscounter und habe unter zehn Euro eingekauft. Lag vielleicht auch daran, dass ich das, was ich wollte nicht gekriegt oder vergessen habe. Und die Kippen dort scheiße sind.

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Am Freitag einen Notartermin. Notare sind komische Menschen. Muss wohl so sein, sonst würde man diesen komischen Job auch nicht machen wollen. Der am Freitag sieht aus wie ein Bestatter und zwar wie der in den Lucky Luke-Comics, nur in groß. Der Rest ist gleich. Es ist ein großer, dürrer und sehr blasser Mann mit einer großen Nase und dünnen, grauen Haaren. Dünn und grau beschreibt ihn ziemlich gut. So ist er und so sind auch seine Haare. Wenn er lächelt, meint man, er habe Schmerzen. Er lächelt oft; ich hoffe, er hat nicht wirklich dauernd Schmerzen. Mittlerweile muss ich meinen Ausweis schon gar nicht mehr vorzeigen und ich warte darauf, dass er mir die Rechnungen persönlich vorbeibringt, um noch einen Kaffee zu trinken und schmerzhaft-lächelnd ein wenig zu plaudern.

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Ich bin gar nicht mehr up-to-date bei den Lustigen Taschenbüchern. Man kommt echt zu nichts…

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Montag, 19. November 2012
Nebel

Der Nebel ist am Berg immer noch eine Spur heftiger. Man sieht momentan gar nichts. Keine leuchtende Autobahnschlange, keine Straßenlaternen unten im Tal, noch nicht mal die Eingangsbeleuchtung der Häuser einen Stock tiefer. Es ist einfach nur richtig dunkel, wie bei mondloser Nacht mitten im tiefsten Wald. Sogar die Geräusche werden vom Nebel weitestgehend geschluckt. Und weil meine Ohren dank einer leichten Erkältung auch ein leichtes Druckgefühl haben, stelle ich mir vor, ich wäre Jaques Cousteau in seiner Kapsel in der dunklen Tiefsee und warte auf das Leuchten eines skurrilen Tiefseebewohners. Aber bisher tut sich da draußen nichts - und ich will gar nicht wissen, wie sehr ich mich erschrecken würde, wenn jetzt plötzlich wirklich ein Leuchten in der Dunkelheit vor mir wäre. Am Berg gibt es relativ wenig Tiefseefische, weder die Standards, aber auch keine leuchtende.

Heute morgen war der Nebel wunderschön. Die Sonne strahlte wie verrückt, aber sie kam nicht komplett durch. Stattdessen war da eine mattleuchtende Scheibe am weißverwaschenen Himmel. Ab und an waberten Nebenschwaden wie rauchige Wege über die Felder neben der Autobahn. Eine in Watte gepackte Welt, hell, aber nicht grell. So darf es morgen früh gerne wieder sein. Der Tag fängt dann so schön fließend und harmonisch an und donnert nicht auf einen ein wie ein D-Zug.

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