Dienstag, 24. März 2026
On the road again

Weil die Bahn die Bahn ist, bin ich eine Stunde früher aufgestanden. Da fuhren nämlich eine S-Bahn und ein Regionalexpress und die Chance, DASS sie fuhren, war ungemein höher als beim ICE, der schon des öfteren ohne Nennung von Gründen nicht erschien. Somit war ich auch sehr früh im Büro und konnte die Ruhe vor dem Sturm nutzen. Wobei... so ruhig war gar nicht mehr. Erstaunlich viele Leute sind da am Morgen unterwegs. Wer hätte das gedacht.

Morgen bin ich wieder hier in der Stadt und ich überlege, ob ich nicht auch wieder früher fahre. Allerdings ist mein Termin etwas später (9 Uhr oder so) und für irgendwo abhängen wird es morgen zu kalt. Und nass. Also muss die Bahn morgen bitte zusehen, dass alles einigermaßen im Plan fährt. Ich weiß, ich weiß, aber wenn irgendwas zuletzt stirbt, dann ja wohl die Hoffnung.

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Der erste Termin war super, ich konnte auch gleich noch etwas wichtiges abklären (Quintessenz: der popelnde Kollege ist ein Arschloch), dann war mein Rechner bei der IT. Geplant war eine halbe Stunde. Naja. Outlook war im Streikmodus und die Lösungsansätze waren zwar Ansätze, führten aber zu keiner Lösung. Zwei Stunden dauerte das Drama schließlich; jetzt scheint es zu funktionieren. Und falls nicht ist mir das auch egal, denn morgen bin ich im Termin und da brauche ich den Rechner nicht.

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Müde.

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Montag, 23. März 2026
Zähne wie ein Fels in der Brandung

Am Freitag werden Abdrücke für eine Beissschiene gemacht. Sowas hatte ich noch nie, aber ich setze ein bisschen Hoffnung darauf. Allerdings bekämpft sie ja nur die Folgen (abgeschmirgelte Zähne) und nicht die Ursache. Geknirscht wird weiterhin, nur ohne das Knirschen.

Am Wochenende mit einem Mann gesprochen, der das so extrem hatte und hat, dass die Zähne alle runtergerockt sind. Da wurde Schicht für Schicht abgetragen, wie bei einem Fels im Meer, der immer und immer wieder von Wellenbergen getroffen wird und dabei auch immer Mü an Sediment verliert. Allerdings wird so ein Fels oft sehr glatt dadurch, Zähne sehen aus wie mit dem Reibeisen bearbeitet. Außerdem ist es einem Fels egal, wenn die Schichten abgetragen werden; da ist auch im Inneren nur weiterer Fels. Bei Zähnen kommen da Nerven, Blutbahnen und lauter sensibler Kram. Es macht schon Sinn, dass drumherum eine Schutzschicht ist, aber eben jene Schutzschicht wird durch Knirschen immer weiter abgetragen.

So weit ist es bei mir noch nicht und damit es erst gar nicht so weit kommt, soll eine Schiene her. Ich bin gespannt.

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Diese Woche steht ein Workshop an; es sind viele Kollegen dabei. Gerade habe ich nachgeschaut, ob DER Kollege dabei ist. Ist er nicht. Wäre er dabei gewesen, hätte ich überlegt, ob ich absage. Widerspricht ein bisschen dem Gedanken eines "Workshops", wo es gilt zu verbessern, zu optimieren, Fehler zu finden und auszumerzen. Aber mit diesem Kollegen, dieser Diva merze ich gar nichts mehr aus. Der kann mich kreuzweise und darf sich zukünftig darauf freuen, jede Anfrage schriftlich einzureichen. Kein Bock mehr auf den Scheiß. Das ist übrigens der popelnde Kollege. Das nur als Info und ohne Zusammenhang.

Der Workshop wird von einem ehemaligen Profi-Sportler geleitet. Gut, dass das bei der Beschreibung dabei steht; ich hätte es nicht gewusst. Ist aber auch nicht mein Sport und überhaupt kenne ich nur die richtig großen Namen und selbst da bin ich mir oft nicht sicher, ob das ein Spieler, ein Trainer oder ein Kommentator war.

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Keine Lust auf die Woche, aber da muss ich wohl durch.

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Sonntag, 22. März 2026
Die kleinen Problemchen des Lebens gibt es auch noch

Zum Grillen braucht es ein Bier. Es ist Wochenende, da geht ja wohl ein Bier. Ein Feierabendbier, das muss sein... es findet sich immer ein Grund. Die letzte Woche seien es aber nur derer zwei gewesen; das Bier zum Grillen erst das dritte. Man könnte nun nach den Gründen für die anderen zwei Bier fragen, denn Wochenende war nicht und Feierabend sollte vorherige Tätigkeiten beinhalten, die über einen Arztbesuch oder Einkaufen hinausgehen. Um es positiv zu sehen: Es waren nur drei. Bis Samstag Abend 19 Uhr. Was den Rest betrifft, wird man sehen. Die nächste Zeit wird eh spannend, denn die Ärztin hat ein MRT angeordnet. Das macht Sinn, denn in den letzten Wochen übergibt er sich immer wieder. Offiziell seien es womöglich Gallensteine und dem möchte man mittels MRT auf die Spur kommen. Mein Verdacht ist, dass man gleich mal einen Gesamtblick auf das Ganze haben möchte, denn es könnte sein, dass auch der Rest in den Seilen hängt. So oder so wäre der nächste Schritt, der dann (hoffentlich) entdeckten Ursache für die Kotzerei den Garaus zu machen. Wenn es nur Gallensteine sind: Wunderbar. Die saugt der Student im ersten Semester mit einem Strohhalm durch die Bauchdecke ab. Bei anderen Befunden würde es weniger einfach. Und der Patient müsste zustimmen. Aber nun warten wir mal ab und drücken die Daumen... soweit das mit einem Tremor halt geht.

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Es ist wieder viel zu viel Trump in den Schlagzeilen. Ignorieren ist nicht einfach. Das andere große Thema ist die Fernandes-Ulmen-Story und die darf keinesfalls ignoriert werden. Auch da kann man in dunkle Kommentarecken gelangen, aber das habe ich bisher ganz gut umschifft. Für heute Nachmittag hat Collien Fernandes zu einer Demonstration in Berlin aufgerufen. Eine Woche nach der unsäglichen Naidoo-Rechtsidioten-Demo und diesmal mit wirklichen Dingen und Anliegen aus der realen Welt und mit hoffentlich vielen Teilnehmern. Ich bin mir sicher, dass es groß werden wird. Und das ist gut so.
Dann gibt es noch Krieg. Nein, es sind viele Kriege und zwei davon schaffen es in die Nachrichten - einer davon, der Krieg in der Ukraine, aber immer weniger. Dafür sieht man oft die starren Augen einer Frau, die so offensichtlich für ihre ehemaligen (und irgendwann auch wieder aktuellen) Arbeitgeber aus der fossilen Energiewelt und man fragt sich, warum sie damit durchkommt? Aber sie kommen alle durch. Spahn kommt durch, die ganzen blauen Nazis kommen durch, die RBB-Trulla kam durch, dieses ganze Trump-Einschleimerpack und die Trump-Familie kommt mit den absurdesten Sachen durch, Orban kommt durch, Bezos/Musk/Zuckerberg kaufen sich immer wieder von irgendwas frei und kommen durch, Lindner, Scheuer, diese ganzen Maskenteuerverkaufsarschlöcher kamen durch (und dürfen auch noch die durch Beschiss erhaltene Kohle behalten), alle kommen sie durch. Nur René Benko sitzt weiterhin in Haft. Immerhin.

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Muskelkater von der Gartenarbeit gestern. Das on top zu Restverkrampfungen des Zahnarztbesuchs. Ob ich wohl je wieder kartoffelsackartig völlig entspannt und schmerzfrei irgendwo abhängen kann?

Später will ich eine Runde laufen gehen. Eine kleine Runde, wenn möglich langsam und völlig gechillt. Das brauche ich einerseits, um den Kopf etwas freipusten zu lassen, aber vor allem Hänge ich auch mit meinen Podcasts hinterher. Ich bin bei Fest & Flauschig von letzter Woche und wir haben schon wieder Sonntag. Das artet auch schon fast in Arbeit aus. Die fehlenden Bahnfahrten der letzten Wochen sind schuld. Dabei habe ich die meiste Zeit um mal was "wegzuhören". Da diese Woche eventuell sogar zwei Fahrten anstehen, wird der Berg an Ungehörtem vielleicht etwas kleiner. Oder ich muss mehr laufen; allerdings habe ich mir angewöhnt, den ersten Teil der Strecke mit Musik zu untermalen. Erst dann steige ich bei Podcasts ein. Da meine Läufe meistens kurz sind, bleibt da nicht mehr viel Zeit und schwupp entsteht ein Podcastberg. Tragisch.

Es gibt also auch noch die kleinen Problemchen des Lebens.

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Samstag, 21. März 2026
Zum Glück keine Modelleisenbahn

Gartenarbeit... wie kann man sowas nur schön finden. Okay, das Destruktive beim Schneiden von Ästen hat was, aber auch dieser Reiz verfliegt sehr schnell. Immerhin wird man belohnt, irgendwann, wenn alles blüht und wieder schön aussieht und so. Aber eigentlich hat auch die Wildnis was und vielleicht sollte man die Natur sich selbst überlassen, sie weiß ja wohl am besten, was für sie gut ist und überhaupt. Und natürlich ist das nur eine Ausrede und kann unter der Überschrift "Faulheit" zusammengefasst werden. Ach so, es gibt noch ein großes Plus: Man sieht hinterher, dass man was geschafft hat, dass man gearbeitet hat, man hat Früchte seiner Arbeit, große Berge an abgeschnittenen Ästen und Blättern (und auch ein paar Blüten... sorry). Man trifft viele andere Menschen beim Grünschnitt und manche kennt man sogar. Deshalb fühlt man sich nicht so alleine in dieser wundersamen Welt der Gartenarbeit. Es gibt noch andere, die sich das geben. Naja. Wenn man es genau nimmt, gibt es noch schlimmere Dinge, die man an einem Samstag machen könnte. Zum Glück mache ich mir nichts aus Modelleisenbahnen.

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Freitag, 20. März 2026
Auf dem Zahnfleisch gehend nach dem gestrigen Drama

Zwei fucking geschlagene Stunden saß ich auf dem Zahnarztstuhl, während eine Ärztin nebst Assistentin über mich gebeugt in meinem offen stehenden Mund hantierten. Mein ganzer Körper war ein einziger großer Krampf, der Sauger saugte über den Mund 97 Prozent meiner gesamten Körperflüssigkeit ab, der Rest wurde für Schweiß benötigt, ich kenne nun sämtliche Geräusche, die die diversen Bohrer und Polierer im menschlichen Kopf erzeugen können und heute habe ich Muskelkater in den Armen (vom Festkrallen im Stuhl) und in den Kiefern. Zwei Stunden. Immerhin lief es ohne Betäubung ab, die Schneidezähne sind da unsensibel und es waren auch keine Nerven in der Nähe der Kampfhandlungen. Trotzdem... zwei Stunden. Auf dem Heimweg war mein Gang nicht der sicherste, ich erkannte ein leichtes Wanken an mir, das aber mangels Anästhesie und/oder Konsum von Drogen rein durch die vorherige Muskelanspannung aller (!) Muskel zustande gekommen sein kein.

Nächste Woche dann noch eine Zahnreinigung und - auch das wird sicher ein Fest - einen Abdruck für eine Beissschiene machen. Ich bin nämlich nicht nur auf Zahnarztstühlen, sondern auch in der Nacht verkrampft und das macht sich durch Knirschen bemerkbar - in diesem Fall bei den Zähnen und nicht wie beim Laufen in den Knien. Wobei auch die nachts Geräusche von sich geben, denn es knackt gelegentlich, wenn ich mich umdrehen. Faszinierend, so ein Körper.

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Dieses Verkrampfe gestern hat Spuren hinterlassen: Beim Mittagspausenlauf wunderte ich mich über Muskelkater in den Waden und überhaupt müde Beine. Ein kurzer innerer Scan des sonstigen Körpers verriet mir: Da tut so ziemlich alles weh. Meine Güte, DAS war wirklich eine Anspannung vom Feinsten.

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Mittagsschlaf? Hm...

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Donnerstag, 19. März 2026
Sie ist (nicht) wieder da

Sie schleicht durch den Garten und hat keine Skrupel, sich auf den Tisch zu setzen, der im Carport steht. Zu Anfang gab es nur das Gerücht über ein "New kid cat in town" und die Frage: "Hast Du eine neue Katze?". Habe ich nicht, allerdings hatte ich ihn bis dahin auch noch nicht gesehen, den Neuen. Oder die Neue. Man weiß es nicht. Jetzt wo ich sie gesehen habe, erklären sich mir die vielen Nachfragen: Diese Katze sieht aus, als wäre die große Katze zurück. Sie sind nicht völlig identisch, aber als sehr nahe Verwandte gingen sie locker durch. Das gleiche wuschelige, eine bisschen zersauselte Fell, die Farbgebung ähnlich und - offenbar - die gleiche Chuzpe, um nicht zu sagen Frechheit. Mittlerweile sehe ich sie öfter und es ist wirklich ein bisschen so, als wäre die große Katze zu Besuch.

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Gestern Abend dieses Buch zu Ende gelesen und dabei ein paar Tränchen verdrückt. Hach.

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Heute Mittag steht ein Zahnarzttermin an. Wird Geld kosten (keine Kassenleistung) und wird nerven (alles, was "Aufbau" im Namen hat nervt beim Zahnarzt). Ein Stück vom Schneidezahn ist abgebrochen, was doof aussieht und noch mehr nervt als ein "Aufbau". Also wird genau das gemacht: aufgebaut. Das geschieht wohl Schicht für Schicht. Wie beim 3D-Drucker. Wenn es zuviel Fläche ist, wird auch Füllmaterial mit einge-aufbaut. So steht es im Angebot und die KI erklärt es in etwa so, dass man Materialien mit reinpackt, damit die Fläche nicht nur aus Füllmaterial besteht. Ich stelle mir das vor wie bei Feldwegen, wo manchmal Scherben von Geschirr und Steine in Schlaglöcher gepackt werden, damit da kein Loch mehr ist, sondern grober Schotter. Beton kann man auf diesen nicht-asphaltierten Wegen anscheinend nicht benutzen. Nun kommt also in meinen Schneidezahn auch Bruchgeschirr und kleine Steine und das Ganze wird mit einem Material am Platz gehalten, das bei Licht aushärtet. Da ist es anders wie so mancher verklemmte Kerl, der bei Licht nicht hart wird und der nur im Dunkeln kann (5 Euro in die Kasse für blöde Witze).

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Mittwoch, 18. März 2026
GSG9-Einsatz im Schlafzimmer

Mein Schlafscore wird sicher ganz gut sein, auch wenn ich um halb Sechs völlig panisch aus dem Schlaf aufschreckte - als wäre ein GSG9-Sonderkommando ohne Vorankündigung ins Zimmer gestürmt und eine Horde maskierter Menschen hätte Maschinengewehre auf mich gerichtet, während der Leiter des Einsatzes irgendwas wie "WO SIND SIE?" oder ähnliches gebrüllt hätte. Es gab aber keinen Einsatz (was gut ist, denn ich habe keine Ahnung, wer "SIE" ist und wo "SIE" sind). Es gab gar keinen Anlass für meinen Aufschrecken, aber es war mitten aus einem Traum, dessen Inhalt ich aber nicht mehr weiß. Ich habe viel geträumt in der Nacht, das liebt die Uhr und deshalb wird der Schlafscore sicher ganz gut sein. Mein Puls hat sich auch wieder normalisiert, der dritte Kaffee des Tages steht bereit und ich bin wach. Leider nicht motiviert und wenn ich ehrlich zu mir bin auch psychisch nicht ganz auf der Höhe. Aber die Sonne scheint und wir schauen, was der Tag so bringt. Wenn es sich nicht bessert, nehme ich eine Auszeit. Vielleicht richtet es aber auch schon ein kleiner Mittagspausenlauf. Man wird sehen.

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Wie schon erwähnt: Die Sonne scheint und das tut sie jetzt schon sehr ausgiebig. Lichttherapie ist echt ein Ding; man sieht dieses besondere Licht einer aufgehenden Sonne und schon ist alles gar nicht mehr so schlimm. Wie ein kleines Pflaster auf die aufgerissene Stelle und der Hoffnung, dass das alles wieder gut wird. Noch ein bisschen pusten, heile heile Gänschen und weiter gehts.

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Dienstag, 17. März 2026
Popel bei Zimmertemperatur

Auch heute nacht war die kleine Katze da, aber diesmal nur kurz. Sie wollte wohl nicht schlafen. Der Winter ist durch, da ist der Drang nachts öfter mal draußen nach dem Rechten zu schauen wieder größer. Mit etwas Glück findet sie auch wieder Gefallen, ihre Geschäfte dort zu verrichten. Andererseits ist es drinnen halt doch noch wärmer und das Personal räumt immer so schön auf. Nicht immer gleich, aber nach ausgiebigem Gemecker dann doch.

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Die Waage. Seufz. Die Schlemmereien der letzten Wochen zeigen Wirkung, wobei das Problem eher in den täglichen Dummheiten liegt, die sich eingeschlichen haben. Bonbons hier und dort und immer wieder mal einfach so, zuviele Nüsse und dann auch noch die schlechten mit Teigmantel oder die mit "Honig" (also Zuckerglasur) und Salz. Letztere sind defacto nichts anderes als gebrannte Mandeln, sind aber das ganze Jahr verfügbar. Wieso ich den Mist jedes Mal wieder kaufe ist mir nicht ganz klar, bzw. doch: Ich bin süchtig nach dem Mist. Und genervt von meiner eigenen Schwäche. Wären die Mittagsläufe nicht und wäre Alkohol noch ein Thema, hätte ich ganz andere Probleme, aber auch so ist es einfach nur bescheuert und eine Sache, die ich angehen möchte. Nein, angehen werde (man muss es aktiv benennen, nicht "möchte", "würde gerne" oder so Larifari-Kram). Im Zuge dessen kommt auch gleich Rückentraining und Kraft allgemein mit auf den Plan. So nämlich!

Gestern Abend war ich doch noch eine kleine Runde laufen. Die Beine waren schwer, aber es wurde besser... bis es nass wurde. Sehr nass. Ich habe die Runde dann abgekürzt, weil es im strömenden Regen einfach keinen Spaß machte.
Mal sehen, wie es heute mittag wird. Laut Vorhersage auch regnerisch, aber aktuell ist der Himmel nur mäßig bewölkt. Könnte also klappen. Alternativ könnte ich ja was für meinen Rücken machen. Oder Kraft allgemein. ...da ist es wieder, das "könnte". Seufz. Es ist nicht einfach.

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Was ist nur los mit den Leuten? Gerade ein Videocall mit einem Kollegen. Ist dem nicht klar, dass ich ihn dank der Kamera AUCH sehen kann; nicht nur er mich? Oder ist es ihm völlig egal? Jedenfalls bohrte er in der Nase, mitten im Call. Sehr ausgiebig, sehr tief, sehr lange und mit positivem Ergebnis. Immerhin hat er den Popel nicht auch noch vor mir gefuttert, aber gerollt und irgendwohin gelegt hat er ihn schon mal. Vielleicht mag er seine Popel in Zimmertemperatur und nicht bei 36,5 Grad. Eben jener Kollege raucht auch gerne mal bei einem Videocall und es sind nicht immer normale Zigaretten. Vielleicht kann er auch einfach nicht richtig drehen; ich glaube aber, da sind auch Kräuter mit im Spiel.

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Im Postfach ist eine Email vom Autohaus, aber ich traue mich nicht reinzuschauen. Es geht wahrscheinlich um meine Anfrage von vor zwei Wochen, wie es denn nun um die Lieferzeit bestellt ist (die Hoffnung, dass sie es jemals schaffen, meinen Bestellstatus in der App freizuschalten habe ich aufgegeben) und irgendwie schlummert in mir die Angst, dass die das verbockt haben. Dass sie sowas schreiben wie "Es tut uns leid, aber wir haben vergessen die Bestellung ins System einzutragen; es dauert nun nochmal drei Monate länger" oder ähnliches. Am Ende wird aber die Neugier überwiegen und ich schaue in die Email. Ich tippe auf ca. in einer halben Stunde.

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Montag, 16. März 2026
Kuschelschlaf mit der kleinen Katze

Die kleine Katze scheint mich vermisst zu haben. Zum abendlichen Gute-Nacht-Kuscheln kommt sie wie immer, aber das reicht ihr nicht. In der Nacht steht sie meckernd neben dem Bett. Dann muss ich kurz aufs Bett klopfen, sie springt hoch und meckert weiter. Heute nacht habe ich sie geschnappt und unter die Decke gepackt, an Kinn und Nacken gekrault und gestreichelt und irgendwann wurde aus dem Schnurren ein leises Schnarchen. So lagen wir dann da, Pfote auf Arm und haben selig geschlafen. Sie blieb sogar liegen, als ich mich auf die andere Seite drehte (ich bin ein unruhiger Schläfer). Wahrscheinlich war sie völlig verwirrt, als sie später aufwachte und so gar nicht wusste, wo sie da ist. Mein Schlaf war jedenfalls erholsam.

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Später kamen die Träume und sie waren so wirr wie immer in der letzten Zeit. Mein Unterbewusstsein scheint völlig überfordert zu sein, kann mir aber gar nicht sagen von was. Und ich bin zu dämlich, die Andeutungen zu verstehen. Naja.
Vielleicht lag es auch an dem Buch, das ich als letztes las und das ich mir - so im Nachhinein - auch hätte sparen können. Es war dieses "5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen". Das hätte man auch kürzer sagen/schreiben können; den ganzen restlichen Kram drumherum hätte es nicht gebraucht. Dann wäre es aber auch kein Buch geworden und ich hätte vielleicht nie von den fünf Dingen erfahren. Allerdings bin ich nun auch nicht weiter als vor der Lektüre des Buches, was aber auch nicht wirklich schlimm ist. Na gut, ich hätte mir die Zeit für das Buch gespart, aber es gibt Schlimmeres, mit dem man seine Zeit vergeuden kann als lesen. Seit vorgestern bin ich nun in einem wunderbar dahinfließenden Roman gelandet und ich bin jetzt schon ein bisschen traurig, dass er irgendwann (und das wohl sehr bald) zu Ende sein wird. Für Nachschub ist gesorgt, aber das sind dann wieder komplett andere Themenwelten. Immerhin diesbezüglich bleibt es also spannend.

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Die Reise ins Headquarter morgen habe ich abgesagt. Meine Ansprechpartnerinnen sind eh nicht da und nur des Dortseins wegen dort sein, ist ja auch sinnlos. Hab mir das Okay geholt; es wird also schon passen. Somit spare ich mir extrem frühes Aufstehen und eben besagtes Durchdiegegendfahren. So die Bahn überhaupt fährt; ist ja auch nicht immer sicher.

Dafür fahre ich vielleicht nächste Woche an zwei Tagen hintereinander. Oder auch nicht, man wird sehen, aber ein Tag bin ich auf jeden Fall unterwegs. Zwar im Dienste der Firma, aber bei einem Außentermin. So eine Art Workshop mit einigen Kollegen. Ganz schön vielen Kollegen, um genau zu sein. Das ist mein dritter Workshop und bisher waren wir nie so viele. Bin gespannt. Eine direkte Vorgesetzte wird auch dabei sein. Ob das gut oder schlecht ist, wird man sehen. Eigentlich ist es mir egal.

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Mein Mittagspausenlauf fiel ins Wasser. Wortwörtlich, denn der Regen kam in den ihm so nachgesagten Strömen. Viel zu viel davon, um auch nur ansatzweise an einen Lauf zu denken. Jetzt gerade wäre wieder trocken, aber dafür steht gerade keine wirkliche Pause an (naja, ich tippe... ist ja auch nicht unbedingt Arbeit im von der Firma geforderten Sinn). Später gehe ich einkaufen, zu Fuß mangels Fahrzeug, aber auch das geht nicht als Laufen durch und die 10.000er Schrittmarke wird dadurch sicher auch nicht geknackt. Alles ein bisschen suboptimal.

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Müde. Freue mich schon jetzt auf Bett und Lesen. Die kleine Katze bestimmt auch.

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Sonntag, 15. März 2026
Gewandert

11 Kilometer, die ersten viereinhalb Kilometer nach oben, dann entspannt nach unten. Oben "Drei Schlösser", was pure Angeberei ist, denn es sind Ruinen, aber selbst in diesem Zustand erkennt man, dass es niemals "Schlösser" waren. Eventuell war es auch ein Übersetzungsfehler (war es nicht) oder die Franzosen haben einfach eine andere Einstellung zum Thema Schloss.

Ich hatte so viele Jahre Französisch in der Schule - es ist frustrierend und traurig, was davon übrig ist, nämlich rein gar nichts. Lesen geht einigermaßen, aber sprechen ist eine Zumutung für alle Beteiligten. Es ist ein Gestammel, als hätte ich just in dem Moment einen Schlaganfall. Es rutschen englische Wörter rein und es ist alles nur noch peinlich. Zwei Minuten später weiß ich alle Wörter, kann halbwegs den Satz bilden, den ich zwei Minuten zuvor nur stammelte und ansonsten in die Gegend schaute wie dereinst Mogli in der Hypnosesession mit Ka. Naja, die Leute leben vom Tourismus und ich habe sie immerhin monetär ganz gut unterstützt. Und wahrscheinlich auch Gesprächsstoff für das Essen mit der Familie am Abend geliefert. Mon dieux, quelle idiot.

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